Wohnmobile Oberhavel
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Category Archives for Für Wohnmobilbesitzer

Wohnmobil Wintercamping

4 Möglichkeiten, die Wohnmobil Batterie zu überwintern

Sie lieben Ihr Wohnmobil – es war bei vielen schönen, unvergesslichen Augenblicken dabei. Vielleicht haben Sie dem Fahrzeug ja sogar einen Namen gegeben. Wie einem Familienmitglied.  Doch jetzt kommt der Winter, es wird kalt. Bei Ihren Kindern und Enkeln sorgen Sie sich um Grippe und Schnupfen. Auch Ihr Wohnmobil wollen Sie so gut wie möglich durch den Winter bringen. Sie möchten ja im nächsten Frühjahr wieder zu großartigen Reisen aufbrechen.

4 Möglichkeiten, die Wohnmobil Batterie zu überwintern, ohne dass sie Schaden nimmt

Sie machen sich Gedanken, wie Sie Ihr Wohnmobil am besten durch den Winter bringen. Sie erkundigen sich, Sie lesen im Internet nach, unterhalten sich mit anderen Campen, folgen aufmerksam jedem Post bei Facebook… Na, klar. Wasser ablassen, es soll ja nichts kaputt frieren, die Polster hochstellen, damit sie nicht feucht werden. Das wissen Sie eigentlich auch selbst. Dafür brauchen Sie keinen Rat.

Aber was ist mit der Batterie? Da hat jeder seine eigene Meinung. Oft widersprechen sich die Ratschläge sogar. Das hilft Ihnen gar nicht weiter. Schimmelflecken oder geplatzte Leitungen sind eindeutig.  Der Batterie können Sie aber nicht ansehen, ob sie den Winter gut überstanden hat. Wenn Sie alles richtig machen, funktioniert sie wie am ersten Tag. Wenn Sie die Wohnmobil Batterie im Winter aber falsch behandeln, wird sie Schaden nehmen. Im schlimmsten Fall muss sie kostspielig ersetzt werden.

Was ist das Problem mit Wohnmobil Batterie im Winter?

Damit eine Wohnmobil Batterie keinen Schaden nimmt, damit Sie also lange Zeit Freude damit haben, darf eines auf gar keinen Fall passieren: die Batterie darf nicht zu sehr entladen werden. Man sagt, sie darf nicht Tiefentladen werden. Wenn dass passiert wird die Batterie innerlich geschädigt – sie verliert an Kapazität. Sie kann also nicht mehr so viel Strom speichern wie vorher. Sie merken das daran, dass die Lichter immer früher ausgehen. Dummerweise haben die Batterien in unseren Wohnmobilen die unangenehme Eigenschaft, von selbst Strom zu verlieren. Wie aus einem Eimer, der ein Loch hat. Aus dem einen tropft Wasser heraus, bis er leer ist. Die andere verliert elektrische Ladung durch chemische Prozesse in ihrem inneren. Bis sie – Sie haben es erraten – leer ist. Selbstentladung heißt dieser Vorgang (Wenn Sie mehr über die Batterie wissen wollen, lesen Sie hier weiter!).

In der kalten Jahreszeit kommen mehrere Faktoren zusammen, die die Selbstentladung der Batterie gefährlich werden lässt.

  • Bei kalten Temperaturen entladen sich Wohnmobil-Batterien schneller. (Wie übrigens alle Bleiakkus. So zum Beispiel auch die Startbatterie in einem PKW. Aus diesem Grund muss der ADAC im Winter viel häufiger Starthilfe geben als im Sommer)
  • Sie fahren Ihr Wohnmobile seltener. Vielleicht sogar von Oktober bis April nicht? Das sind 6 Monate, ein halbes Jahr. In dieser Zeit wird die Batterie nicht während der Fahrt aufgeladen. Die Selbstentladung also nicht kompensiert
  • Auch wenn es kein spezielles Winterproblem ist: Wussten Sie, dass immer noch Verbraucher Strom aus der Batterie entnehmen, selbst wenn Sie alles ausschalten? Der Frostwächter der Truma-Therme ist z.B. so ein Verbraucher, der immer an ist.

Wie Sie die Tiefentladung der Batterie verhindern können

Wie Sie gesehen haben, ist das Problem der Wohnmobil Batterie im Winter also, dass sie sich auf gar keinen Fall zu tief entladen darf. Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu verhindern:

  • Laden Sie die Batterie immer mal wieder auf.
  • Lagern Sie die Wohnmobil Batterie im Warmen
  • Installieren Sie eine Solaranlage
  • Reduzieren Sie die Entladung durch abklemmen der heimlichen Verbraucher

Da ich eine Wohnmobilvermietung betreibe und, wenn man so will, jedes Jahr mehrere Fahrzeuge „professionell“ überwintern muss, möchte ich Ihnen meine Meinung zu all diesen Möglichkeiten nennen.

1. Batterie abklemmen

Wohnmobile im Winterquartier

Wohnmobile im Winterquartier

Vor der Winterpause schließen Sie noch einmal für mindestens 24 Stunden den Landstrom an. Dadurch wird die Batterie noch einmal vollständig aufgeladen. Trennen Sie jetzt die Anschlusskabel von der Batterie. Dadurch sind alle, auch die heimlichen Verbraucher, stromlos und können die Batterie nicht mehr belasten. Sie sollten auf jeden Fall daran denken, den Frostwächter der Truma-Therme manuell zu öffnen, da er ohne Strom seine Aufgabe nicht erfüllen kann. Es wäre ja blöd, wenn Sie die Batterie retten aber statt dessen die Therme zerstören.

Diese Methode wird regelmäßig empfohlen, ich persönlich halte aber nicht viel davon: heimliche Verbraucher sind meiner Meinung nicht das größte Problem und gegen die kalten Temperaturen hilft Abklemmen auch nicht. Diese Methode nützt der Starterbatterie im Motor gar nichts.

2. Batterie ausbauen

Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, das ganze Wohnmobil in eine frostsichere Halle zu fahren, bringen Sie wenigstens die Batterie ins Warme. Auch in diesem Fall wird sie vorher vollständig aufgeladen.

Diese Methode finde ich recht elegant, weil sie keinen großen Aufwand erfordert und nichts kostet. Was mir weniger daran gefällt ist die Frage der Sicherheit. In vielen Wohnmobile sind die Batterien unter dem Fahrersitz verbaut – in recht engen Verhältnissen. Umgeben vom Sitzgestell aus Metall. Und dort soll ich jetzt mit einem Schraubenschlüssel an stromführenden Kabeln arbeiten? Denn stromlos machen geht nicht – eine Batterie hat nun mal keinen Schalter. Die Ströme, die bei einem Kurzschluss der Batterie fließen, können extrem hoch sein.

Auch hier bleibt die Starterbatterie sich selbst überlassen.

3. Solaranlage auf dem Wohnmobil

Nur für die Winterpause eine Solaranlage installieren zu lassen ist vielleicht etwas übertrieben. Wenn Sie aber sowieso schon da ist, kann sie gute Dienste leisten. Es sei denn, das Wohnmobil überwintert in einer Scheune oder es liegt Schnee auf dem Solarmodul.

Diese Methode ist mir zu unzuverlässig. Wenn aber Strom fließt, dann sollte er auch die Batterie im Motorraum am Leben halten.

4. Die Batterie im Wohnmobil belassen und regelmäßig aufladen

Wenn es die räumlichen Möglichkeiten hergeben ist das, meiner Meinung nach, die beste Möglichkeit, die Batterie im Wohnmobil im Winter zu behandeln. Entweder schließen Sie ca. alle 14 Tage für etwa 24 Stunden den Landstrom an, oder Sie lassen das Kabel gleich den ganzen Winter über angeschlossen. Das moderne Ladegerät im Wohnmobil sorgt dafür, dass die Batterie aufgeladen wird – mit dem für die Batterie optimalen Verfahren. Danach schaltet das Gerät auf Erhaltungsladung um, damit die Batterie auch voll bleibt. Besonders hochwertige Ladegeräte gönnen der Batterie auch noch so eine Art Wellnesskur, indem sie gelegentlich in den Modus Pulsladung umschalten. Das hält die Batterie besonders gut in Form.

Den Landstrom sollten Sie aber wirklich für längere Zeit angeschlossen lassen. Manchmal ließt man, alle zwei Wochen mal für 15 Minuten Strom ran, reicht. Das ist Unfug. Das Ladegerät braucht mehrere Stunden, um das komplette Ladeprogramm zu durchfahren. Und das sollten Sie Ihrer Batterie schon gönnen.

Auch in diesem Fall wird die Starterbatterie normalerweise ebenfalls gepflegt.

Zusammenfassung

Sie sehen also: viele Köpfe, viele Meinungen. Aber alle Ratschläge, wie Sie Ihre Batterie im Wohnmobil im Winter behandeln sollten, haben ein Ziel: eine Schädigung der Batterie durch Tiefentladung zu verhindern. Welche dieser Möglichkeiten Sie jetzt einsetzen, hängt von Ihren Möglichkeiten ab. Sicherlich kann auch eine Kombination oder gar etwas ganz anderes Sinnvoll sein.

Und nun liebe Camper: wie bringt Ihr die Wohnmobil Batterie durch den Winter? Teilt Eure Erfahrungen –  unten, in den Kommentaren!

Wintercamping - Schnee zu Ostern

Wintercamping – Tipps für das Reisen im Winter

Wintercamping liegt im Trend, wie die Zahlen der Campingplatzbetreiber zeigen. Doch Camping bei Eis und Schnee ist eine ganz andere Sache als im Sommer. Lesen Sie unsere Tipps für das Reisen mit dem Wohnmobil im Winter.

Richtige Planung

Wintercamping mit dem Wohnmobil erfordert etwas mehr Planung und Vorbereitung als im Sommer.

Wählen Sie Ihren Campingplatz sorgfältig aus. Ein Platz fürs Wintercamping bietet zum Beispiel folgendes:

  • Gasflaschentausch
  • Beheizte Aufbewahrungs- und Trockenräume für die Skiausrüstung und andere nasse Kleidung
  • Beheizte Aufenthaltsräume
  • Sauna (kein Muss, aber sehr angenehm)
  • Campingshop – für Lebensmittel, aber auch für Ausrüstungsgegenstände

Hier noch einige Empfehlungen für Campingplätze (nicht von mir).

Richtig Heizen

Damit es in Ihrem Wohnmobil im Winter richtig schön mollig warm wird, sollten Sie vor allen Dingen gründlich Lüften. Im Fahrzeug sammelt sich Feuchtigkeit: jeder Mensch atmet über Nacht ungefähr einen halben Liter Wasser aus, beim Verbrennen von Propangas (zum Kochen und Heizen) entsteht Wasserdampf und die nasse Kleidung soll ja auch noch trocknen.

Und diese Feuchtigkeit muss raus da, es sonst im Wohnmobil ungemütlich wird und sich sogar Schimmel bilden kann. Kalte Luft ist relativ trocken und kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als warme: das Erwärmen kalter Luft trocknet also das Wohnmobil. Aber Vorsicht: kühlt diese Luft wieder ab, schlägt sich die Feuchtigkeit als Wasser nieder.

Am Besten ist zweimal am Tag gründliches Stoßlüften: morgens, um die Feuchtigkeit der Nacht herauszubekommen, und abends, damit sich über Nacht, wenn es kühler wird, keine Feuchtigkeit niederschlagen kann.

