Wohnmobile Oberhavel
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Mit unseren Tipps zum Wohnmobil mieten zur Fahrzeugübergabe

11 Tipps zum Wohnmobil mieten

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Denken Sie gerade darüber nach, ein Wohnmobil zu mieten? Bestimmt haben Sie viele Fragen: Worauf muss ich achten? Was kostet das überhaupt? Was ist alles dabei, was muss ich mitbringen? Wie fahre ich eigentlich mit so einem riesigen Wohnmobil?

Wir haben sehr viel mit "Wohnmobil Anfängern" zu tun und beantworten all diese und andere Fragen sehr gern. Lesen Sie hier unsere Tipps zum Wohnmobil mieten:

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Wann mieten?

  • Wenn Sie können, mieten Sie außerhalb der Ferien: der Mietpreis ist normalerweise niedriger, die Autobahnen sind nicht ganz so sehr verstopft und die Camping- und Stellplätze sind auch nicht überfüllt. Sie sparen also Geld, Zeit und Nerven
  • Müssen Sie auf die Schulferien Rücksicht nehmen, buchen Sie rechtzeitig. Das ist vielleicht der beste und wichtigste unserer Tipps zum Wohnmobil mieten, denn oft sind schon im Herbst alle Fahrzeuge für den kommenden Sommer ausgebucht.
  • Mieten in der Nebensaison ist günstiger
  • Buchen Sie mindestens ein halbes Jahr im Voraus

Welches Wohnmobil soll ich mieten?

Welches Wohnmobil Sie mieten sollten, hängt von zwei Dingen ab:

  1. Wie viele Plätze brauchen Sie? Also wie viele Personen wollen mitfahren? Damit meine ich Schlafplätze und Sitzplätze. Die meisten Wohnmobile haben 4 Sitze mit Sicherheitsgurt. Es dürfen also 4 Personen mitfahren. Auf Plätzen ohne Gurt darf niemand während der Fahrt sitzen.
    Für jeden Mitreisenden sollte ein Bett vorhanden sein, in das man auch schnell hineinkommt. Wenn Sie jeden Abend erst mühsam aus Kissen und Polstern ein Bett basteln müssen, dann nervt das sehr schnell. So wird das nicht Ihr Traumurlaub. Zwei Festbetten im Heck sind Standard. Weitere Betten gibt es im Alkoven oder als Hubbett.
  2. Der zweite Faktor ist die Größe und Ausstattung des Wohnmobils. Das ist individuell sehr unterschiedlich. Mache unserer Mieter nehmen zu zweit unser größtes Fahrzeug, da sie den Platz und den Komfort schätzen. Wenn Sie klein und wendig unterwegs sein wollen, dann ist vielleicht ein Kastenwagen das ideale Wohnmobil für Sie.
    Überlegen Sie sich, ob Sie auf eine Anhängerkupplung, Automatikgetriebe, Fahrradträger oder Klimaanlage Wert legen. Ein Navigationssystem ist nicht so wichtig, da jedes moderne Smartphone eine entsprechende App enthält.
  • Anzahl der Schlafplätze
  • Größe und Ausstattung

Welchen Führerschein brauche ich?

Miet Wohnmobile liegen meist in der Klasse bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Damit dürfen Sie sie mit jedem normalen PKW-Führerschein der Klasse 3 bzw. B fahren. Wohnmobile über 3,5 Tonnen erfordern eine Fahrerlaubnis für LKW, also Klasse C.

  • Normalerweise reicht ein PKW-Führerschein

Camping- und Stellplätze

Gerade in der Hauptsaison sind die schönsten Camping- und Stellplätze häufig schon voll. Mein Tipp für Sie: behalten Sie die Ferientermine im Auge - auch die in Ihrem Reiseland! Und reservieren Sie rechtzeitig! Ein vernünftiger Reiseführer, am besten mit Übersichtskarte, hilft Ihnen dabei, Ausweichplätze zu finden.

Und denken Sie daran: das schöne beim Reisen mit einem Wohnmobil ist ja, dass Sie flexibel sind. Wenn ein Platz oder sogar eine ganze Region voll ist, dann fahren Sie einfach woanders hin!

