Wintercamping – Tipps für das Reisen im Winter

Wintercamping – Tipps für das Reisen im Winter

Wintercamping liegt im Trend, wie die Zahlen der Campingplatzbetreiber zeigen. Doch Camping bei Eis und Schnee ist eine ganz andere Sache als im Sommer. Lesen Sie unsere Tipps für das Reisen mit dem Wohnmobil im Winter.

Richtige Planung

Wintercamping mit dem Wohnmobil erfordert etwas mehr Planung und Vorbereitung als im Sommer.

Wählen Sie Ihren Campingplatz sorgfältig aus. Ein Platz fürs Wintercamping bietet zum Beispiel folgendes:

  • Gasflaschentausch
  • Beheizte Aufbewahrungs- und Trockenräume für die Skiausrüstung und andere nasse Kleidung
  • Beheizte Aufenthaltsräume
  • Sauna (kein Muss, aber sehr angenehm)
  • Campingshop – für Lebensmittel, aber auch für Ausrüstungsgegenstände

Hier noch einige Empfehlungen für Campingplätze (nicht von mir).

Richtig Heizen

Damit es in Ihrem Wohnmobil im Winter richtig schön mollig warm wird, sollten Sie vor allen Dingen gründlich Lüften. Im Fahrzeug sammelt sich Feuchtigkeit: jeder Mensch atmet über Nacht ungefähr einen halben Liter Wasser aus, beim Verbrennen von Propangas (zum Kochen und Heizen) entsteht Wasserdampf und die nasse Kleidung soll ja auch noch trocknen.

Und diese Feuchtigkeit muss raus da, es sonst im Wohnmobil ungemütlich wird und sich sogar Schimmel bilden kann. Kalte Luft ist relativ trocken und kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als warme: das Erwärmen kalter Luft trocknet also das Wohnmobil. Aber Vorsicht: kühlt diese Luft wieder ab, schlägt sich die Feuchtigkeit als Wasser nieder.

Am Besten ist zweimal am Tag gründliches Stoßlüften: morgens, um die Feuchtigkeit der Nacht herauszubekommen, und abends, damit sich über Nacht, wenn es kühler wird, keine Feuchtigkeit niederschlagen kann.

Schutz vor Kälte

Beim Wintercamping spielt der Schutz vor der Kälte natürlich eine wichtige Rolle. Camping im Winter soll ja schließlich gemütlich sein. Leider haben Wohnmobile etlich Kältebrücken, an denen die Wärme wieder verschwindet:

  • bei manchen Fahrzeugen weht kalte Luft durch die Lüftung des Fahrzeuges herein (einfach auf Umluftbetrieb stellen, die Lüftungsöffnungen sind dann zu)
  • gerade bei Teilintegrierten ist das ganze Cockpit schlechter isoliert als der Wohnbereich (hier hilft häufig eine Decke oder ein Vorhang, den Sie zwischen Wohnbereich und Fahrerhaus aufhängen)
  • manchmal schließt die Aufbautür nicht richtig, so dass dort immer ein kalter Luftstrom hereinkommt – auch hier hilft eine Decke manchmal Wunder
  • An den Fenstern geht viel Wärme verloren, da sie keine richtigen Doppelfenster sind. Schließen Sie die Verdunklungsrollos, entsteht ein Luftpolster und damit eine Isolation.
  • Besorgen Sie sich Winterabdeckungen für die Luftöffnungen des Kühlschranks. An diesen riesigen Öffnungen geht viel Wärme verloren

Aber Vorsicht: Decken Sie nicht die Zwangs Be- und Entlüftungen ab. Luftzirkulation und Austausch sind wichtig (siehe oben).

Strom, Wasser, Gas

Beim Wintercamping verbrauchen Sie mehr Strom als im Sommer: es ist die dunkle Jahreszeit – Sie machen also das Licht an. Die Heizung läuft länger und deren elektrische Gebläse verbraucht Strom. Auf der anderen Seite wird eine Solaranlage – sofern Sie eine haben – längst nicht den selben Ertrag liefern, wie im Sommer. Aus diesen Gründen ist das Freistehen im Winter eher problematisch.

Beim Wasser müssen Sie aufpassen, dass es nicht einfriert. Je nachdem, ob es sich um ein wintertaugliches oder winterfestes Wohnmobil handelt, ist der Frischwassertank eventuell nicht im beheizten Raum untergebracht. Beim Abwasser ist es nicht ganz so problematisch: stellen Sie einen Eimer unter den Auslass und öffnen Sie den Hahn. Das Schmutzwasser friert zwar trotzdem – aber eben nicht in Ihrem Fahrzeug. Besonders leicht bekommen Sie den Eisklotz aus einem Eimer in konischer Form wieder heraus.

Kontrollieren Sie vor der Reise das Frostschutzventil der Therme! Dieses öffnet bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und lässt alles Wasser hinauslaufen. Das Ventil schließt aber nicht automatisch. Mir ist es schon passiert, dass ich am Abend vor der Abreise Frischwasser aufgefüllt habe und dieses Ventil im Laufe der Nacht geöffnet hat. Am nächsten Morgen stand ich also vor einem großen Eissee.

Gas benötigen Sie vor allem zum Heizen. Sie sollten also unbedingt einen ausreichenden Vorrat mitnehmen. Bei mir reicht eine 11kg-Gasflasche für ungefähr drei Tage, wenn ich ständig heize, und gelegentlich das Wasser erwärme. Das hängt natürlich vom Wohnmobil und den Wetterbedingungen ab. Erkundigen Sie sich am besten bevor Sie losfahren, ob und wo Sie am Zielort Gasflaschen tauschen können!

Fahren im Winter

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Zum Wintercamping sollten Sie nur auf Winterreifen oder Ganzjahresreifen fahren! Wenn Sie in die Berge möchten, sollten Sie Schneeketten dabei haben, und auch wissen, wie Sie damit umgehen. Beides ist gerade bei Mietfahrzeugen nicht in jedem Fall gegeben.