Schutz vor Kälte

Beim Wintercamping spielt der Schutz vor der Kälte natürlich eine wichtige Rolle. Camping im Winter soll ja schließlich gemütlich sein. Leider haben Wohnmobile etlich Kältebrücken, an denen die Wärme wieder verschwindet:

  • bei manchen Fahrzeugen weht kalte Luft durch die Lüftung des Fahrzeuges herein (einfach auf Umluftbetrieb stellen, die Lüftungsöffnungen sind dann zu)
  • gerade bei Teilintegrierten ist das ganze Cockpit schlechter isoliert als der Wohnbereich (hier hilft häufig eine Decke oder ein Vorhang, den Sie zwischen Wohnbereich und Fahrerhaus aufhängen)
  • manchmal schließt die Aufbautür nicht richtig, so dass dort immer ein kalter Luftstrom hereinkommt – auch hier hilft eine Decke manchmal Wunder
  • An den Fenstern geht viel Wärme verloren, da sie keine richtigen Doppelfenster sind. Schließen Sie die Verdunklungsrollos, entsteht ein Luftpolster und damit eine Isolation.
  • Besorgen Sie sich Winterabdeckungen für die Luftöffnungen des Kühlschranks. An diesen riesigen Öffnungen geht viel Wärme verloren

Aber Vorsicht: Decken Sie nicht die Zwangs Be- und Entlüftungen ab. Luftzirkulation und Austausch sind wichtig (siehe oben).

Strom, Wasser, Gas

Beim Wintercamping verbrauchen Sie mehr Strom als im Sommer: es ist die dunkle Jahreszeit – Sie machen also das Licht an. Die Heizung läuft länger und deren elektrische Gebläse verbraucht Strom. Auf der anderen Seite wird eine Solaranlage – sofern Sie eine haben – längst nicht den selben Ertrag liefern, wie im Sommer. Aus diesen Gründen ist das Freistehen im Winter eher problematisch.

Beim Wasser müssen Sie aufpassen, dass es nicht einfriert. Je nachdem, ob es sich um ein wintertaugliches oder winterfestes Wohnmobil handelt, ist der Frischwassertank eventuell nicht im beheizten Raum untergebracht. Beim Abwasser ist es nicht ganz so problematisch: stellen Sie einen Eimer unter den Auslass und öffnen Sie den Hahn. Das Schmutzwasser friert zwar trotzdem – aber eben nicht in Ihrem Fahrzeug. Besonders leicht bekommen Sie den Eisklotz aus einem Eimer in konischer Form wieder heraus.

Kontrollieren Sie vor der Reise das Frostschutzventil der Therme! Dieses öffnet bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und lässt alles Wasser hinauslaufen. Das Ventil schließt aber nicht automatisch. Mir ist es schon passiert, dass ich am Abend vor der Abreise Frischwasser aufgefüllt habe und dieses Ventil im Laufe der Nacht geöffnet hat. Am nächsten Morgen stand ich also vor einem großen Eissee.

Gas benötigen Sie vor allem zum Heizen. Sie sollten also unbedingt einen ausreichenden Vorrat mitnehmen. Bei mir reicht eine 11kg-Gasflasche für ungefähr drei Tage, wenn ich ständig heize, und gelegentlich das Wasser erwärme. Das hängt natürlich vom Wohnmobil und den Wetterbedingungen ab. Erkundigen Sie sich am besten bevor Sie losfahren, ob und wo Sie am Zielort Gasflaschen tauschen können!

Fahren im Winter

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Zum Wintercamping sollten Sie nur auf Winterreifen oder Ganzjahresreifen fahren! Wenn Sie in die Berge möchten, sollten Sie Schneeketten dabei haben, und auch wissen, wie Sie damit umgehen. Beides ist gerade bei Mietfahrzeugen nicht in jedem Fall gegeben.

Denken Sie daran: ein Wohnmobil ist schwer und der Schwerpunkt liegt sehr weit oben. Beides macht das Fahren im Winter, auf nassen oder gar glatten Straßen schwieriger als im Sommer oder mit einem PKW.

Schnee auf dem Fahrzeug

Schnee auf dem Wohnmobil mag malerisch aussehen und manch einer von Ihnen denkt vielleicht, dass die weiße Pracht eine zusätzliche Isolation ist. Aber sobald Sie anfangen zu heizen, taut der Schnee an. Sobald es wieder kalt wird, entsteht Eis. Schnee und vor allen Dingen dieses Eis wird zu einem gefährlichen Geschoss, sobald Sie wieder fahren und sollte deshalb regelmäßig entfernt werden

Spezielle Ausrüstung

Zum Wintercamping sollten Sie einige Dinge mitnehmen, die man im Sommer nicht unbedingt braucht:

  • Einen Besen, um den Schnee vom Fahrzeug zu fegen
  • einen Eimer, um das Schmutzwasser aufzufangen
  • Schneeketten für die sichere Fahrt
  • Einen Schneeschieber, um dem Wohnmobil den Weg freizuschaufeln, wenn es wieder nach Hause geht
  • Einen Eiskratzer, am Besten mit langem Griff
  • Eine zusätzliche Gasflasche für die Heizung

Wintercamping? Na klar! Und nicht nur für alte Hasen

Im Laufe der Zeit und mit wachsender Erfahrung werden Sie herausfinden, worauf Sie bei Ihrem Wohnmobil achten sollten, welche Ausrüstung Sie mitnehmen müssen damit das Wintercamping für Sie zum Erfolg wird. Denn jeder von uns lernt bei jeder Fahrt etwas dazu – egal ob Anfänger oder „alter Hase“.

Wie sind Ihre Erfahrungen beim Campen in Eis und Schnee? Welche Tipps haben Sie? Lassen Sie es uns wissen: unten, in den Kommentaren!

Wohnmobile im Winter

Wintertauglich oder Winterfest?

Häufig ließt oder hört man, dass ein Wohnmobil Wintertauglich oder Winterfest ist. Aber was bedeutet das eigentlich? Was ist der Unterschied? (Übrigens: Hier gibt es Tipps zum Wintercamping)

Für die Antwort gibt es tatsächlich eine Europäische Norm. In DIN EN1646-1 (Bewohnbare Freizeitfahrzeuge – Motorcaravans – Teil 1: Anforderungen an den Wohnbereich hinsichtlich Gesundheit und Sicherheit), Kapitel 2 (Heizung) wird genau beschrieben, was damit gemeint ist.

Wintertauglich oder Winterfest nach EN1646-1

Wintertauglich nach Stufe 2 ist ein Wohnmobil, wenn sich durch die serienmäßige Heizung der Innenraum auf 20 Grad erwärmen lässt. Und zwar bei einer Außentemperatur von 0 Grad und innerhalb von 2 Stunden. Dabei ist es übrigens egal, ob das Frischwasser frostfrei bleibt oder nicht.

Winterfest nach Stufe 3 ist ein Wohnmobil, wenn es in den gleichen 2 Stunden 20 Grad erreicht, und zwar bei einer Außentemperatur von -15 Grad. Zusätzlich muss jetzt auch die Wasseranlage frostfrei bleiben und einwandfrei funktionieren.

Um diese Anforderungen zu erfüllen – besonders für Stufe 3 – bauen die Hersteller Wohnmobile mit zahlreichen Besonderheiten.

Wintertaugliche Wohnmobile

Wohnmobile die nach der oben genannten Stufe 2 wintertauglich sind, haben eine ausreichende Isolierung und natürlich eine Heizung. Zum heizen wird Propangas verbrannt und die warme Luft mit einem Gebläse im Fahrzeug verteilt. Die Isolierung besteht häufig aus ca. 3 cm dickem Styropor, das – von beiden Seiten mit Sperrholz beklebt – die Außenwände bildet.

Die größten Probleme bei „nur“ wintertauglichen Wohnmobilen sind die häufig nur bedingt frostfeste Wasseranlage, ein fußkalter Wohnraum und das sie bei Temperaturen unter 0 Grad nicht mehr mollig warm werden und schnell wieder auskühlen.

Winterfeste Wohnmobile

Fahrzeuge, die die Anforderungen der Stufe 3 erfüllen sollen, sind entsprechend anders aufgebaut. Die Isolation der Wände ist besser und häufig gibt es einen beheizbaren Doppelboden. Dadurch ist es in diesen Wohnmobilen nicht fußkalt und der Komfort entspricht fast einem Haus oder eine Wohnung mit Fußbodenheizung. Statt warmer Luft zirkuliert warmes Wasser. Dadurch wird auch noch Energie gespart – eine Gasflasche hält etwas länger.

Der Frisch- und Abwassertank befindet sich im Doppelboden und wird damit im Warmen – das Wasser friert also nicht ein. Dieser Doppelboden bietet auch noch zusätzlichen Stauraum.

Problematisch ist das Gewicht. Wohnmobile mit Doppelboden sind fast nie in der 3,5t Klasse zu finden. Zum Fahren benötigen Sie also einen LKW-Führerschein.

Sehr große Menschen können hier auch ihre Probleme bekommen, da der Doppelboden die Stehhöhe im Inneren verringert.

Winterfeste Wohnmobile sind teilweise deutlich teurer als wintertaugliche Fahrzeuge – bieten aber auch einen Mehrwert.

Wintertauglich oder Winterfest – was brauche ich?

Welches Wohnmobil Sie brauchen, hängt vor allem von Ihren Reisegewohnheiten ab. Wenn Sie mehrer Tage zum Skifahren möchte, dann ist sicherlich ein winterfestes Wohnmobil für Sie das Richtige.

Reisen Sie allerdings nur von Frühling bis Herbst und wollen auch mal eine Nacht mit Bodenfrost überstehen, dann reicht ein wintertaugliches Fahrzeug.

Übrigens: Unsere Mietfahrzeuge sind wintertauglich. Winterfeste Fahrzeuge bieten wir nicht an, da nicht jeder Mieter eine entsprechende Fahrerlaubnis hat.

Egal ob Ihr Fahrzeug wintertauglich oder -fest ist, bestimmt finden Sie unsere Wintercamping-Tipps hilfreich.

Wohnmobil im Frühling

Start der Campingsaison

So gelingt der Start der Campingsaison

Liebe Campingfreunde, bald ist es wieder soweit: der Start der Campingsaison steht unmittelbar bevor. Für viele Camper hat die Saison nie aufgehört, sie waren als Wintercamper unterwegs. Für alle anderen wird es Zeit, den geliebten Wohnwagen oder das Wohnmobil in Schuß zu bringen, und die nächsten Reisen zu Planen. Hier einige Gedanken, die beim Start helfen.

Fahrzeug auswintern

Bevor es losgehen kann, müssen wir unser Reisefahrzeug aus dem Winterschlaf wecken, und es Einsatzbereit machen. Wenn Sie eines unserer Wohnmobile mieten, entfällt dieser Punkt natürlich.  Sie können sicher sein, dass ihr Miet-Wohnmobil einsatzbereit und in hervorragendem Zustand ist. Sind Sie selbst Besitzer eines Wohnwagens oder eines Wohnmobiles, gibt es für Sie jetzt einiges zu tun.

Fahrzeug reinigen

Egal ob Scheune oder Straßenrand – ein Wohnwagen oder Wohnmobil zieht den Schmutz auf beinahe magische Weise an. So wollen wir natürlich nicht auf große oder kleine Fahrt gehen. Also: der Dreck muß weg. Aber bitte mit Vorsicht und Verstand. LKW Waschanlagen oder auch Hochdruckreiniger sind vielleicht verlockend, machen aber in Wirklichkeit mehr Schaden, als sie am Ende nützen. Unsere Wohnwagen oder Wohnmobile sind den scharfe Reinigungsmittel und harte Bürsten nicht gewachsen, da sie einen anderen, viel weicheren Lack als ein Auto haben und Scheiben aus Kunststoff, die sehr leicht zerkratzen.