  • Reservieren Sie rechtzeitig
  • Oder bleiben Sie flexibel, fahren einfach weiter, wenn es voll ist

Übergabe und Einweisung

Planen Sie für die Übergabe Ihres Wohnmobiles genug Zeit ein. Das Ziel der Einweisung soll ja sein, dass Sie sich mit dem Wohnmobil auskennen und das Sie mit einem guten Gefühl losfahren. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie nach! Lassen Sie sich nicht wegschicken, auch wenn der Vermieter Zeitdruck hat! Ein vernünftige Einweisung darf auch gerne deutlich über eine Stunde dauern.

In dieser Zeit sollten Sie zusammen mit dem Vermieter unbedingt eine gründliche Begutachtung des Fahrzeuges vornehmen. Notieren Sie alle Schäden, die Sie finden! Machen Sie Fotos! Manche Vermieter haben die Reparatur von Schäden als zusätzliche Einnahmequelle für sich entdeckt. Ein Übergabeprotokoll besteht aus mehr als einer Seite! Und es wird von beiden Parteien unterschrieben.

  • Nehmen Sie sich Zeit
  • Begutachten Sie das Mietfahrzeug ausführlich

Versicherung und Kaution

Für ein Mietwohnmobil wurde meist eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen. Die Selbstbeteiligung beträgt 1000 € - 1500 € und wird als Kaution an die Mieter weitergegeben. Mein Tipp für jeden, der ein Wohnmobil mietet: schließen Sie eine Kautionsversicherung ab. Statt 1000,00€ müssen Sie dann nur noch 250,00€ hinterlegen. Solche Versicherungen kommen häufig im Paket und sichern noch andere Problem - nicht nur die Kaution - ab. Wir empfehlen immer das Urlaubsschutzpaket der MVV.

Reisen mit Kindern

Je nach dem, wie alt Ihre Kinder sind, brauchen Sie eventuell auch im Wohnmobil Kindersitze. Die besitzen Sie vermutlich schon. Probieren Sie aber vor Reisebeginn aus, ob die Sitze überhaupt passen. Babyschalen, in denen Säuglinge rückwärts unterwegs sind, passen zum Beispiel häufig nur auf den Beifahrersitz. In der Sitzgruppe ist meist der Tisch zu dicht und der Sicherheitsgurt zu kurz.

Für weitere Tipps zum Wohnmobil mieten und Reisen mit kleinen Kindern haben wir einen eigenständigen Beitrag für Sie verfasst.

  • Probieren Sie rechtzeitig aus, ob Kindersitze passen

Wohnmobil Mieten von Privat

Da ich eine professionelle Vermietung von Wohnmobilen betreibe, ist es natürlich schwierig für mich, Tipps zum Wohnmobil mieten von Privat zu geben. Schließlich sind solche Vermieter meine direkte Konkurrenz. Trotzdem:

  • Achten Sie darauf, dass das Fahrzeug tatsächlich als Selbstfahrer-Mietfahrzeug zugelassen ist. Andernfalls helfen Sie bei Steuerhinterziehung. Das gibt irgendwann Ärger.
  • Achten Sie besonders auf den technischen Zustand des Wohnmobiles. Viele dieser Fahrzeuge haben schon etliche Jahre auf dem Buckel. Der TÜV darf maximal ein Jahr alt sein (Mietfahrzeuge müssen jährlich zur HU) und die Gasprüfbescheinigung muss aktuell sein.
  • Erkundigen Sie sich ausdrücklich danach, was im Schadensfall passiert und wie die Unterstützung unterwegs ist.
  • Seien Sie bei Privatvermietern besonders kritisch

Beladen

Zum Beladen von Wohnmobilen haben wir einen speziellen Beitrag verfasst. Auf diese Punkte sollten Sie unbedingt achten:

  • Gleichmäßig beladen. Auch wenn die riesige Heckgarage dazu einlädt, sollten Sie nicht das ganze Gewicht nach hinten packen, sondern gleichmäßig verteilen und schwere Dinge in der nähe der Achsen verstauen!
  • Räumen Sie Ihre Dinge in die Schränke, bevor Sie losfahren. Sie wollen doch sicherlich nicht, dass die Kaffeemaschine geflogen kommt oder die sich das Salz auf dem Boden verteilen, falls Sie einmal heftig bremsen müssen.
  • Sparen Sie Gewicht. 150 Liter Frischwasser sind 150 kg. Es gibt in Europa keinen Grund, so viel Wasser durch die Gegend zu fahren. Sie können es überall nachfüllen. 30 oder 40 Liter reichen für mehrere Tage. Noch sinnloser ist es, schmutziges Wasser zu transportieren.
  • Überlegen Sie auch, ob Sie wirklich Lebensmittel oder Getränke für die ganze Urlaubszeit mitnehmen müssen! Sie können überall Ihre Vorräte auffrischen. Und außerdem gehört es ja zum Reiz des Reisens, die kulinarischen Besonderheiten fremder Länder kennenzulernen.
  • Gleichmäßig beladen
  • Vor Ort einkaufen, um Gewicht zu sparen