Denken Sie daran: ein Wohnmobil ist schwer und der Schwerpunkt liegt sehr weit oben. Beides macht das Fahren im Winter, auf nassen oder gar glatten Straßen schwieriger als im Sommer oder mit einem PKW.

Schnee auf dem Fahrzeug

Schnee auf dem Wohnmobil mag malerisch aussehen und manch einer von Ihnen denkt vielleicht, dass die weiße Pracht eine zusätzliche Isolation ist. Aber sobald Sie anfangen zu heizen, taut der Schnee an. Sobald es wieder kalt wird, entsteht Eis. Schnee und vor allen Dingen dieses Eis wird zu einem gefährlichen Geschoss, sobald Sie wieder fahren und sollte deshalb regelmäßig entfernt werden

Spezielle Ausrüstung

Zum Wintercamping sollten Sie einige Dinge mitnehmen, die man im Sommer nicht unbedingt braucht:

  • Einen Besen, um den Schnee vom Fahrzeug zu fegen
  • einen Eimer, um das Schmutzwasser aufzufangen
  • Schneeketten für die sichere Fahrt
  • Einen Schneeschieber, um dem Wohnmobil den Weg freizuschaufeln, wenn es wieder nach Hause geht
  • Einen Eiskratzer, am Besten mit langem Griff
  • Eine zusätzliche Gasflasche für die Heizung

Wintercamping? Na klar! Und nicht nur für alte Hasen

Im Laufe der Zeit und mit wachsender Erfahrung werden Sie herausfinden, worauf Sie bei Ihrem Wohnmobil achten sollten, welche Ausrüstung Sie mitnehmen müssen damit das Wintercamping für Sie zum Erfolg wird. Denn jeder von uns lernt bei jeder Fahrt etwas dazu – egal ob Anfänger oder „alter Hase“.

Wie sind Ihre Erfahrungen beim Campen in Eis und Schnee? Welche Tipps haben Sie? Lassen Sie es uns wissen: unten, in den Kommentaren!

Checkliste für den Wohnmobilurlaub

Bevor man in den Urlaub aufbrechen kann, gilt es an eine Menge zu denken. Im Internet gibt es viele „Urlaubschecklisten“ (Google zeigt fast eine halbe Million Ergebnisse) Eine ganz hervorragende Liste für Reisen allgemein ist die Urlaubs-Checkliste, die übrigens bereits seit 1994 im Internet ist. Auch die ultimative Wohnmobil Packliste von 14qm ist empfehlenswert, besonders wenn man sich der technischen Zuverlässigkeit seines Fahrzeuges unsicher ist. Wer also Angst hat zu vergessen, den Briefkastenschlüssel beim Nachbarn abzugeben oder die Kaffeemaschiene auszumachen, der kann es in diesen Checklisten abhaken. Hier soll es speziell um darum gehen, woran man alles denken muss, bevor man in den Wohnmobilurlaub aufbricht. Hier ist meine …

Checkliste für den Wohnmobilurlaub

Fahrzeug

Die folgenden Dinge empfiehlt es sich am Fahrzeug zu überprüfen. Das ist nichts anderes, als am PKW. Was man nicht selbst machen kann, wird in der Werkstatt erledigt. Für viele Eventualitäten unterwegs kann eine ADAC-Mitgliedschaft die Rettung sein.

  • TÜV gültig?
  • Grüne Umweltplakette vorhanden?
  • Verbandskasten vorhanden? Noch nicht abgelaufen?
  • Motorölstand korrekt?
  • Kühlerflüssigkeit korrekt?
  • Beleuchtung in Ordnung?
  • Reifendruck- und profil in Ordnung? Ersatzrad bzw. Notfall-Reparaturset vorhanden und einsatzbereit? Wagenheber an Bord?
  • Warndreieck und Warnwesten dabei?
  • Scheibenwischerblätter noch ok? Waschflüssigkeit aufgefüllt?
  • Starterbaterie ok?
  • Feuerlöscher an Bord und auch noch nicht abgelaufen?
  • Versicherung
  • Haben Sie ein Navi an Board? Achten Sie auf aktuelles Kartenmaterial!

Speziell Wohnmobil

Neben den allgemeinen Punkten gilt es auch noch einige zu beachten, die speziell ein Wohnmobil betreffen

  • Frischwassertank gereinigt und desinfiziert?
  • Frischwasser aufgefüllt ?(zu Hause nur so viel Wasser tanken, wie man während der Fahrt braucht, um Gewicht zu sparen)
  • Ablassventil des Tanks und Frostschutz der Heizung zu?
  • Toilettenkassette geleert und gereinigt?
  • Sanitärchemie dabei?
  • Schmutzwassertank entleert?
  • Gasflasche(n) voll?
  • Bordbatterie geladen? Säurestand ok?
  • Funktioniert die Heizung? Und der Warmwasserboiler?
  • Funktioniert der Kühlschrank? Bei vielen Kühlschränken kann man wählen, ob sie mit Gas, Strom von außen oder (während der Fahrt) Strom von Lichtmaschine laufen. Man sollte alle Modi überprüfen. Auch bei Kühlschränken mit automatischer Umschaltung.
  • Streichhöl zer oder Feuerzeug
  • Vergessen Sie nicht die CEE-Adapter und ein Verlängerungskabel!
  • Haben Sie eine Gießkanne oder ein Schlauch zum Nachfüllen des Frischwassertanks dabei?
  • Sind die Auffahrkeile im Fahrzeug?
  • Warntafel für Fahrradtransport. Es gibt sowohl für Italien als auch für Spanien eine ganz speziell vorgeschriebene Tafel.

Campingausstattung allgemein

Natürlich braucht man auch beim Reisen mit einem Wohnmobil einige Sachen, die man auch bei anderen Formen des Campens einpackt.