Der Fachhandel bietet eine große Anzahl an Reinigungsmitteln an, die alle hervorragend auf die besonderen Materialien unserer Reisefahrzeuge abgestimmt sind und außerdem noch die Umwelt schonen. Gute Erfahrungen haben wir mit den Produkten von Certiman gemacht. Sie benötigen einen Eimer, Schwämme, Bürsten, Wasserabzieher und ein weiches Tuch für die empfindlichen Fensterscheiben. Und schon kann an einem Sonntag-Nachmittag Urlaubsvorfreude aufkommen. Bitte beachten Sie besonders das Dach. Gerade Fahrzeuge, die den Winter im Freien verbracht haben, sind von oben recht un­an­sehn­lich: schmieriger Dreck, Algen, ja manchmal sogar Moos sammeln sich dort und müssen weg. Bitte informieren Sie sich beim Hersteller oder Händler, ob Sie auf dem Dach herumlaufen können, oder ob alles von einer Leiter aus erledigt werden muss.

Im Innenbereich des Fahrzeuges sollte man möglichst auf Reinigungsmittel verzichten. Ein (leicht) feuchter Lappen sollte für die Holzoberflächen reichen. Lediglich im Bad und eventuell in der Küche kommen Reinigungszusätze zum Einsatz.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, die Trinkwasseranlage zu reinigen und zu desinfizieren. Anschließend gründlich lüften, um die Feuchtigkeit und den Winter-Mief aus dem Reisemobil heraus zu bekommen.

Auf Beschädigung prüfen

Wenn Sie jeden Zentimeter des Fahrzeuges von Hand reinigen, schonen Sie es nicht nur, sondern Sie können sich dabei auch alles genau ansehen und Beschädigungen finden.

  • Überprüfen der Wasser und Gasanlage auf Frostschäden.
  • Bei den Batterien gegebenenfalls der Säurestand kontrollieren und vollständig aufladen.
  • Wie sieht es mit Feuchtigkeit im Fahrzeug aus? Wenn die Polster muffig riechen, sind Sie häufig feucht geworden. Dem sollten Sie unbedingt auf den Grund gehen! Ist vielleicht die Luftzirkulation unterbrochen worden? Ein häufiges Problem, wenn „zum Schutz“ irgendwelche Planen im Herbst über das Fahrzeug gezogen wurden. Oder sind vielleicht die Dichtungsgummis an Fenstern, Türen und Dachlucken alt und brüchig?
  • Werfen Sie ruhig einmal einen Blick hinter die Lüftungsgitter des Kühlschranks. Blätter, Schmutz, tote Insekten, ja selbst eine Maus haben wir dort schon gefunden. Aber zum Glück noch nie Spuren von Wasser.
  • Alle Gummidichtungen an Fenstern und Türen sollten Sie jetzt überprüfen und mit Gummi-Pflegemittel behandeln.
  • Einen besonders kritischen Blick haben auch die Dachluken verdient: rissige oder verfärbte Luken sollten Sie austauschen lassen, da sie nicht mehr lange dicht bleiben werden.
  • Häufig findet man auch Wasser im inneren von Leuchten und Scheinwerfern. Spätestens, wenn Sie das nächste mal das Licht einschalten, werden die Leuchten hinüber sein.
  • Bei Wohnmobilen muss natürlich auch das Fahrzeug untersucht werden: Hat der Frost der Scheibenwaschanlage geschadet? Muss die Startbatterie nachgeladen werden? Sie hatten doch Winterdiesel im Tank, oder?
  • Werfen Sie auch einen Blick auf die Reifen! Überprüfen Sie die Profiltiefe, Flanken und Laufflächen auf Schäden, und versuchen Sie sich zu erinnern, wie lange die aktuelle Bereifung schon am Fahrzeug ist.

Inspektionen durchführen

Wenn Sie mit dem Zustand Ihres Wohnmobile oder Wohnwagens zufrieden sind, dann sollte es der Werkstattmeister und TÜV-Prüfer eigentlich auch sein. Jetzt, vor dem Start der Campingsaison ist ein guter Zeitpunkt, das Fahrzeug zur Durchsicht anzumelden. Schauen Sie nach, ob die Hauptuntersuchung fällig ist und die Prüfung der Gasanlage. Ist das Wohnmobil oder der Wohnwagen in der Werkstatt, könnten Sie auch gleich einige technische Verbesserungen durchführen lassen. Wenn Sie zum Beispiel den Säurestand der Aufbaubatterie prüfen mussten, wäre der Einbau einer modernen Gel- oder AGM Batterie zu Überlegen. Details dazu finden Sie hier: Bordbatterie im Wohnmobil. Auch der Einbau moderner LED-Beleuchtung zahlt sich auf lange Sicht aus.

Reiseplanung

Sie haben sich sicherlich schon den ganzen Winter Gedanken über diesjährige Reiseziele gemacht. Aber jetzt, zum Start der Campingsaison, wenn Ihr Fahrzeug duftig-sauber und technisch einwandfrei vor Ihnen steht, nimmt die Planung sicherlich Fahrt auf. Ostern und Pfingsten sind traditionell die ersten „großen“ Reisetermine im Jahr. Jetzt ist die Gelegenheit, über Reiseziele nachzudenken, und über den Weg dorthin. Viele tolle Reiseangebote, auch Last-Minute und Sonderangebote finden Sie bei Eurocamp.

Campingführer

Sie haben sicherlich Ihre bewährte Methode, Ihrer Reiseziele, Camping- oder Stellplätze zu finden. Trotzdem lohnt es sich nachzusehen, ob vielleicht in diesem Jahr der alte Campinführer ersetzt werden muss. Außerdem lohnt sich immer ein Blick in den App-Store von Apple oder Google, da es eine gewaltige Anzahl von Apps für das Smartphone gibt, die versprechen, genau so gut zu sein wie jedes Buch. Wir nutzen meist das Buch (bei uns ist es der ADAC Campingführer) und die dazugehörige Landkarte, um einen Überblick über mögliche Stellplätze im Zielgebiet zu bekommen. Unterwegs ist das Smartphone praktischer. Es gibt Apps, die Campingplätze in der Nähe des aktuellen Standortes anzeigen. Damit ist es ganz einfach, eine Platz für eine Nacht zu finden, von dem aus es dann am nächsten Tag weitergehen kann.

Schreiben Sie doch unten einen Kommentar, was für Sie am praktischsten und einfachsten ist!

Umweltzonen und Vignetten

Wir reisen am liebsten in fremde Länder. Und wie heißt es so treffend? „Andere Länder, andere Sitten.“ Und auch andere Regeln. Zum Beispiel Regeln für das Fahren auf Autobahnen, in Innenstädten und Ballungsräumen. Wir reden von Maut, Autobahnvignetten und Umweltzonen. Da sich diese bekanntlich häufig ändern, lohnt es sich, hier ständig am Ball zu bleiben und sich zu informieren. Mißachtung dieser Regeln kann empfindliche Konsequenzen haben. Es liegt in Ihrer Verantwortung als Fahrzeuglenker, diese Regeln zu beachten. Das gilt übrigens auch, wenn Sie ein Fahrzeug mieten. Und nur weil Ihr Wohnmobil oder Ihr Zugfahrzeug in Deutschland eine grüne Plakette bekommt, heißt es noch nicht, dass es im Ausland in alle Zonen einfahren darf.

Eine gute Übersicht finden Sie beim ADAC oder zum Beispiel hier: https://de.camperstyle.net/maut-und-vignetten-in-europa-regelungen-kosten/.

Dieselfahrverbot

Das Thema „Dieselfahrverbot“ ist in den letzten Wochen aufgekommen, als die Justiz den Weg dafür frei gemacht hat. Riesig groß war die Empörung. Doch bleiben wir mal entspannt, und überlegen, was jetzt eigentlich passiert ist. Die Richter haben lediglich bestätigt, das Städte und Gemeinden das Recht haben, für bestimmte Fahrzeuge ein Fahrverbot auszusprechen, wenn Sie keine andere Möglichkeit sehen, bestimmte Schadstoffwerte in der Luft in den Griff zu bekommen. Die Richter haben nicht verboten, einen Diesel zu fahren. Und viele Städte haben schon angekündigt, dass sie von diesem Recht nicht oder kaum Gebrauch machen wollen. und außerdem, wer fährt schon zum Camping in die Innenstadt von Berlin oder München.

Meiner Meinung nach sollte man sich über das „Dieselfahrverbot“ nicht so sehr den Kopf zerbrechen. Falls es wirklich irgendwann irgendwo zur Anwendung kommen sollte, wird es viele von uns nicht oder kaum betreffen.

Wohnmobil Elektrik

Hätten Sie es gewusst? So funktioniert die Elektrik im Wohnmobil

Unzählige Fragen in Camping Foren oder Facebook Posts zeigen: Bei kaum einem Thema gibt es so viele Fragen wie zu der Wohnmobil Elektrik. Es ist verständlich, dass sich so viele Wohnmobilisten mit der Wohnmobil Stromversorgung beschäftigen. Mit elektrischen Geräten oder kleineren Änderungen an der elektrischen Anlage läßt sich ein deutlicher Komfortgewinn im Wohnmobil erzielen. Da findet jemand im Baumarkt ein Sonderangebot für moderne LED-Leuchtmittel und möchte sie in seinem Wohnmobil einbauen. Jemand anders möchte seine Nähmaschine unterwegs benutzen. Wieder jemand anders möchte von der Stromversorgung des Campingplatzes unabhängig werden.

Bei keinem anderen Thema zeigt sich leider auch so viel (gefährliches) Unwissen, gepaart mit so viel Tatendrang, wie gerade bei der Wohnmobil Elektrik. Fast jeder denkt, daß er mal schnell irgendeine Elektro-Bastelei durchführen kann. Und leider denkt auch fast jeder, daß er dazu fachkundig Auskunft geben kann.

In diesem Artikel möchte ich einen Überblick über die Grundlagen der Stromversorgung im Wohnmobil bzw. Wohnwagen geben und die häufigsten Fragen, die ich in Foren und Posts gefunden habe, beantworten.

Niemand aber sollte vergessen, daß Elektriker nicht ohne Grund ein dreijähriger Ausbildungsberuf ist und dass Umbauten an der Stromversorgung im Wohnmobil wirklich nur etwas für Fachleute sind.

Grundlage der Elektrik

Bevor wir uns über all die Details im Wohnmobil unterhalten, möchte ich sicherstellen, dass wir alle über das Selbe sprechen. Wiederholen wir also die Grundlagen von Spannung, Stromstärke und Leistung (stark vereinfacht).

Die Spannung ist der Unterschied der elektrischen Ladung zwischen zwei Punkten – der Potentialunterschied (am verständlichsten ist das bei einer Batterie: die Spannung ist der Unterschied zwischen Plus und Minus). Damit ist die Spannung die Ursache des elektrischen Stromes. Das soll heißen, wo keine Spannung anliegt, kann auch kein Strom fließen. Die Spannung misst man in Volt – V. Das Formelzeichen ist U.

Die elektrische Stromstärke ist dabei die „Stärke“, mit der der Strom fließt bzw. die Geschwindigkeit, mit der sich die elektrische Ladung durch ein Kabel bewegt. Die Stromstärke wird in Ampere – A gemessen. Das Formelzeichen ist I.

Aus diesen beiden grundlegenden Größen ergeben sich weitere. Hier wollen wir nur über die elektrische Leistung sprechen. Darunter versteht man die Arbeit, die der elektrische Strom leistet. Also zum Beispiel eine Lampe leuchten oder einen Motor drehen zu lassen. Je höher die Leistung, desto heller die Lampe. Oder desto schneller / kraftvoller dreht der Motor. Die elektrische Leistung gibt man in Watt – W an. Ihr Formelzeichen ist P. Die Leistung misst man nicht, sondern errechnet sie: Sie ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke. Es werden also die beiden Basisgrößen multipliziert.