Zubehör

Was Sie für Ihr Geld bekommen, ist ganz unterschiedlich. Bei manchen Vermietern müssen Sie für jeden Löffel und jeden Campingstuhl extra bezahlen. Bei anderen ist alles, was Sie zum Campen benötigen, inklusive. Oder Sie bringen Ihre eigenen Teller, Tassen, Töpfe usw. mit.

  • Informieren Sie sich vor Vertragsabschluss, was Sie mieten und was nicht. Berücksichtigen Sie das beim Preisvergleich!

Fahren mit dem Wohnmobil

Unfallschaden an einem Kastenwagen

Unfallschaden an einem Kastenwagen

Ein Wohnmobil ist größer und schwerer als ein PKW. Dadurch ist das Fahrverhalten anders: Wegen des Gewichts möchte das Wohnmobil geradeaus weiter, obwohl Sie um die Kurve wollen. Das wird immer deutlicher, je schneller Sie fahren. Also: Langsam durch enge Kurven!

Wegen der Länge des Wohnmobiles möchten die Hinterräder gerne die Kurven schneiden. Fahren Sie also später in die Kurven ein, als Sie es vom PKW her gewöhnt sind. Halten Sie mehr Abstand zum Kurveninneren!

Viele Wohnmobile haben nach der Hinterachse noch viel Stauraum, der hinten übersteht. Wenn Sie um eine Ecke fahren, schwenkt das Heck in die Gegenrichtung aus. Achten Sie also bitte darauf, dass Sie aus Toren, Einfahrten etc. schon heraus sind, bevor Sie das Lenkrad einschlagen!

Wohnmobile sind meist deutlich breiter als ein PKW. 2,40 Meter oder mehr ist keine Seltenheit. Das bedeutet unter anderem, dass ein Wohnmobil in Autobahn Baustellen nichts auf der linken Spur zu suchen hat.

Wohnmobile sind sehr hoch - 3 Meter ist nicht ungewöhnlich. Entsprechend anfällig sind sie für Seitenwind. Schon beim Überholen eines LKW werden Sie merken, dass es Sie regelrecht an ihn heransaugt. Sobald Sie vorbei sind, werden Sie einen deutlichen Schlag nach links bekommen. Beides wird mit höherer Geschwindigkeit immer auffälliger. Also: Fahren Sie aufmerksam und vorsichtig an großen Fahrzeugen vorbei und seien Sie darauf gefasst, dass Sie eventuell mehrfach gegenlenken müssen.

Wohnmobile sind nicht für geringen Treibstoffverbrauch und hohen Fahrkomfort ausgelegt. Der Luftwiederstand ist erheblich und damit auch der Verbrauch. Mein Tipp ist es immer, ungefähr 100 km/h zu fahren. Bei höheren Geschwindigkeiten nimmt der Verbrauch deutlich zu, die Fahrgeräusche werden lauter und Sie müssen am Lenkrad ständig arbeiten.

  • Fahren Sie langsam und vorsichtig!
  • Lassen Sie sich vom Vermieter die Eigenheiten "Ihres" Wohnmobiles genau erklären

Zusammenfassung

Ein Wohnmobil zu mieten ist nicht schwer. Wenn Sie auf einige Dinge achten, werden Sie Urlaub darin sicherlich nicht so schnell vergessen. Ich habe versucht, Ihnen meine Tipps zum Wohnmobil mieten mit auf den Weg zu geben. Sollte ich genau Ihre Frage oder Ihr Problem nicht angesprochen haben, dann fragen Sie doch einfach! Unten, in den Kommentaren. Und falls Sie ein Wohnmobil in Berlin mieten wollen, dann kommen Sie doch einfach mal vorbei!

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