  • Wäschetrockner oder Leine? Wäscheklammern?
  • Sturmanker für die Markise?
  • Ein kleiner Werkzeugkoffer
  • Robustes Klebeband (Panzertape)
  • Campingtisch und -stühle
  • Spülmittel, Schüssel und Geschirrhandtücher
  • Grill und Zubehör
  • Kerzen, Taschenlampe
  • Anti-Mückenmittel
  • Sonnencreme
  • Strandmuschel
  • Schwimmschuhe
  • Bollerwagen klappbar
  • Küchenausstattung (also Teller, Töpfe, Gläser, Tassen, Besteck, etc.)
  • Reiseapotheke
  • Hygieneartikel, Kosmetik
  • Bekleidung entsprechend Reiseziel und Jahreszeit

Unterwegs mit Kleinkind?

Lesen Sie hier unsere Tipps für Wohnmobilurlaub mit Kleinkind.

Start der Campingsaison

Start der Campingsaison

So gelingt der Start der Campingsaison

Liebe Campingfreunde, bald ist es wieder soweit: der Start der Campingsaison steht unmittelbar bevor. Für viele Camper hat die Saison nie aufgehört, sie waren als Wintercamper unterwegs. Für alle anderen wird es Zeit, den geliebten Wohnwagen oder das Wohnmobil in Schuß zu bringen, und die nächsten Reisen zu Planen. Hier einige Gedanken, die beim Start helfen.

Fahrzeug auswintern

Bevor es losgehen kann, müssen wir unser Reisefahrzeug aus dem Winterschlaf wecken, und es Einsatzbereit machen. Für unsere Mieter entfällt dieser Punkt natürlich.  Sie können sicher sein, dass ihr Miet-Wohnmobil einsatzbereit und in hervorragendem Zustand ist. SInd Sie selbst Besitzer eines Wohnwagens oder eines Wohnmobiles, gibt es für Sie jetzt einiges zu tun.

Fahrzeug reinigen

Egal ob Scheune oder Straßenrand – ein Wohnwagen oder Wohnmobil zieht den Schmutz auf beinahe magische Weise an. So wollen wir natürlich nicht auf große oder kleine Fahrt gehen. Also: der Dreck muß weg. Aber bitte mit Vorsicht und Verstand. LKW Waschanlagen oder auch Hochdruckreiniger sind vielleicht verlockend, machen aber in Wirklichkeit mehr Schaden, als sie am Ende nützen. Unsere Wohnwagen oder Wohnmobile sind den scharfe Reinigungsmittel und harte Bürsten nicht gewachsen, da sie einen anderen, viel weicheren Lack als ein Auto haben und Scheiben aus Kunststoff, die sehr leicht zerkratzen.

Der Fachhandel bietet eine große Anzahl an Reinigungsmitteln an, die alle hervorragend auf die besonderen Materialien unserer Reisefahrzeuge abgestimmt sind und außerdem noch die Umwelt schonen. Gute Erfahrungen haben wir mit den Produkten von Certiman gemacht. Sie benötigen einen Eimer, Schwämme, Bürsten, Wasserabzieher und ein weiches Tuch für die empfindlichen Fensterscheiben. Und schon kann an einem Sonntag-Nachmittag Urlaubsvorfreude aufkommen. Bitte beachten Sie besonders das Dach. Gerade Fahrzeuge, die den Winter im Freien verbracht haben, sind von oben recht un­an­sehn­lich: schmieriger Dreck, Algen, ja manchmal sogar Moos sammeln sich dort und müssen weg. Bitte informieren Sie sich beim Hersteller oder Händler, ob Sie auf dem Dach herumlaufen können, oder ob alles von einer Leiter aus erledigt werden muss.

Im Innenbereich des Fahrzeuges sollte man möglichst auf Reinigungsmittel verzichten. Ein (leicht) feuchter Lappen sollte für die Holzoberflächen reichen. Lediglich im Bad und eventuell in der Küche kommen Reinigungszusätze zum Einsatz.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, die Trinkwasseranlage zu reinigen und zu desinfizieren. Anschließend gründlich lüften, um die Feuchtigkeit und den Winter-Mief aus dem Reisemobil heraus zu bekommen.

Auf Beschädigung prüfen

Wenn Sie jeden Zentimeter des Fahrzeuges von Hand reinigen, schonen Sie es nicht nur, sondern Sie können sich dabei auch alles genau ansehen und Beschädigungen finden.

  • Überprüfen der Wasser und Gasanlage auf Frostschäden.
  • Bei den Batterien gegebenenfalls der Säurestand kontrollieren und vollständig aufladen.
  • Wie sieht es mit Feuchtigkeit im Fahrzeug aus? Wenn die Polster muffig riechen, sind Sie häufig feucht geworden. Dem sollten Sie unbedingt auf den Grund gehen! Ist vielleicht die Luftzirkulation unterbrochen worden? Ein häufiges Problem, wenn „zum Schutz“ irgendwelche Planen im Herbst über das Fahrzeug gezogen wurden. Oder sind vielleicht die Dichtungsgummis an Fenstern, Türen und Dachlucken alt und brüchig?
  • Werfen Sie ruhig einmal einen Blick hinter die Lüftungsgitter des Kühlschranks. Blätter, Schmutz, tote Insekten, ja selbst eine Maus haben wir dort schon gefunden. Aber zum Glück noch nie Spuren von Wasser.
  • Alle Gummidichtungen an Fenstern und Türen sollten Sie jetzt überprüfen und mit Gummi-Pflegemittel behandeln.
  • Einen besonders kritischen Blick haben auch die Dachluken verdient: rissige oder verfärbte Luken sollten Sie austauschen lassen, da sie nicht mehr lange dicht bleiben werden.
  • Häufig findet man auch Wasser im inneren von Leuchten und Scheinwerfern. Spätestens, wenn Sie das nächste mal das Licht einschalten, werden die Leuchten hinüber sein.
  • Bei Wohnmobilen muss natürlich auch das Fahrzeug untersucht werden: Hat der Frost der Scheibenwaschanlage geschadet? Muss die Startbatterie nachgeladen werden? Sie hatten doch Winterdiesel im Tank, oder?
  • Werfen Sie auch einen Blick auf die Reifen! Überprüfen Sie die Profiltiefe, Flanken und Laufflächen auf Schäden, und versuchen Sie sich zu erinnern, wie lange die aktuelle Bereifung schon am Fahrzeug ist.