Im Normalfall ist die Spannung immer gleich hoch – 230V im Haushalt, 12V im Wohnmobil (Sie sehen, wir ignorieren hier sogar den Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom).

Wohnmobil Elektrik – ein Gleichnis

Ein ganz einfacher Vergleich (der wirklich auf allen Füßen hinkt) hilft Ihnen, sich das bildlich vorzustellen. Wir haben zwei Gefäße: eine Badewanne und einen Eimer. In diese passen 100l Wasser hinein, bzw. 10l. Wir wollen beide in der gleichen Zeit – nämlich 12 Minuten füllen. Jeder kann sich sicherlich sehr gut vorstellen, daß zum Füllen der Badewanne das Wasser stärker fließen muß, als zum Füllen des Eimers. Das außerdem mehr Wasser gebraucht wird, sagt ja schon die Angabe 100l vs. 10l. Auf die Elektrik im Wohnmobil übertragen bedeuten die 12 Minuten eigentlich 12V, das Volumen der Gefäße entspricht der elektrischen Leistung und wie stark das Wasser fließt, soll uns ein Gleichnis für die Stromstärke sein. Elektrisch ausgedrückt muss also bei einer Spannung von 12V der Strom 10 mal höher sein, um die die 10-fache Leistung zu erbringen.Sie können sich sicherlich sehr gut vorstellen, daß der Schlauch viel dicker sein muß.

Woher kommt der Strom im Wohnmobil

Damit der Strom im Wohnmobil fließen und nützliche Dinge tuen kann (leuchten, drehen, kühlen), muß er natürlich irgendwo her kommen. Sie kennen das: sobald Sie auf dem Camping- bzw. Stellplatz angekommen sind, verbinden Sie Ihr Fahrzeug mit der örtlichen Stromversorgung – also der Steckdose am Platz. Damit wird das Wohnmobil von außen  mit einer Spannung von 230V versorgt. Diese 230V stehen jetzt an den Steckdosen im Inneren zur Verfügung. Sie können also die gleichen Geräte wie zu Hause benutzen. Einen Fön, eine Kaffeemaschine oder ein Laptop. Die Beleuchtung im Fahrzeug, die Wasserpumpe, der Fernseher, die Satelitenschüssel oder das Gebläse der Heizung benötigen allerdings eine Spannung von 12V. Um eine Spannung in eine andere Spannung zu verändern – zu transformieren – gibt es Geräte, die man Transformator nennt. Jeder Wohnwagen, jedes Wohnmobil, das mit 230V von außen versorgt wird, um im inneren 12V Lampen leuchten zu lassen, besitzt einen solchen Transformator.

In fast allen Wohnmobilen und in vielen Wohnwagen ist außerdem eine Bordbatterie verbaut. Diese Batterie (die ebenfalls eine Spannung von 12V hat), versorgt die 12V Verbraucher, die oben genannt wurden, mit Strom, wenn dieser nicht von außen kommt. Hier muß aber dafür gesorgt werden, daß Sie Ihre Batterie wieder aufgeladen können. Deshalb ist ein Ladegerät eingebaut. Dieses Gerät lädt die Batterie wieder auf und übernimmt die Stromversorgung im Wohnmobil. Es tritt also an die Stelle des einfachen Transformators.

Elektroblock im Wohnmobil

Elektroblock im Wohnmobil

Die Bordbatterie

Das Herz der Wohnmobil Elektrik ist die Batterie – ein Speicher elektrischer Energie, den man wieder aufladen kann. Im Wohnmobil und Wohnwagen kommen Batterien zum Einsatz, die ähnlich aufgebaut sind, wie die Starterbatterien im Auto. Es sind also Bleibatterien. Sollten Sie aber versuchen, eine Starterbatterie für die Wohnmobil Stromversorgung einzusetzen, so wird das nicht lange gut gehen. Beide Batterietypen sind für völlig unterschiedliche Einsatzzwecke konstruiert. Die wichtigsten Eigenschaften einer Bordbatterie sind ihre Spannung – die sollte 12V sein – und ihre Kapazität. Diese gibt an, wie viel elektrische Energie die Batterie speichern kann und ist damit ein Maß dafür, wie lange Sie Ihre Lampen leuchten lassen könne, bevor die Batterie alles ist. Die Kapazität wird im Amperestunden – Ah – angegeben.

Es kommen Säure-Nass, Gel oder AGM Batterien zum Einsatz. Diese unterscheiden sich vor allem durch ihren inneren Aufbau. Für Sie wird es erst interessant, wenn die Batterie gewechselt werden soll. Jeder dieser Typen muß nämlich vom Ladegerät anders geladen werden. Nicht jedes Ladegerät ist für alle Batterietypen geeignet. Also erst die Fähigkeiten des Ladegerätes herausfinden und dann Batterie wechseln.

Unglücklicherweise ist es gar nicht so einfach zu bestimmen, ob eine Batterie ganz voll, halb voll oder fast leer ist. Bestandteil fast jeder Wohnmobil Elektrik ist eine Anzeige, die genau das zeigen soll: wie voll die Batterie noch ist. Diese Anzeigen zeigen aber die Spannung der Batterie an. Und die ist nun mal kein sicherer Indikator für die verbleibende Kapazität. Die Spannung einer Bordbatterie ist nämlich nahezu konstant 12V und wird erst ganz kurz bevor die Batterie alle ist deutlich geringer. Zwischen ganz voll und halb voll kann man mit solchen einfachen Anzeigen nicht zuverlässig unterscheiden.

Bordbatterien leben leider nicht ewig. Sie kennen das vom Auto. Irgendwann ist die Batterie fertig und muß ersetzt werden. Man erkennt das daran, daß ihre Kapazität nachläßt. Die Lichter gehen immer früher aus. Um die Lebensdauer einer Batterie nicht zu verkürzen, sollte man sie nie zu tief entladen. Wenn also plötzlich alle Lampen ausgehen, dann ist es meist schon geschehen. Es gibt Geräte, die alle Verbraucher abschalten, bevor die Batterie geschädigt wird. Als Faustregel gilt: möglichst nicht mehr als 50% entladen. Sie sollten die Batterie nie längere Zeit halb voll lagern und immer mit einem Ladegerät geladen werden, das für Ihren Batterietyp geeignet ist. Gute Ladegeräte passen die Art, wie sie die Batterie laden dem Zustand der Batterie und der Temperatur an.

Über die Batterie im Wohnmobil können Sie hier noch viel ausführlicher nachlesen: https://womo-ohv.de/blog/bordbatterie-im-wohnmobil/

Autark sein

Häufig ist der Wunsch zu hören, das Wohnmobil soll (länger) autark sein, also unabhängig von einer externen Stromversorgung. Gefragt wird dann häufig nach Solarmodulen und dem zusätzlichen Einbau von Batterien. Gehen wir einen Schritt zurück. Was eigentlich gemeint ist: die Batterie soll nicht so schnell erschöpft sein, der Strom also länger reichen. Es gibt mehrere Wege, diese Ziel zu erreichen.

  • Sie können Ihre Gewohnheiten ändern und energiesparend leben. Statt elektrisches Licht brennen zu lassen, ist eine Kerze auch mal schön. Muß man unbedingt den Fernseher benutzen? Und wenn schon, dann bitte die Satellitenantenne wieder einklappen. Sie braucht nämlich im ausgeklappten Zustand ständig Strom. Auch wenn man sie gar nicht benutzt.
  • Sie können Verbraucher durch sparsamere ersetzen. Zum Beispiel alle Glühlampen durch LED-Lampen. Achten Sie darauf, 12V Lampen einzusetzen. Sonderangebote im Baumarkt sind für 230V (Wechselstrom) im Haus ausgelegt.
  • Sie können mehr Strom mitnehmen – also eine größere Batterie einzubauen. Diese hat aber normalerweise nicht bloß eine höhere Kapazität, sonder hat auch größere Abmessungen. Prüfen Sie, ob der Platz ausreicht. Wenn genug Platz vorhanden ist, kann man eine zweite Batterie parallel zur vorhandenen Einbauen. Die zweite muß aber unbedingt die selbe Spannung und Kapazität wie die vorhandene haben. Eigentlich geht das Parallelschalten von Bordbatterien nur mit baugleichen Batterien und bei Neufahrzeugen. Es wird Probleme geben, wenn die vorhandene Batterie schon älter ist (und deswegen einen anderen Innenwiederstand als eine neue hat). Zu einer alten Bordbatterie zusätzlich alte Mofa- oder Starterbatterien zu verbauen kann sehr böse Folgen haben. Im besten Fall ruinieren Sie eine der Batterien endgültig.
  • Sie können die Batterien zwischendurch nachladen. Zum Beispiel mit Solarmodulen auf dem Dach. Doch bevor Sie diesen Schritt gehen, machen Sie sich Gedanken über den Verfügbaren Platz auf dem Dach. Mit einem Modul erreicht man nicht viel. Und was ist, wenn es Tagelang nur regnet? Meiner Meinung nach hat es kaum Zweck, unter 250WP anzufangen.

Die ersten beiden Schritte sind unproblematisch und schnell umgesetzt. Die letzten beiden erfordern mehr oder weniger große Umbauten am Wohnmobil. Im Falle der Solarmodule müssen sogar Löcher in das Dach des Fahrzeuges gebohrt werden. Bevor Sie damit beginnen, ermitteln Sie Ihren Bedarf. Welche Verbraucher sollen wie lange betrieben werden. Nehmen Sie die elektrische Leistung jeden einzelnen Verbrauchers (ist normalerweise aufgedruckt) und dividieren Sie durch 12V. Das ergibt die elektrische Stromstärke. Multiplizieren Sie mit der Laufzeit. Das ist die benötigte Kapazität der Batterie.

Beispielreichnung

Wasserpumpe 25W : 12V =2A * 0,5h = 1Ah

Licht 16W : 12V = 1,3A * 4h = 5,3 Ah

Fernseher 50W : 12V = 4,2A * 1h = 4,2 Ah

In diesem Beispiel wird der Batterie täglich 1 Ah + 5,3 Ah + 4,2 Ah = 10,5 Ah entnommen. Verbaut im Beispiel Wohnmobil ist eine Bordbatterie mit 90Ah. 50% (da wir die Batterie schonen wollen) sind 45 Ah. Täglich ungefähr 45 Ah : 10,5 Ah ergibt ungefähr 4 Tage, bis Strom nachgetankt werden muß. Wenn Sie statt den Fernseher die Natur ansehen und zwar bei Kerzenschein, reduziert sich der Strombedarf auf 1 Ah und die Batterie hält für 40 Tage! Und das ganz ohne Umbauten der Wohnmobil Elektrik.

Wechselrichter im Wohnmobil

Ein häufiger Wunsch ist es auch, leistungsstarke Elektro-Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen oder Haarföne im Wohnmobil zu betreiben. Wenn der Strom von außen kommt, ist das kein Problem. Stecker in die Steckdose und los geht es. Was aber, wenn kein Außenstrom zu Verfügung steht? Dann muß der Strom aus der Bordbatterie kommen. Man braucht also ein Gerät, das aus 12V 230V machen kann. Diese Geräte werden Wechselrichter genannt. Die Nachrüstung eines solchen Gerätes ist allerdings nicht ganz unproblematisch. Je nachdem, welche Geräte daran betrieben werden sollen, ist die Belastung der Bordbatterie gewaltig. Es müssen sehr dicke Kabel verbaut werden – je nach Leitungslänge sollte der Querschnitt 35, besser 50qmm betragen.

Ein Beispiel: In unserem Beispiel-Wohnmobil von oben soll ein 1000W Fön an einem Wechselrichter betrieben werden. Wir gehen davon aus, das er 15 Minuten laufen muß, um die Haare zu trocknen. Ein Wechselrichter für eine Leistung von 1000W oder mehr kostet fast 1000,00€. Während der Fön läuft, fließt aus der Bordbatterie ein Strom von ungefähr 100A (Faustregel: Leistung des 230V-Verbrauchers geteilt durch 10). In 15 Minuten, also 0,25 Stunden wird der Batterie 100A * 0,25h = 25 Ah entnommen. Also fast ein Viertel der Gesamtkapazität unserer Batterie – oder, da wir ja die Batterie nur zu ungefähr 50% entladen wollen, sogar die Hälfte! Richtig problematisch wird in diesem Szenario allerdings der Spannungseinbruch an der Batterie. Das bedeutet während der Batterie dieser sehr hohe Strom (100A) entnommen wird, sinkt die Spannung der Batterie deutlich – von 12V auf vielleicht 10V. Bei dieser niedrigen Spannung sollte der Wechselrichter aus Sicherheitsgründen abschalten. Die Batteriespannung wird sich sofort wieder erholen. Allerdings sehen wir schon – in diesem Wohnmobil wird der Wechselrichter nicht so zu verwenden sein, wie geplant. Eine Klimaanlage über den Wechselrichter betreiben zu wollen hat sogar noch weniger Zweck. Was funktionieren wird, ist zum Beispiel eine der beliebten Kapsel-Kaffeemaschinen, die nur ca. 1 Minute laufen. Ob es sich lohnt, über 1000,00€ plus Einbaukosten auszugeben – für eine Tasse Kaffee, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wohnmobil Elektrik – nichts für Laien

Sie sehen, Elektrik, ob im Haushalt oder im Wohnmobil, ist kein Thema für Laien. In diesem Artikel habe ich das Thema nur angekratzt, auf viele Details bin ich gar nicht erst eingegangen. Sie nehmen daraus hoffentlich mit, daß es mehr ist, als nur  irgendwie zwei Kabel miteinander zu verzwirbeln. Allen Um- oder Ausbauten sollte unbedingt eine fachkundige Beratung vorausgehen. Und sie sollten von einer Fachwerkstatt ausgeführt werden.

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Sollten Sie Interesse haben, sich weiter in die Grundlagen der Elektrik zu vertiefen, so empfehle ich das Elektronik-Kompendium.

 

Dieb

Sicherheit im Wohnmobil

Urlaub – die schönste Zeit des Jahres. Sie träumen von fernen Ländern, netten Menschen, tollen Erlebnissen und von Ruhe und Entspannung. Die Vorfreude macht fast genau so viel Spaß, wie die Reise selbst. Wenn da nicht die Frage nach der Sicherheit im Wohnmobil wäre. Was ist, wenn eingebrochen wird? Wenn Ihre Sachen gestohlen werden? Wie können Sie sich davor schützen?

Sicherheit im Wohnmobil – worüber reden wir hier?

Für diesen Artikel möchte ich mich auf einen Aspekt konzentrieren: Fremde dringen in das Wohnmobil ein und entwenden persönliche Gegenstände.  Wie kann ich Einbrecher abschrecken, abhalten oder gar nicht erst anlocken. Hier soll es nicht um Fahrsicherheit, ESP oder Crashtest gehen. Das überlasse ich besser dem ADAC.

Verhaltensregeln

Den besten Schutz gegen Einbrecher bildet immer noch der eigene Kopf. Wenn Sie überlegen und sich entsprechend vorsichtig verhalten, reduzieren Sie das Risiko eines Einbruches oder Diebstahles deutlich.

Den Platz zur Übernachtung sorgfältig wählen

Vor allen Dingen an den großen Reisetagen, also zu Beginn und zum Ende des Urlaubes fährt man häufig zwei Tage oder länger. Zwischendurch übernachtet man, wo es sich gerade anbietet. Ist ja kein Problem mit einem Wohnmobil. Richtig?

Einfach auf einem Autobahnparkplatz zu übernachten gehört sicherlich zu den riskantesten Dingen, die Sie während  Ihrer Reise tun können. Ein solcher Rastplatz ist ein Tatort mit perfekter Verkehrsanbindung. Das zwielichtiges Gesindel fährt im Auto vor, begeht den Einbruch und verschwindet wieder. Niemandem fällt ihr Kommen und Gehen auf, da auf einem Parkplatz ständig etwas los ist – auch in der Nacht. Auf Horrorgeschichten von Gaseinleitung ins Fahrzeug, um die Insassen zu betäuben, will ich hier gar nicht eingehen.

Viel besser ist es, einfach von der Autobahn abzufahren, einen Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz anzusteuern oder zur Not in einer ruhigen Ortschaft einen Platz am Straßenrand zu finden. In einer fremden Gegend sollten Sie sich den Schlafplatz allerdings bei Tageslicht ansehen, um sich zu orientieren und und die Lage beurteilen zu können. Und wenn Ihnen irgend etwas Unbehagen verursacht – fahren Sie besser weiter.

Egal wo Sie unterwegs übernachten, Fenster und Türen sollten zu bleiben. Frischluft kommt durch das Dachfenster.

Im „Fluchtmodus“ schlafen

Wenn Sie unterwegs nicht auf einem Camping- oder Stellplatz übernachten, empfiehlt es sich, alles für einen überstürzten Aufbruch vorzubereiten. Das heißt die Sitze sind wieder in die Fahrtposition gedreht und mindestens der Fahrersitz ist frei. Im Bett hat man die Zündschlüssel und ein Telefon griffbereit. Campingtisch und Stühle sind wieder verräumt und im Innenraum ist alles so verstaut, das man wenigstens ein paar Kilometer fahren kann.

Wertgegenstände an unüblichen Stellen unterbringen

Egal ob Reisetag oder Urlaubstag, Wertgegenstände sollten Sie immer an Stellen unterbringen, an denen ein Langfinger sie nicht erwarten würde. Es gibt unzählige clevere Tipps im Internet, wo man eine Geldbörse verstecken kann. Ob in einer Keksdose im Küchenschrank, am Grunde einer Müslipackung, zwischen der Schmutzwäsche. Wichtig ist nur, daß die Sachen nicht offen herum liegen oder in den Schränke aufbewahrt werden, die am wahrscheinlichsten für solche Dinge sind. Ich persönlich habe immer eine ausrangierte Geldbörse mit einer abgelaufenen Kreditkarte, ein oder zwei anderen unwichtigen Karten (Bibliothekskarte oder Fitnesstudio) und Bargeld in irgendeiner Fremdwärung rumzuliegen. Einen solchen Köder schnappen sich Diebe und fangen nicht an zu suchen.

Kopien aller wichtigen Papiere

Alle wichtigen Papiere sollten Sie zu Hause schon einscannen und z.B. in Ihre Dropbox hochladen. So hat man im schlimmsten Fall auch im Ausland immer wenigstens eine Kopie seiner Papiere griffbereit. Sie sollten allerdings das Passwort wirklich auswendig wissen und nicht auf einem Zettel im Portmonnaie aufbewahren. Manche Zeitgenossen gehen sogar so weit, die Originale zu Hause zu lassen und nur mit Kopien zu reisen.

Einkaufen im Supermarkt

Auf Parkplätzen vor Supermärkten wird am helllichten Tage häufiger in Fahrzeuge eingebrochen als in der Nacht auf irgendeinem anderen Platz. Beim Einkaufen sollte also immer jemand im Fahrzeug bleiben.

Hilfsbereitschaft?

Eine der ältesten Maschen der Trickbetrüger funktioniert heute immer noch bestens. Sie werden aus dem Fahrzeug gelockt, indem man Ihre Hilfsbereitschaft ausnutzt. Sei es, das die Betrüger eine Panne an ihrem Fahrzeug vortäuschen, oder mit einer Landkarte wedeln und damit so tun, als wollten Sie nach dem Weg fragen. Und wenn Sie dann arglos Ihr Fahrzeug verlassen haben und sich ganz auf die „hilfsbedürftige“ Person konzentrieren, schleicht hinter Ihrem Rücken ein Komplize in Ihr Auto oder Wohnmobil. Also: immer abschließen, auch wenn man nur kurz aussteigt.

Mit dem Bus fahren

auch, wenn Sie einen VW-Transporter Ihr eigen nennen. Lassen Sie Ihr Wohnmobil lieber auf dem Campingplatz, unter Aufsicht der Nachbarn, mit denen Sie sich hoffentlich angefreundet haben. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel für Ihre Tagesausflüge.

Technische Maßnahmen

Es gibt eine Reihe mehr oder weniger Umbauten oder Erweiterungen, die die Sicherheit im Wohnmobil erhöhen sollen. Ich möchte Hier ganz bewußt kein Produkt empfehlen oder besonders hervorheben. Entscheiden Sie für sich selbst, ob diese Produkte Ihr Sicherheitsgefühl erhöhen. Denken Sie aber daran: Mit kaum einer anderen Emotion lassen sich bessere Geschäfte machen, als mit der Angst.

  • lassen Sie einen Safe einbauen. Es gibt im Zubehörhandel spezielle Tresore für Reisemobile. Darin lassen sich die Papiere, Bargeld und kleine Wertgegenstände hervorragend und vor allen Dingen sicher unterbringen.
  • Knackerschreck. Diese etwas eigentümlich anmutende Konstruktion soll das Öffnen der Türen verhindern und kann optional auch das Lenkrad blockieren.
  • Sicherheitsprofile für Aufbautüren und Fenster. Durch Einbau einiger kleiner Metallprofile soll das unbefugte Öffnen der Aufbaufenster von außen verhindert werden.
  • Alarmanlage. Bei allen großen Versandhäusern gibt es mobile Alarmanlagen zu kaufen. Diese basieren auf Bewegungsmeldern. Wenn also jemand in Ihrem Reisefahrzeug umherläuft, wird ein lautstarker Alarm ausgelöst.
  • Gaswarngeräte: Wer an Überfälle auf Camper mittels Narkosegas glaubt, dem werden sicherlich solche Warngeräte ein besseres Gefühl geben.
  • Zusatzschlösser: Es ist möglich, sowohl die Aufbautür als auch die Fahrzeugtüren mit zusätzlichen Schlössern zu sichern. Dies erschwert es Einbrechern deutlich. Man kann davon ausgehen, das sich böse Wichte bestens mit der Konstruktion der Türen eines Fiat Ducato auskennen. Mit zusätzlichen Schlössern eventuell nicht.
  • Hunde Imitator. Es gibt kleine elektrische Geräte, die die Geräusche von Hunden nachahmen. Wer keinen eigenen Hund mit auf Reisen nimmt, kann auf diese Art und Weise für etwas Abschreckung sorgen.

Schlußbemerkung

Absolute Sicherheit im Wohnmobil gibt es nicht. Das sollte jedem klar sein. Durch gesunden Menschenverstand und eventuell die eine oder andere technische Veränderung können Sie aber das Risiko deutlich reduzieren, Opfer eines Diebstahls zu werden.

 

Wohnmobil beladen

Wohnmobil beladen

Endlich ist es soweit. In ein paar Tagen geht es los. Mit dem Wohnmobil in den Urlaub. Aber vorher müssen Sie das Wohnmobil beladen. Alles, was man im Urlaub brauchen könnte, muß mit. Das Schlauchboot und die Wanderstiefel, ein ordentlicher Vorrat vom Lieblingsessen (wer weiß schon, ob es woanders so gut schmeckt?), genug Trinkwasser sowieso. Man weiß ja nie, was einen am Urlaubsort so erwartet. Gut, das so ein Wohnmobil reichlich Stauraum bieten: eine große Heckgarage, Hängeschränke oben ganz rum und dann noch die vielen Schränke in der Küche.