Inspektionen durchführen

Wenn Sie mit dem Zustand Ihres Wohnmobile oder Wohnwagens zufrieden sind, dann sollte es der Werkstattmeister und TÜV-Prüfer eigentlich auch sein. Jetzt, vor dem Start der Campingsaison ist ein guter Zeitpunkt, das Fahrzeug zur Durchsicht anzumelden. Schauen Sie nach, ob die Hauptuntersuchung fällig ist und die Prüfung der Gasanlage. Ist das Wohnmobil oder der Wohnwagen in der Werkstatt, könnten Sie auch gleich einige technische Verbesserungen durchführen lassen. Wenn Sie zum Beispiel den Säurestand der Aufbaubatterie prüfen mussten, wäre der Einbau einer modernen Gel- oder AGM Batterie zu Überlegen. Details dazu finden Sie hier: Bordbatterie im Wohnmobil. Auch der Einbau moderner LED-Beleuchtung zahlt sich auf lange Sicht aus.

Reiseplanung

Sie haben sich sicherlich schon den ganzen Winter Gedanken über diesjährige Reiseziele gemacht. Aber jetzt, zum Start der Campingsaison, wenn Ihr Fahrzeug duftig-sauber und technisch einwandfrei vor Ihnen steht, nimmt die Planung sicherlich Fahrt auf. Ostern und Pfingsten sind traditionell die ersten „großen“ Reisetermine im Jahr. Jetzt ist die Gelegenheit, über Reiseziele nachzudenken, und über den Weg dorthin. Viele tolle Reiseangebote, auch Last-Minute und Sonderangebote finden Sie bei Eurocamp.

Campingführer

Sie haben sicherlich Ihre bewährte Methode, Ihrer Reiseziele, Camping- oder Stellplätze zu finden. Trotzdem lohnt es sich nachzusehen, ob vielleicht in diesem Jahr der alte Campinführer ersetzt werden muss. Außerdem lohnt sich immer ein Blick in den App-Store von Apple oder Google, da es eine gewaltige Anzahl von Apps für das Smartphone gibt, die versprechen, genau so gut zu sein wie jedes Buch. Wir nutzen meist das Buch (bei uns ist es der ADAC Campingführer) und die dazugehörige Landkarte, um einen Überblick über mögliche Stellplätze im Zielgebiet zu bekommen. Unterwegs ist das Smartphone praktischer. Es gibt Apps, die Campingplätze in der Nähe des aktuellen Standortes anzeigen. Damit ist es ganz einfach, eine Platz für eine Nacht zu finden, von dem aus es dann am nächsten Tag weitergehen kann.

Schreiben Sie doch unten einen Kommentar, was für Sie am praktischsten und einfachsten ist!

Umweltzonen und Vignetten

Wir reisen am liebsten in fremde Länder. Und wie heißt es so treffend? „Andere Länder, andere Sitten.“ Und auch andere Regeln. Zum Beispiel Regeln für das Fahren auf Autobahnen, in Innenstädten und Ballungsräumen. Wir reden von Maut, Autobahnvignetten und Umweltzonen. Da sich diese bekanntlich häufig ändern, lohnt es sich, hier ständig am Ball zu bleiben und sich zu informieren. Mißachtung dieser Regeln kann empfindliche Konsequenzen haben. Es liegt in Ihrer Verantwortung als Fahrzeuglenker, diese Regeln zu beachten. Das gilt übrigens auch, wenn Sie ein Fahrzeug mieten. Und nur weil Ihr Wohnmobil oder Ihr Zugfahrzeug in Deutschland eine grüne Plakette bekommt, heißt es noch nicht, dass es im Ausland in alle Zonen einfahren darf.

Eine gute Übersicht finden Sie beim ADAC oder zum Beispiel hier: https://de.camperstyle.net/maut-und-vignetten-in-europa-regelungen-kosten/.

Dieselfahrverbot

Das Thema „Dieselfahrverbot“ ist in den letzten Wochen aufgekommen, das die Justiz den Weg dafür frei gemacht hat. Riesig groß war die Empörung. Doch bleiben wir mal entspannt, und überlegen, was jetzt eigentlich passiert ist. Die Richter haben lediglich bestätigt, das Städte und Gemeinden das Recht haben, für bestimmte Fahrzeuge ein Fahrverbot auszusprechen, wenn Sie keine andere Möglichkeit sehen, bestimmte Schadstoffwerte in der Luft in den Griff zu bekommen. Die Richter haben nicht verboten, einen Diesel zu fahren. Und viele Städte haben schon angekündigt, dass sie von diesem Recht nicht oder kaum Gebrauch machen wollen. und außerdem, wer fährt schon zum Camping in die Innenstadt von Berlin oder München.

Meiner Meinung nach sollte man sich über das „Dieselfahrverbot“ nicht so sehr den Kopf zerbrechen. Falls es wirklich irgendwann irgendwo zur Anwendung kommen sollte, wird es viele von uns nicht oder kaum betreffen.

 

Sicherheit im Wohnmobil

Urlaub – die schönste Zeit des Jahres. Sie träumen von fernen Ländern, netten Menschen, tollen Erlebnissen und von Ruhe und Entspannung. Die Vorfreude macht fast genau so viel Spaß, wie die Reise selbst. Wenn da nicht die Frage nach der Sicherheit im Wohnmobil wäre. Was ist, wenn eingebrochen wird? Wenn Ihre Sachen gestohlen werden? Wie können Sie sich davor schützen?

Sicherheit im Wohnmobil – worüber reden wir hier?

Für diesen Artikel möchte ich mich auf einen Aspekt konzentrieren: Fremde dringen in das Wohnmobil ein und entwenden persönliche Gegenstände.  Wie kann ich Einbrecher abschrecken, abhalten oder gar nicht erst anlocken. Hier soll es nicht um Fahrsicherheit, ESP oder Crashtest gehen. Das überlasse ich besser dem ADAC.