So geht es natürlich nicht. Auf diese Art riskiert man, gleich zwei Fehler zu machen: Erstens: das Fahrzeug zu überladen, also das zulässige Gesamtgewicht zu überschreiten. Das kann teure Folgen haben, wenn man in eine Polizeikontrolle gerät. In der Ferienzeit werden ganz zielgerichtet Wohnwagen und Wohnmobile kontrolliert. Und dabei gewogen. Zweitens: den Schwerpunkt des Campers zu sehr zu verschieben.

Das zulässige Gesamtgewicht

Leergewicht und zulässiges Gesamtgewicht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1

Das zulässige Gesamtgewicht, oder die zulässige Gesamtmasse bezeichnet die Summe aus Leergewicht und maximaler Zuladung eines Fahrzeuges. Um diesen Wert herauszufinden, genügt ein Blick in die Papiere. Im Feld F.2 steht es. Wird noch ein Anhänger mitgeführt, wird sein zulässiges Gesamtgewicht addiert. Lesen Sie hier für weitere Informationen über die zulässige Anhängelast. Das Leergewicht steht ebenfalls in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt G. Unter Leergewicht versteht man das Eigengewicht des Wohnmobils, eines Fahrers sowie Tanks (Wasser und Treibstoff zu 90 Prozent gefüllt). Bei meinem Wohnmobil sind das 3155 kg Leergewicht und 3500 kg zulässige Gesamtgewicht. Das bedeutet für mich, das ich noch 3500 – 3155 = 345 kg zuladen darf. Oder 345 kg anhängen. Überschreite ich diese Werte, spricht man von Überladung. Und das kann teuer werden: 20% Überladung kosten 95€ und einen Punkt in Flensburg. Im Ausland drohen teils empfindlich höhere Strafen – bis hin zum Fahrverbot.

Außerdem gilt es die Führerscheinklasse zu beachten. Mit einer Fahrerlaubnis Klasse B darf gar kein schwereres Fahrzeug bewegt werden. Ein größeres, schwereres Wohnmobil wäre ein LKW und erfordert einen Führerschein der Klasse C. Das bringt aber eine ganze Reihe weiterer Einschränkungen mit sich: Mautpflicht, Sonntagsfahrverbot, höhere Tarife auf Fähren usw.

Ein Wohnmobil beladen – aber richtig

Beim zweiten Problem, das bereits angedeutet wurde, geht es darum, wie man sein Wohnmobil beladen sollte. Macht man es falsch, hat das gravierende Folgen für die Verkehrssicherheit und das Fahrverhalten des Fahrzeuges. Denn im schlimmsten Fall überschreitet man Achslasten und beeinträchtigt die Traktion und das Bremsverhalten. All das ist schwerwiegender als bei einem normalen PKW (was nicht heißt, das es hier nicht auch problematisch ist), da der Camper locker noch mal eine Tonne mehr wiegt.

Wie macht man es nun richtig? Ziel soll es sein, das Fahrzeug gleichmäßig zu beladen – sowohl vorne/hinten als auch links/rechts.

  • Unten schwer, oben leicht. Auf diese Art bleibt der Schwerpunkt des Fahrzeuges tief. Das wird sich positiv auf das Fahrverhalten auswirken – besonders bei Kurvenfahrten – da das Wohnmobil nicht so sehr zum kippen neigt.
  • Richtig schwere Dinge gehören in Staukästen unter Sitzgruppen oder in Schränke in Bodennähe
  • Leichte Dinge, z.B. Kleidung kommt in die Hängeschränke
  • Große, sperrige Gegenstände finden Platz in der Heckgarage
  • In unmittelbare Nähe des Kühlschranks (ca. 30 kg) sollte nicht zuviel Gewicht eingeladen werden. Die Belastung des Bodens könnte sonst in der Küche etwas zu hoch werden.
  • Vorsicht bei Fahrradträgern. Diese sind gaaaaanz weit hinten. Hier wird das Hebelgesetz unser Feind. Beispiel: Der Der Fahrradträger befindet sich 2m hinter der Hinterachse. Der Radstand des Fahrzeuges ist 4m. Jetzt wollen wir Fahrräder für die ganze Familie aufladen. Sagen wir mal 50kg. Hier die Rechnung: 200 cm * 50 kg / 400 cm = 25 kg. Um diese 25 kg wird die Vorderachse ent- und die Hinterachse zusätzlich belastet. Bei einem Wohnmobil mit so langem Hecküberstand sollte man besser keine Motorroller oder ähnlich schwere Dinge mitnehmen.

Wohnmobil wiegen

Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie Ihr Wohnmobil wiegen. Am besten packen Sie die ganze Reiseausrüstung und die ganze Familie ein und fahren damit zu einer Fahrzeugwaage. Die gibt es beim TÜV; Baustoff- und Schrotthändler bzw. Recyclinghöfe haben häufig auch eine. Im Zweifel gibt sicherlich die Polizei Auskunft, wo eine Waage zu finden ist, deren Ergebnisse auch die Ordnungshüter akzeptieren. Vor Ort fahren Sie mit dem gesamte Fahrzeug auf die Waage, nur mit der Vorder- und nur mit der Hinterachse. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit der Zulassungsbescheinigung. Auch das maximale Gewicht, das auf den Achsen lasten darf, ist dort zu finden (Punkt 7).

Tipps zum Gewicht sparen

Jetzt haben Sie die Angaben der Waage. Höchstwahrscheinlich müssen Sie Ihrem Wohnmobil eine kleine Schlankheitskur verordnen. Viele Faktoren können Sie nicht mehr beeinflussen. Die liegen in den Händen des Herstellers. Aber einige einfache Dinge beim Wohnmobil beladen kann man schon beachten, um mit weniger Gewicht unterwegs zu sein:

  • Wasser sparen. Der Wassertank muß während der Fahrt nicht voll sein. Ganz im Gegenteil. Nehmen Sie nur so viel mit, wie Sie unterwegs brauchen. Die meiste Zeit fahren Sie ja. Und in den Pausen kocht man vielleicht einen Kaffee oder benutzt die Toilette. Dafür reicht eigentlich eine kleine Pfütze am Boden des Wassertanks. Am Zielort angekommen, wird dann vollgetankt. Das spart locker mal 70 kg.
  • Abwassertank entleeren. Machen Sie es sich zur Angewohnheit, immer vor Fahrtantritt den Wassertank zu entleeren. Schmutzwasser muß man nun wirklich nicht durch die Gegend fahren.
  • Getränke. Man muß nicht zu Hause schon Getränke für 14 Tage Urlaub einpacken. Vor Ort kann man genau so gut einkaufen, wie zu Hause. Wer weiß, vielleicht entdeckt man eine lokale Spezialität. Versuchen Sie, Glasflaschen zu vermeiden. Kunststofflaschen oder Tetrapacks sind viel leichter.
  • Lebensmittel. Auch hier gilt: Nehmen Sie nur so viel mit, wie während der Fahrt gebraucht wird. Achten Sie schon beim Einkauf mehr auf das Gewicht als auf den Geschmack. Ein Festessen aus Tütensuppen zu machen ist zwar schwer, dafür sind aber die Tüten leicht.
  • Gasflaschen: Eine herkömmliche Gasflasche aus Stahl (die roten oder grauen) wiegt ungefähr 10 kg. Es gibt aber auch Flaschen aus Aluminium. Die sind deutlich teurer, aber wiegen dafür auch nur ca. 5 kg. In beiden Fällen kommt natürlich noch das Gewicht des Gases hinzu – also meißt 11 kg. Überlegen Sie also, ob Sie nicht den Flaschentyp wechseln. Überlegen Sie weiterhin, ob Sie wirklich zwei große, volle Gasflaschen brauchen. Vor allen Dingen im Sommer, wenn nicht geheizt werden muß. Das ist Gas nur für die Warmwasserzubereitung und das Kochen nötig. Eventuell kommen Sie ja auch mit nur einer kleinen Flasche (5kg Füllmenge) aus.
  • Überlegen und dann Wohnmobil beladen. Machen Sie sich Gedanken, welche Dinge wirklich mitgenommen werden müssen, und welche nur dabei sind, damit man auf alle Eventualitäten vorbereitet ist. Möglicherweise hilft unsere Checkliste.
  • Fahrräder mieten, statt sie mitzunehmen. Ein normales Fahrrad wiegt ungefähr 15 kg, ein E-Bike mehr als 25 kg. Kinderräder etwas weniger. Da kommen schnell 50 kg zusammen. Außerdem sind die Räder sehr ungünstig platziert (siehe oben) und werden schnell mal zerkratzt oder beschädigt. Wie wäre es, die eigenen Fahrräder daheim zu lassen und statt dessen vor Ort welche zu mieten?

Richtig beladen und immer noch zu schwer?

Obwohl Sie Ihr Wohnmobil richtig beladen haben und alle unnötigen Gegenstände ausgeladen haben ist Ihr Wohnmobil immer noch zu schwer? Jetzt wird es kompliziert. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten. Sie können das Leergewicht reduzieren oder das zulässige Gesamtgewicht erhöhen. Beides erfordert bauliche Veränderungen am Wohnmobil, die nicht einfach mal so gemacht sind, sondern gut durchdacht werden sollte. Sie könnten die Klimaanlage entfernen lassen oder die Markise. Die zulässige Gesamtmasse kann durch Austausch einzelner Komponenten des Fahrwerks erhöht werden. Also z.B. Stoßdämpfer, Bremsen, Federung. Dies ist nur was für Spezialisten. Finden Sie eine Spezialwerkstatt, die sich mit dem Auflasten von Wohnmobilen wirklich auskennen und lassen Sie sich ausführlich beraten. Dort wird man Sie bestimmt auch darauf hinweisen, das dieses Wohnmobil dann nicht mehr mit einem Führerschein der Klasse B gefahren werden darf. Gut, wer noch eine alte Klasse 3 Fahrerlaubnis hat.

Zusammenfassung

Jetzt wissen Sie, richtiges Wohnmobil beladen ist keine Wissenschaft, wohl aber eine kleine Kunst. Die vielen Staumöglichkeiten im Wohnmobil verführen, viel mitzunehmen. Packen Sie mit Herz und Verstand. In diesem Sinne: Gute Fahrt und einen schönen Urlaub.

 

Bordbatterie im Wohnmobil

Bordbatterie im Wohnmobil

Einer der liebsten Wünsche von uns Wohnmobil-Fahrern ist das "autark sein". Wir alle träumen davon, ganz abgeschieden, fernab jeglicher Zivilisation, zu stehen und die großartige Natur ganz für uns allein zu haben.

Bei aller Liebe zur Natur: Ganz ohne Strom, ohne Licht, WC-Spülung, Wasserpumpe oder Fernseher möchte man dann doch nicht stehen. Nun ist es aber so, das die schönsten Plätze dieser Art keine Steckdose haben. Gut, dass wir eine Bordbatterie im Wohnmobil haben
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Solaranlage im Wohnmobil

Solaranlage im Wohnmobil

Nachdem ich im letzten Artikel einen Überblick über die Elektrik im Wohnmobil gegeben habe, möchte ich mich hier speziell mit der Solaranlage für das Wohnmobil beschäftigen. Ließt man Forenbeiträge oder entsprechende Posts auf Facebook, scheint der Einbau einer Solaranlage die ultimative Ausbaustufe für das Wohnmobil zu sein. In diesem Artikel möchte ich erläutern, wie eine Solaranlage aufgebaut ist, wie sie funktioniert und wie sie angeschlossen wird. Die Frage, wann eine Solaranlage wirklich nützlich ist, soll auch beantwortet werden.

Größe einer Solaranlage für das Wohnmobil

Wen man beginnt, sich an das Thema Solaranlage für das Wohnmobil heranzutasten, stellt sich sehr schnell die Frage nach der Größe, also der Leistung der Anlage. Bevor Sie diese Frage beantworten können, müssen Sie sich darüber klar werden, wofür Sie die Anlage eigentlich benutzen wollen. Klar, um die Batterie aufzuladen. Aber träumen Sie davon, wochenlang fernab jeder Steckdose umherzufahren, dabei jeden Abend den Fernseher zu benutzen, alle Lampen die ganze Nacht leuchten zu lassen, weil Sie Angst vor der Dunkelheit haben und mittels Ihres Wechselrichters jeden Morgen leckeren Kaffee aus Ihrer Nespresso-Maschine zu trinken, oder geht es ihnen nur darum, während der Standzeit des Wohnmobils die Selbstentladung der Batterie auszugleichen? Zwei extreme Anwendungsfälle. Aber folgende Daten sollten Sie schon sammeln:

  • der durchschnittliche tägliche Strombedarf
  • die Größe Ihrer Aufbau-Batterie in Ah
  • zu welcher Jahreszeit wird das Wohnmobil genutzt

Die Kapazität der Batterie können Sie ganz einfach ablesen. Sie ist normalerweise direkt auf die Batterie aufgedruckt.

Den täglichen Strombedarf zu ermitteln ist recht einfach, wenn Sie einen Batteriecomputer haben. Dann können Sie es einfach ablesen. Wer ein Multimeter besitzt, und wirklich weiß, damit umzugehen, kann es auch messen. Ansonsten müssen Sie rechnen. Die Leistung der meisten größeren Verbraucher (z.B. Fernseher, Wasserpumpe, Satelitenantenne) steht in der Bedienungsanleitung. Bei kleinen Lampen etc. ist es nicht ganz so einfach. Manchmal steht etwas drauf. Ansonsten hilft auch ein Blick in den Katalog eines großen Zubehör-Anbieters. Eventuell finden Sie dort Ihre Lampe oder eine vergleichbare.

Zusätzlich müssen Sie schätzen, wie lange die einzelnen Verbraucher in Betrieb sind. Jetzt können Sie den Stromverbrauch berechnen.

Ein Beispiel

Wasserpumpe 25W : 12V =2A * 0,5h = 1Ah

Licht 16W : 12V = 1,3A * 4h = 5,3 Ah

Fernseher 50W : 12V = 4,2A * 1h = 4,2 Ah

In diesem Beispiel wird der Batterie täglich 1 Ah + 5,3 Ah + 4,2 Ah = 10,5 Ah entnommen. Das Ziel soll es also sein, diese 10,5 Ah wieder einzuladen. Ihrer Batterie sollte groß genug sein, auch einige Regentage zu überstehen, an denen kein Aufladen stattfindet. Bleiben wir bei dem Beispiel und nehmen an, das drei Tage hintereinander die Batterie nicht aufgeladen werden kann. Macht also ungefähr 32 Ah. Nehmen wir weiterhin an, dass wir im Sommer unterwegs sind und die Sonne 10 Stunden Zeit hat, unsere Batterie wieder aufzuladen.

Unsere Solaranlage müsste also 10 Stunden lang einen Strom von etwas über drei Ampere liefern. Das tut Sie aber nicht konstant, denn manchmal ist eine Wolke vor der Sonne, oder der Schatten eines Baumes wandert im Laufe des Tages über Ihr Wohnmobil. Aus Erfahrung kann man sagen, das Module mit 90Wp ca. 23 A am Tag einladen können, Module mit 120Wp ca. 33 Ah. In unserem Beispiel wäre also ein Solarmodul bzw. eine Kombination aus mehreren kleinen Modulen mit einer Leistung von ca. 120Wp ausreichend.

Ganz anders sieht es aus, wenn Sie im Spätherbst verreisen wollen. Die Lampen sind länger an, die Heizung läuft – der täglich Strombedarf ist viel größer. Andererseits hat die Sonne deutlich weniger Zeit, unsere Batterie aufzuladen.

Aufbau einer Solaranlage

Auch im Hausbau kennen wir Solaranlagen. Damit meinen wir allerdings eine Anlage, die die Energie der Sonne zum Erwärmen von Wasser nutzt. Eine Solaranlage für das Wohnmobil ähnelt stark einer Photovoltaik Anlage auf dem Hausdach. Im Wohnmobil wollen wir aber den erzeugten Strom selbst nutzen (statt ihn in das Stromnetz einzuspeisen).

Unsere Solaranlage im Wohnmobil besteht im wesentlichen aus drei Komponenten: einem bzw. mehreren Solarmodulen auf dem Dach, dem Laderegler und der Bordbatterie. Die Batterie ist im Wohnmobil normalerweise schon vorhanden. Solarmodul- und Regler müssen zusätzlich verbaut werden. Wobei es übrigens unnötig ist, eine spezielle „Solarbatterie“ einzubauen. So etwas gibt es nicht – nur in den Köpfen von „Marketingfachleuten“. Im Wohnmobil werden Bleibatterien verschiedener Konstruktionsweise (Nass-Säure, Gel oder AGM) verwendet. Alle diese Typen sind hervorragend für das Zusammenspiel mit Solaranlagen geeignet.

Zusätzlich zu diesen Hauptkomponenten werden noch Kabel, eine wasserdichte Dachdurchführung und Befestigungsmittel für die Module benötigt. Nicht notwendig, aber besonders interessant ist eine Anzeige, die verrät, was die Anlage leistet. Im Zubehörhandel gibt es häufig Komplettsets zu kaufen, die alle diese Komponenten bereits enthalten. Lesen Sie hier mehr über die Bordbatterie im Wohnmobil!

Funktionsweise

Das Solarmodul besteht aus einer Anzahl von Solarzellen. In diesen entstehen durch Lichteinstrahlung freie Ladungsträger. Die Konstruktion der Solarzelle sorgt nun dafür, das diese Ladungsträger nicht sinnlos irgendwo umherirren, sondern sich alle geordnet in die gleiche Richtung bewegen. Ein elektrischer Strom fließt. Im Solarmodul werden die einzelnen Zellen elektrisch miteinander verbunden und mechanisch zusammengefasst. Eine Glasscheibe schützt die Zellen, ein Rahmen gibt mechanische Stabilität und ermöglicht es Ihnen, das Modul zu befestigen. Zu guter Letzt hat das Modul natürlich noch einen elektrischen Anschluß, um es mit dem Laderegler zu verbinden.

Es ist möglich, mehrere Solarmodule auf dem Dach unterzubringen und parallel zu schalten. Das erhöht die Leistungsfähigkeit der ganzen Anlage.

Der Laderegler hat die Aufgabe, die Batterie mit dem Strom aus dem Solarmodul zu laden. Dazu muss der Regler wissen, um was für eine Batterie (AGM, Gel oder Nass) es sich handelt, da jeder Batterietyp etwas anders geladen werden sollte. Gemeinsam ist ihnen allen, dass die Spannung des Solarmodules viel zu hoch ist und die Batterie beschädigt werden würde, wenn sie direkt daran angeschlossen wäre. Eine Aufgabe des Ladereglers ist es also, die Spannung zu reduzieren. Und zwar nicht einfach auf einen niedrigeren Wert, sondern entsprechend der Ladekurve des Batterietyps. Im Wohnmobil sollte nur das IUoU-Ladeverfahren zum Einsatz kommen. Der Laderegler modifiziert die Spannung und regelt den Stromfluss entsprechend des Ladezustandes der Batterie und ihrer Temperatur. Dazu ist ein Temperaturfühler an der Batterie angebracht. Die letzte wesentlich Aufgabe des Ladereglers ist es, zu verhindern, dass bei Dunkelheit kein Strom von der Batterie in das Solarmodul fließt und damit die Batterie entlädt.

Die Bordbatterie speichert die elektrische Energie. Das ermöglicht es Ihnen, elektrische Geräte zu benutzen, wenn Sie es wollen – und nicht nur, wenn die Sonne scheint.

Elektrischer Anschluß

Solaranlage für das Wohnmobil - Blockschaltbild

Solaranlage für das Wohnmobil – Blockschaltbild

Diese Blockschaltbild zeigt den elektrischen Anschluß der Solaranlage für das Wohnmobil. Wenn mehr als ein Modul eingebaut ist, werden die Module noch auf dem Dach parallel geschaltet. Der Laderegler befindet sich im Inneren des Fahrzeugs, möglichst in der Nähe der Batterie. Die Leitungen zwischen den Modulen und vom Solarmodul zum Laderegler verlaufen also zum Teil im Freien. Dafür nehmen Sie bitte Leitungen, die für die Verwendung im Außenbereich gedacht sind und hoher UV-Strahlung und Frost widerstehen können. Bei normalen Leitungen wird nämlich nach einiger Zeit die Isolierung hart und rissig. Feuchtigkeit kann eindringen und zu Schäden an der Solaranlage führen. Durch eine geeignete, wasserdichte Dachdurchführung werden die Kabel ins Innere geführt und mit dem Laderegler verbunden.

Den Laderegler schließen Sie entweder über den Elektroblock des Wohnmobils – falls dieser einen Solareingang hat – an die Batterie an, oder verbinden ihn direkt mit der Batterie. In diesem Falle ist unbedingt auf eine zusätzliche Sicherung zwischen Laderegler und Wohnmobil zu achten.

Es ist völlig unproblematisch, eine Solaranlage zusammen mit anderen Geräten zum Laden der Batterie zu betreiben. In allen Wohnmobilen befindet sich ein Ladegerät, dass die Bordbatterie lädt, wenn von außen 230V angeschlossen sind. Scheint die Sonne, ist zusätzlich noch die Solaranlage aktiv. Dadurch erhöht sich der gesamte Ladestrom und die Batterie ist schneller voll.

Einschränkungen

Die Wirkung der Solarmodule, und damit der ganzen Solaranlage wird durch einige Faktoren eingeschränkt. Zum einen lässt die Wirkung der Module nach, wenn sie sich im Schatten z.B. eines Baumes befinden – oder aber auch im Schatten einer Sat-Antenne oder einer Dachluke. Das nächste Problem ist die Wärme. Der Wirkungsgrad der Solarzellen wird mit zunehmender Temperatur geringer, das heißt, je wärmer es ist, desto weniger Strom. Solarzellen sind meisst dunkelblau bis schwarz und werden bei entsprechender Sonneneinstrahlung sehr warm. Um dem ein wenig vorzubeugen, bringt man sie immer mit etwas Abstand zum Fahrzeugdach an, so das noch Luft von unten heran kann.

Wie nützlich ist eine Solaranlage für das Wohnmobil?

Eine Solaranlage für das Wohnmobil ist zweifellos eine faszinierende Idee. Fahren wir nicht alle Wohnmobil, weil wir insgeheim davon träumen, völlig abgeschieden an einem Fjord in Norwegen zu stehen, tagelang keine Menschenseele zu sehen und die ganze Zivilisation für eine Weile hinter uns zu lassen? Aber ganz ohne Strom zu leben, das fällt uns doch ganz schön schwer. Eine Bordbatterie von geeigneter Größe macht uns das möglich. Eine Solaranlage kann auf jeden Fall die Zeit verlängern, bis die Batterie alle ist und die Lichter ausgehen. Vergessen Sie aber nicht, dass es noch andere Faktoren gibt, die bestimmen, wann Sie wieder in die Zivilisation zurückkehren müssen: das Trinkwasser ist irgendwann alle, der Schmutzwassertank ist voll, die Lebensmittel sind aufgebraucht.