Verhaltensregeln

Den besten Schutz gegen Einbrecher bildet immer noch der eigene Kopf. Wenn Sie überlegen und sich entsprechend vorsichtig verhalten, reduzieren Sie das Risiko eines Einbruches oder Diebstahles deutlich.

Den Platz zur Übernachtung sorgfältig wählen

Vor allen Dingen an den großen Reisetagen, also zu Beginn und zum Ende des Urlaubes fährt man häufig zwei Tage oder länger. Zwischendurch übernachtet man, wo es sich gerade anbietet. Ist ja kein Problem mit einem Wohnmobil. Richtig?

Einfach auf einem Autobahnparkplatz zu übernachten gehört sicherlich zu den riskantesten Dingen, die Sie während  Ihrer Reise tun können. Ein solcher Rastplatz ist ein Tatort mit perfekter Verkehrsanbindung. Das zwielichtiges Gesindel fährt im Auto vor, begeht den Einbruch und verschwindet wieder. Niemandem fällt ihr Kommen und Gehen auf, da auf einem Parkplatz ständig etwas los ist – auch in der Nacht. Auf Horrorgeschichten von Gaseinleitung ins Fahrzeug, um die Insassen zu betäuben, will ich hier gar nicht eingehen.

Viel besser ist es, einfach von der Autobahn abzufahren, einen Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz anzusteuern oder zur Not in einer ruhigen Ortschaft einen Platz am Straßenrand zu finden. In einer fremden Gegend sollten Sie sich den Schlafplatz allerdings bei Tageslicht ansehen, um sich zu orientieren und und die Lage beurteilen zu können. Und wenn Ihnen irgend etwas Unbehagen verursacht – fahren Sie besser weiter.

Egal wo Sie unterwegs übernachten, Fenster und Türen sollten zu bleiben. Frischluft kommt durch das Dachfenster.

Im „Fluchtmodus“ schlafen

Wenn Sie unterwegs nicht auf einem Camping- oder Stellplatz übernachten, empfiehlt es sich, alles für einen überstürzten Aufbruch vorzubereiten. Das heißt die Sitze sind wieder in die Fahrtposition gedreht und mindestens der Fahrersitz ist frei. Im Bett hat man die Zündschlüssel und ein Telefon griffbereit. Campingtisch und Stühle sind wieder verräumt und im Innenraum ist alles so verstaut, das man wenigstens ein paar Kilometer fahren kann.

Wertgegenstände an unüblichen Stellen unterbringen

Egal ob Reisetag oder Urlaubstag, Wertgegenstände sollten Sie immer an Stellen unterbringen, an denen ein Langfinger sie nicht erwarten würde. Es gibt unzählige clevere Tipps im Internet, wo man eine Geldbörse verstecken kann. Ob in einer Keksdose im Küchenschrank, am Grunde einer Müslipackung, zwischen der Schmutzwäsche. Wichtig ist nur, daß die Sachen nicht offen herum liegen oder in den Schränke aufbewahrt werden, die am wahrscheinlichsten für solche Dinge sind. Ich persönlich habe immer eine ausrangierte Geldbörse mit einer abgelaufenen Kreditkarte, ein oder zwei anderen unwichtigen Karten (Bibliothekskarte oder Fitnesstudio) und Bargeld in irgendeiner Fremdwärung rumzuliegen. Einen solchen Köder schnappen sich Diebe und fangen nicht an zu suchen.

Kopien aller wichtigen Papiere

Alle wichtigen Papiere sollten Sie zu Hause schon einscannen und z.B. in Ihre Dropbox hochladen. So hat man im schlimmsten Fall auch im Ausland immer wenigstens eine Kopie seiner Papiere griffbereit. Sie sollten allerdings das Passwort wirklich auswendig wissen und nicht auf einem Zettel im Portmonnaie aufbewahren. Manche Zeitgenossen gehen sogar so weit, die Originale zu Hause zu lassen und nur mit Kopien zu reisen.

Einkaufen im Supermarkt

Auf Parkplätzen vor Supermärkten wird am helllichten Tage häufiger in Fahrzeuge eingebrochen als in der Nacht auf irgendeinem anderen Platz. Beim Einkaufen sollte also immer jemand im Fahrzeug bleiben.

Hilfsbereitschaft?

Eine der ältesten Maschen der Trickbetrüger funktioniert heute immer noch bestens. Sie werden aus dem Fahrzeug gelockt, indem man Ihre Hilfsbereitschaft ausnutzt. Sei es, das die Betrüger eine Panne an ihrem Fahrzeug vortäuschen, oder mit einer Landkarte wedeln und damit so tun, als wollten Sie nach dem Weg fragen. Und wenn Sie dann arglos Ihr Fahrzeug verlassen haben und sich ganz auf die „hilfsbedürftige“ Person konzentrieren, schleicht hinter Ihrem Rücken ein Komplize in Ihr Auto oder Wohnmobil. Also: immer abschließen, auch wenn man nur kurz aussteigt.

Mit dem Bus fahren

auch, wenn Sie einen VW-Transporter Ihr eigen nennen. Lassen Sie Ihr Wohnmobil lieber auf dem Campingplatz, unter Aufsicht der Nachbarn, mit denen Sie sich hoffentlich angefreundet haben. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel für Ihre Tagesausflüge.

Technische Maßnahmen

Es gibt eine Reihe mehr oder weniger Umbauten oder Erweiterungen, die die Sicherheit im Wohnmobil erhöhen sollen. Ich möchte Hier ganz bewußt kein Produkt empfehlen oder besonders hervorheben. Entscheiden Sie für sich selbst, ob diese Produkte Ihr Sicherheitsgefühl erhöhen. Denken Sie aber daran: Mit kaum einer anderen Emotion lassen sich bessere Geschäfte machen, als mit der Angst.

  • lassen Sie einen Safe einbauen. Es gibt im Zubehörhandel spezielle Tresore für Reisemobile. Darin lassen sich die Papiere, Bargeld und kleine Wertgegenstände hervorragend und vor allen Dingen sicher unterbringen.
  • Knackerschreck. Diese etwas eigentümlich anmutende Konstruktion soll das Öffnen der Türen verhindern und kann optional auch das Lenkrad blockieren.
  • Sicherheitsprofile für Aufbautüren und Fenster. Durch Einbau einiger kleiner Metallprofile soll das unbefugte Öffnen der Aufbaufenster von außen verhindert werden.
  • Alarmanlage. Bei allen großen Versandhäusern gibt es mobile Alarmanlagen zu kaufen. Diese basieren auf Bewegungsmeldern. Wenn also jemand in Ihrem Reisefahrzeug umherläuft, wird ein lautstarker Alarm ausgelöst.
  • Gaswarngeräte: Wer an Überfälle auf Camper mittels Narkosegas glaubt, dem werden sicherlich solche Warngeräte ein besseres Gefühl geben.
  • Zusatzschlösser: Es ist möglich, sowohl die Aufbautür als auch die Fahrzeugtüren mit zusätzlichen Schlössern zu sichern. Dies erschwert es Einbrechern deutlich. Man kann davon ausgehen, das sich böse Wichte bestens mit der Konstruktion der Türen eines Fiat Ducato auskennen. Mit zusätzlichen Schlössern eventuell nicht.
  • Hunde Imitator. Es gibt kleine elektrische Geräte, die die Geräusche von Hunden nachahmen. Wer keinen eigenen Hund mit auf Reisen nimmt, kann auf diese Art und Weise für etwas Abschreckung sorgen.

Schlußbemerkung

Absolute Sicherheit im Wohnmobil gibt es nicht. Das sollte jedem klar sein. Durch gesunden Menschenverstand und eventuell die eine oder andere technische Veränderung können Sie aber das Risiko deutlich reduzieren, Opfer eines Diebstahls zu werden.

 

Wohnmobil beladen

Endlich ist es soweit. In ein paar Tagen geht es los. Mit dem Wohnmobil in den Urlaub. Aber vorher müssen Sie das Wohnmobil beladen. Alles, was man im Urlaub brauchen könnte, muß mit. Das Schlauchboot und die Wanderstiefel, ein ordentlicher Vorrat vom Lieblingsessen (wer weiß schon, ob es woanders so gut schmeckt?), genug Trinkwasser sowieso. Man weiß ja nie, was einen am Urlaubsort so erwartet. Gut, das so ein Wohnmobil reichlich Stauraum bieten: eine große Heckgarage, Hängeschränke oben ganz rum und dann noch die vielen Schränke in der Küche.

So geht es natürlich nicht. Auf diese Art riskiert man, gleich zwei Fehler zu machen: Erstens: das Fahrzeug zu überladen, also das zulässige Gesamtgewicht zu überschreiten. Das kann teure Folgen haben, wenn man in eine Polizeikontrolle gerät. In der Ferienzeit werden ganz zielgerichtet Wohnwagen und Wohnmobile kontrolliert. Und dabei gewogen. Zweitens: den Schwerpunkt des Campers zu sehr zu verschieben.

Das zulässige Gesamtgewicht

Leergewicht und zulässiges Gesamtgewicht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1

Das zulässige Gesamtgewicht, oder die zulässige Gesamtmasse bezeichnet die Summe aus Leergewicht und maximaler Zuladung eines Fahrzeuges. Um diesen Wert herauszufinden, genügt ein Blick in die Papiere. Im Feld F.2 steht es. Wird noch ein Anhänger mitgeführt, wird sein zulässiges Gesamtgewicht addiert. Lesen Sie hier für weitere Informationen über die zulässige Anhängelast. Das Leergewicht steht ebenfalls in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt G. Unter Leergewicht versteht man das Eigengewicht des Wohnmobils, eines Fahrers sowie Tanks (Wasser und Treibstoff zu 90 Prozent gefüllt). Bei meinem Wohnmobil sind das 3155 kg Leergewicht und 3500 kg zulässige Gesamtgewicht. Das bedeutet für mich, das ich noch 3500 – 3155 = 345 kg zuladen darf. Oder 345 kg anhängen. Überschreite ich diese Werte, spricht man von Überladung. Und das kann teuer werden: 20% Überladung kosten 95€ und einen Punkt in Flensburg. Im Ausland drohen teils empfindlich höhere Strafen – bis hin zum Fahrverbot.

Außerdem gilt es die Führerscheinklasse zu beachten. Mit einer Fahrerlaubnis Klasse B darf gar kein schwereres Fahrzeug bewegt werden. Ein größeres, schwereres Wohnmobil wäre ein LKW und erfordert einen Führerschein der Klasse C. Das bringt aber eine ganze Reihe weiterer Einschränkungen mit sich: Mautpflicht, Sonntagsfahrverbot, höhere Tarife auf Fähren usw.

Ein Wohnmobil beladen – aber richtig

Beim zweiten Problem, das bereits angedeutet wurde, geht es darum, wie man sein Wohnmobil beladen sollte. Macht man es falsch, hat das gravierende Folgen für die Verkehrssicherheit und das Fahrverhalten des Fahrzeuges. Denn im schlimmsten Fall überschreitet man Achslasten und beeinträchtigt die Traktion und das Bremsverhalten. All das ist schwerwiegender als bei einem normalen PKW (was nicht heißt, das es hier nicht auch problematisch ist), da der Camper locker noch mal eine Tonne mehr wiegt.

Wie macht man es nun richtig? Ziel soll es sein, das Fahrzeug gleichmäßig zu beladen – sowohl vorne/hinten als auch links/rechts.