Andererseits ist eine Solaranlage eine einfache Möglichkeit, die Selbstentladung der Batterie zu kompensieren und damit die Lebensdauer der Batterie zu erhöhen. Dazu eignen sich ganz hervorragend kleine, preiswerte und vor allem mobile Anlagen. Steht das Wohnmobil zu Hause, pflegt die Solaranlage die Bordbatterie, geht man auf Reisen, kann man sie einfach wegräumen.

 

Wohnmobile im Grünen

10 Gründe, warum wir Urlaub mit dem Wohnmobil lieben

Seit Jahren reisen meine Familie und ich mit einem Wohnanhänger oder einem Wohnmobil. Hier die Top 10 Gründe, warum wir Urlaub mit dem Wohnmobil lieben:

Spontan bei Reisezeit und Reiseziel sein

Für viele Menschen beginnt die Urlaubsreise auf dem Flughafen. Viele Wochen oder gar Monate vor Reisebeginn haben sie sich auf ein Reiseziel und einen Tag festgelegt. Und seien Sie mal ganz ehrlich: wer hat nicht schon in den Tagen vor Reisebeginn bang auf den Wetterbericht geschaut, in der Hoffnung, daß sich das Wetter bessert. Aber egal ob es am Urlaubsort regnet oder kalt ist: Irgendwann am (ganz) frühen Morgen muß man am Flughafen sein und einchecken. Eine ganz und gar nicht erholsame Prozedur. Und dann sitzt man ewig auf unbequemen Sitzen und kann sich kaum bewegen…

Beim Wohnmobilurlaub ist das etwas entspannter: Natürlich machen wir auch lange vor Reisebeginn Pläne, wo es hingehen soll. Aber wir haben schon häufiger am Abend vor Reisebeginn alles umgeschmissen und uns für ein völlig anderes Reiseziel entschieden – weil wir keine Lust auf Dauerregen und Kälte hatten.

Wir entscheiden selbst, ob es morgens oder abends losgeht. Dabei spielt natürlich die Verkehrsprognose eine Rolle und wie viele Stunden im Auto wir unseren Kindern zumuten wollen. Meist stehen wir mitten in der Nacht auf und trinken erst mal gemütlich einen Kaffee. Stress gibt es dann nicht mehr – es ist längst alles fertig eingepackt und vorbereitet. Dann die Kinder einladen und los gehts. Meist schlafen sie bald wieder ein, so daß wir viele Stunden in Ruhe fahren können. Und außerdem gibt es Nachts viel weniger Verkehr.

Unabhängigkeit

Häufig wird Unabhängigkeit als einer der wichtigsten Gründe für Wohnmobilurlaub genannt. Aber seien wir ehrlich, der Traum von der Unabhängigkeit und Freiheit so wie im Wilden Westen ist natürlich heutzutage mitten in Europa eine Illusion.

Für uns bedeutet Unabhängigkeit, daß wir uns nicht an den Zeitplan anderer Leute halten müssen. Es gilt kein Fahrplan zu beachten, keine Öffnungszeiten eines Restaurants.

Ungestörtheit

Kein Zimmermädchen, das früh am Morgen das Zimmer reinigen will, keine (lauten) anderen Gäste auf dem Flur – einfach herrlich, diese Ruhe beim Camping.

Natürlich ist es auf manchen Campingplätzen auch sehr laut. Die Wände eines Wohnmobils sind viel dünner als die Zimmerwände in einem Hotel. Deshalb hört man die Gespräche der Nachbarn viel deutlicher als im Hotel. Von großen, lautstarken Veranstaltungen mit viel Musik (Campingplatzparty, Kinderdisko, etc.) wollen wir hier erst gar nicht anfangen. Aber das schöne ist ja, das man nicht auf solche Campingplätze fahren muß. Es gibt ruhige Campingplätze, es gibt einfache Stellplätze für Wohnmobile und vor allen Dingen gibt es den einfachen Parkplatz an einem schönen Flecken Natur. Das ist Ungestörtheit in Reinform.

Der Natur nahe sein

Natürlich kann man mit seinem Wohnmobil auf einen Campingplatz fahren und dort seinen Urlaub verbringen. Daran ist nichts auszusetzen. Aber richtig reizvoll wird für uns erst, wenn wir einen Stellplatz finden, an dem wir die Schönheit der Natur genießen können. Mitten im Wald zum Beispiel schläft man zum Rauschen der Blätter ein und wacht zum Gezwitscher der Vögel auf. Einfach herrlich ist auch der Duft, der einem in die Nase steigt, wenn man morgens die Tür öffnet. Besonders nach einem leichten Regen in der Nacht.

Oder wenn man einen Platz an einem Fluss oder See gefunden hat, und beim Sonnenuntergang die Tiere beobachtet, wie sie sich zur Ruhe oder zur Futtersuche begeben.

Oder ein Stellplatz in den Bergen mit Blick in die Ferne, in ein weites Tal …

Und am nächsten Abend erlebt man an einem anderen Platz eine neue Seite von Mutter natur.

Menschen Kennenlernen

„Reisen bildet“. So sagt man schon seit langem. Das funktioniert aber auch nur, wenn man auf seiner Reise etwas Neues erlebt. Die großen Urlaubsziele am Mittelmeer bieten das aber nicht. Man lebt in einem Hotel, zusammen mit einigen hundert anderen Deutschen, man kann seine BILD kaufen und sein heimisches Bier. Überhaupt tun diese Hotels und Ferienanlagen alles, damit man sich wie zu Hause fühlt. Aber dafür muß ich nicht das viele Geld ausgeben. Da kann ich gleich zu Hause bleiben.

Beim „richtigen“ Reisen erlebt man aber die Menschen im Urlaubsland (statt der Urlauber aus dem Heimatland). Man erfährt ganz unmittelbar, zum Beispiel beim Einkaufen, beim Tanken oder beim abendlichen Bummel durch die Innenstadt, wie diese Menschen leben, was sie bewegt und was sie lieben. Auf diese Weise kommt man mit ihnen in Kontakt. Es kommt häufig vor, daß man beim Bäcker steht und keine Ahnung hat, was das für Leckereien sind, die dort angeboten werden. Man läßt sich einfach die Lieblingsstücke der Verkäuferin einpacken und kommt oft darüber ins Gespräch. Eine ganz besondere Erfahrung kann es auch sein, wenn man dort Essen geht, wo auch die Einheimischen hingehen. (Tipp am Rande: Wenn Sie Unterwegs auf der Landstraße zur Mittagszeit Rast machen wollen, suchen Sie sich eine Gaststätte, vor der viele einheimische LKW und Fahrzeuge von Handwerkern stehen. Dort gibt es meist gutes, kräftiges Essen für wenig Geld. Trucker wissen so etwas). Und probieren Sie unbedingt mal etwas unbekanntes von der Speisekarte.

Großes Abenteuer für Kinder

Sie erinnern sich eventuell noch an Ihre eigene Kindheit: Camping ist eines der größten Abenteuer für Kinder schlechthin. Lagerfeuer, Angeln oder Tiere in freier Wildbahn sehen ist mindestens genau so interessant, wie wie andere Kinder auf dem Campingplatz kennenzulernen oder die Freiheit zu genießen, mit seinen neuen Freunden den ganzen Platz unsicher zu machen. Beim Hotelurlaub wird ein gewisses Maß an „gutem Benehmen“ von den Kindern erwartet. Auf einem Campingplatz geht es häufig etwas zwangloser zu, so daß zumindest unsere Kinder ganz schnell heimisch werden. Es gibt ja auch so viel zu sehen und zu tun, was es zu Hause nicht gibt.

Camping festigt die Familienbande

Viele kleine und große Dinge erledigt man im Urlaub zusammen. Bei uns gehe immer ich Abwaschen – meist zusammen mit unserer Großen. Und dabei wird vorgeführt und nachgemacht, erzählt, kleine Sachen entdeckt („Mama, wir haben eine Blindschleiche gesehen.“). Gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen. Eine gemeinsame Radtour, ein Ausflug in einen Kletterpark… Davon erzählen alle noch lange.

Man hat mehr Zeit für die Familie, der Stress des Alltages rückt in den Hintergrund.

Die eigene Küche ist immer dabei

Und auch die eigene Vorratskammer. Und die ist gefüllt mit allen leckeren Sachen, die wir gerne mögen. Natürlich gehen wir im Urlaub gerne mal essen. Aber gerade mit Kindern kann es manchmal etwas anstrengend werden. („Mama, das Schnitzel schmeckt mir nicht !“ „Aber du magst doch sonst so gerne Schnitzel?!“ „Aber das hier schmeckt mir nicht!!!“). Manchmal war Essen in Fremde auch ein Abenteuer, auf das selbst wir Erwachsenen gern verzichtet hätten. Sei es, das man Zweifel an der Hygiene bekommt, an der Qualität der Zutaten oder der Begabung des Koches. Wie gut, das es Plan B gibt, und man am heimischen Herd etwas zaubern kann, das alle zufrieden stellt.

Etwas ganz besonderes sind auch öffentliche Grillplätze. Auf manchen Campingplätzen ist es nicht so gern gesehen, wenn jeder seinen eigenen Grill benutz. statt dessen stehen öffentliche Grillplätze zu Verfügung, die meist so groß sind, daß zwei Familien gleichzeitig ihr Essen zubereiten können. Man schaut sich diese Plätze an und entscheidet, ob man dort Kochen und Grillen möchte. Wenn man es tut, ist es vor allem für die Kinder wahnsinnig spannend („Papa, was macht die Frau da?“).

Keine bösen Überraschungen

Mit bösen Überraschungen muss man immer rechnen, wenn man in ein unbekanntes Hotel fährt oder fliegt. Die Zimmer sind zu klein, die Betten zu hart, die Baustelle vor dem Fenster war nicht im Prospekt abgebildet oder der Ausblick geht nicht aufs Meer sondern auf den Parkplatz. Man hört ja oft auch Berichte von Ungeziefer oder unsauberen Zimmern oder Schwimmbädern. Und man hohrt von langen Streiteren mit Reiseveranstaltern.

Wie schön ist doch da das Reisen mit einem Wohnmobil: Schon vor der Abreise weiß man genau, wie es darin aussieht – man hat es ja schließlich selbst eingerichtet. Die ganze Technik hat man überprüft und wenn es sein muß repariert (oder reparieren lassen). Mit dem Mobil sollte es also eigentlich keine Überraschungen geben. Und am Zielort auch nicht, denn der wird kurzerhand geändert, wenn es einem nicht gefällt.

Hier noch einige Tipps, wie man einen entspannten Urlaub mit Kleinkind erleben kann.

„Entschleunigen“

Der letzte Grund, warum wir Urlaub mit dem Wohnmobil lieben ist die fehlende Hektik. Im normalen Alltag muß man immer mehr erledigen: Einkaufen, reparieren, Garten Pflegen, die Kinder zum Reiten oder zum Arzt bringen usw. Im Urlaub können wir dieser Entwicklung bewusst entgegen steuern. Wir legen das Reisetempo fest, wir entscheiden wie weit wir an einem Tag fahren und was wir an einem Urlaubstag machen wollen. Meißt nehmen wir uns nicht viel vor. Zum Beispiel an den Strand zu gehen. Den Kindern erscheint es wie ganz viele tolle Dinge an einem Tag zu erleben: Baden, Muscheln sammeln, Sandburg bauen, Drachen steigen lassen… Uns erscheint es wie ein ganz gemütlicher Ausflug: man sitzt in der Sonne, schaut den Kindern zu und genießt es, nichts zu tun. Danach bummelt man gemütlich nach Hause, ißt auf dem Weg noch ein Eis…

So schön kann Urlaub sein!

Was sind Ihre Gründe, warum lieben Sie den Urlaub mit dem Wohnmobil?

 

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