  • Unten schwer, oben leicht. Auf diese Art bleibt der Schwerpunkt des Fahrzeuges tief. Das wird sich positiv auf das Fahrverhalten auswirken – besonders bei Kurvenfahrten – da das Wohnmobil nicht so sehr zum kippen neigt.
  • Richtig schwere Dinge gehören in Staukästen unter Sitzgruppen oder in Schränke in Bodennähe
  • Leichte Dinge, z.B. Kleidung kommt in die Hängeschränke
  • Große, sperrige Gegenstände finden Platz in der Heckgarage
  • In unmittelbare Nähe des Kühlschranks (ca. 30 kg) sollte nicht zuviel Gewicht eingeladen werden. Die Belastung des Bodens könnte sonst in der Küche etwas zu hoch werden.
  • Vorsicht bei Fahrradträgern. Diese sind gaaaaanz weit hinten. Hier wird das Hebelgesetz unser Feind. Beispiel: Der Der Fahrradträger befindet sich 2m hinter der Hinterachse. Der Radstand des Fahrzeuges ist 4m. Jetzt wollen wir Fahrräder für die ganze Familie aufladen. Sagen wir mal 50kg. Hier die Rechnung: 200 cm * 50 kg / 400 cm = 25 kg. Um diese 25 kg wird die Vorderachse ent- und die Hinterachse zusätzlich belastet. Bei einem Wohnmobil mit so langem Hecküberstand sollte man besser keine Motorroller oder ähnlich schwere Dinge mitnehmen.

Wohnmobil wiegen

Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie Ihr Wohnmobil wiegen. Am besten packen Sie die ganze Reiseausrüstung und die ganze Familie ein und fahren damit zu einer Fahrzeugwaage. Die gibt es beim TÜV; Baustoff- und Schrotthändler bzw. Recyclinghöfe haben häufig auch eine. Im Zweifel gibt sicherlich die Polizei Auskunft, wo eine Waage zu finden ist, deren Ergebnisse auch die Ordnungshüter akzeptieren. Vor Ort fahren Sie mit dem gesamte Fahrzeug auf die Waage, nur mit der Vorder- und nur mit der Hinterachse. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit der Zulassungsbescheinigung. Auch das maximale Gewicht, das auf den Achsen lasten darf, ist dort zu finden (Punkt 7).

Tipps zum Gewicht sparen

Jetzt haben Sie die Angaben der Waage. Höchstwahrscheinlich müssen Sie Ihrem Wohnmobil eine kleine Schlankheitskur verordnen. Viele Faktoren können Sie nicht mehr beeinflussen. Die liegen in den Händen des Herstellers. Aber einige einfache Dinge beim Wohnmobil beladen kann man schon beachten, um mit weniger Gewicht unterwegs zu sein:

  • Wasser sparen. Der Wassertank muß während der Fahrt nicht voll sein. Ganz im Gegenteil. Nehmen Sie nur so viel mit, wie Sie unterwegs brauchen. Die meiste Zeit fahren Sie ja. Und in den Pausen kocht man vielleicht einen Kaffee oder benutzt die Toilette. Dafür reicht eigentlich eine kleine Pfütze am Boden des Wassertanks. Am Zielort angekommen, wird dann vollgetankt. Das spart locker mal 70 kg.
  • Abwassertank entleeren. Machen Sie es sich zur Angewohnheit, immer vor Fahrtantritt den Wassertank zu entleeren. Schmutzwasser muß man nun wirklich nicht durch die Gegend fahren.
  • Getränke. Man muß nicht zu Hause schon Getränke für 14 Tage Urlaub einpacken. Vor Ort kann man genau so gut einkaufen, wie zu Hause. Wer weiß, vielleicht entdeckt man eine lokale Spezialität. Versuchen Sie, Glasflaschen zu vermeiden. Kunststofflaschen oder Tetrapacks sind viel leichter.
  • Lebensmittel. Auch hier gilt: Nehmen Sie nur so viel mit, wie während der Fahrt gebraucht wird. Achten Sie schon beim Einkauf mehr auf das Gewicht als auf den Geschmack. Ein Festessen aus Tütensuppen zu machen ist zwar schwer, dafür sind aber die Tüten leicht.
  • Gasflaschen: Eine herkömmliche Gasflasche aus Stahl (die roten oder grauen) wiegt ungefähr 10 kg. Es gibt aber auch Flaschen aus Aluminium. Die sind deutlich teurer, aber wiegen dafür auch nur ca. 5 kg. In beiden Fällen kommt natürlich noch das Gewicht des Gases hinzu – also meißt 11 kg. Überlegen Sie also, ob Sie nicht den Flaschentyp wechseln. Überlegen Sie weiterhin, ob Sie wirklich zwei große, volle Gasflaschen brauchen. Vor allen Dingen im Sommer, wenn nicht geheizt werden muß. Das ist Gas nur für die Warmwasserzubereitung und das Kochen nötig. Eventuell kommen Sie ja auch mit nur einer kleinen Flasche (5kg Füllmenge) aus.
  • Überlegen und dann Wohnmobil beladen. Machen Sie sich Gedanken, welche Dinge wirklich mitgenommen werden müssen, und welche nur dabei sind, damit man auf alle Eventualitäten vorbereitet ist. Möglicherweise hilft unsere Checkliste.
  • Fahrräder mieten, statt sie mitzunehmen. Ein normales Fahrrad wiegt ungefähr 15 kg, ein E-Bike mehr als 25 kg. Kinderräder etwas weniger. Da kommen schnell 50 kg zusammen. Außerdem sind die Räder sehr ungünstig platziert (siehe oben) und werden schnell mal zerkratzt oder beschädigt. Wie wäre es, die eigenen Fahrräder daheim zu lassen und statt dessen vor Ort welche zu mieten?

Richtig beladen und immer noch zu schwer?

Obwohl Sie Ihr Wohnmobil richtig beladen haben und alle unnötigen Gegenstände ausgeladen haben ist Ihr Wohnmobil immer noch zu schwer? Jetzt wird es kompliziert. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten. Sie können das Leergewicht reduzieren oder das zulässige Gesamtgewicht erhöhen. Beides erfordert bauliche Veränderungen am Wohnmobil, die nicht einfach mal so gemacht sind, sondern gut durchdacht werden sollte. Sie könnten die Klimaanlage entfernen lassen oder die Markise. Die zulässige Gesamtmasse kann durch Austausch einzelner Komponenten des Fahrwerks erhöht werden. Also z.B. Stoßdämpfer, Bremsen, Federung. Dies ist nur was für Spezialisten. Finden Sie eine Spezialwerkstatt, die sich mit dem Auflasten von Wohnmobilen wirklich auskennen und lassen Sie sich ausführlich beraten. Dort wird man Sie bestimmt auch darauf hinweisen, das dieses Wohnmobil dann nicht mehr mit einem Führerschein der Klasse B gefahren werden darf. Gut, wer noch eine alte Klasse 3 Fahrerlaubnis hat.

Zusammenfassung

Jetzt wissen Sie, richtiges Wohnmobil beladen ist keine Wissenschaft, wohl aber eine kleine Kunst. Die vielen Staumöglichkeiten im Wohnmobil verführen, viel mitzunehmen. Packen Sie mit Herz und Verstand. In diesem Sinne: Gute Fahrt und einen schönen Urlaub.

 

Wohnmobilurlaub mit Kleinkind

Wohnmobilurlaub mit Kleinkind – geht das überhaupt?

Na klar! Hier einige Tipps für Sie und Ihren Zwerg.

Schränke gesichert lassen

Kinder wollen die Welt um sich herum entdecken. Ganz besonders, wenn es eine neue und unbekannte Welt ist. Wie zum Beispiel das rollende Heim. Doch wir Eltern müssen den Forscherdrang ein wenig lenken und kontrollieren. Sei es das Schubfach mit dem scharfen Messer oder der Schrank mit den Süßigkeit – mache Dinge sind (noch) Tabu für kleine Entdecker. Glücklicherweise ist es im Wohnmobil sogar einfacher als in der heimischen Küche.

Schranktüren und Schubkästen haben Griffe, die gleichzeitig auch Verschlüsse sind. Normalerweise sichert man sie während der Fahrt, damit der Inhalt drinnen bleibt, und entsichert sie, wenn man angekommen ist. Die meisten Kleinkinder können diese Sicherung nicht öffnen und somit bleibt der Schrank zu. Und außerdem gibt es ja auch noch die Oberschränke. Die sind noch für lange Zeit außerhalb der Reichweite.

Einen Schrank „opfern“

Sowohl unsere „Große“ damals, als auch unser Zwerg heute hatten bzw. haben leidenschaftlich gern ihre Finger in allen Küchenschränken. Nachdem wir ungefähr tausend mal aufgeräumt hatten, einige Scherben in den Müll warfen und unpraktische Schlösser wieder aufgaben, haben wir uns den Tatsachen gebeugt, und den Kindern eine Schrank überlassen. Einige wenige Töpfe, Plastikdosen, Kuchenförmchen aus Kunststoff und einen Holzlöffel zum Trommeln reichten aus, um die Kinder zu beschäftigen und sie von den übrigen Schränken fern zu halten. Und genau so machen wir es bis heute im Wohnmobil. Der Inhalt wird gelegentlich leicht geändert, damit es spannend bleibt. Und wir akzeptieren den einen oder anderen Legostein im Suppentopf.

Einen Wickeltisch improvisieren

Niemand muß einen Wickeltisch mit in den Urlaub schleppen. Eine wasserdichte Wickelunterlage, einige Waschlappen und eine Waschschüssel (Wenn der Platz knapp ist: es gibt sogar welche zum Zusammenklappen oder Aufpusten) reichen, um einen vollwertigen Ersatz auf dem Bett zu schaffen. Bei aktuellen Fahrzeugen haben diese sogar noch eine angenehme Arbeitshöhe. Unser Kleiner findet diesen Platz super, liegt er doch genau unter einem Dachfenster und gibt den Blick auf den Himmel frei. Es geht auch auf dem Tisch, wenn man z.B. eine Decke darunter legt.

Sicher und Entspannt schlafen

Zu Hause hat Ihr Kleinkind ein Gitterbettchen. Das kann man natürlich nicht mitnehmen. Manche Wohnanhänger und Wohnmobile haben schon ab Werk Kinderbetten mit einem Gitter davor. Wenn dies nicht der Fall ist, kann man Gitter unter die Matratze klemmen, um das Kind am herausfallen zu hindern.

Normale Betten sind viel zu groß für Kleinkinder. Sie rollen und rutschen die ganze Nacht hin und her, um eine gemütliche Lage zu finden. Sie suchen eine Wand, die ihnen Sicherheit und Orientierung gibt. Eigentlich sind Kleinkinder wie Vögel im Nest – sie lieben es eng und kuschelig. Also verkleinern wir das Bett unseres Sohnes mit einer Reisetasche mit Kleidung oder Polstern von Sitzgruppen, die zu Schlafgelegenheiten umgebaut werden. Und wir versuchen zu verhindern, daß er direkt an die Außenwand rollt. Denn dort ist es Nachts meist besonders kühl.

Auto-Kindersitz am Tisch

Einen Kindersitz für das Auto haben Sie ja sowieso dabei. Also kann man ihn auch gleich am Tisch benutzen, indem man ihn einfach auf einen Stuhl bzw. Sitzbank stellt. Dadurch sitzt das Kind auch höher und gelangt an den Tisch, wenn es schon selbst isst. Gut auch, daß diese Sitze leicht zu reinigen sind – einfach Bezug ab und in die Waschmaschine damit.

Fahrradanhänger statt Kinderwagen

Für Kleinkinder braucht man eigentlich immer einen Kinderwagen bzw. eine Sportkarre. Besonders empfehlenswert sind natürlich Modelle, die man besonders klein Zusammenklappen kann.

Wir nehmen immer einen Fahradanhänger mit. Den kann man schieben wie einen Kinderwagen, kann ihn ans Fahrrad hängen für längere Ausflüge und man kann ihn zum Einkaufen nutzen. Ohne Kind ist auch ein Kasten Bier kein Problem. Man kann ihn führ die Fahrt klein zusammenlegen, und Nachts schieben wir ihn einfach unter das Wohnmobil.

Wohnmobilurlaub mit Kleinkind? Kein Problem!

Sie sehen, auch mit einem Kleinkind kann man einfach und entspannt Wohnmobilurlaub genießen. Welche Tipps und Tricks haben Sie? Lassen Sie es uns wissen – in den Kommentaren.

 

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