Wohnmobile Oberhavel
Shares

Category Archives for Für Mieter

Mit unseren Tipps zum Wohnmobil mieten zur Fahrzeugübergabe

11 Tipps zum Wohnmobil mieten

Shares

Denken Sie gerade darüber nach, ein Wohnmobil zu mieten? Bestimmt haben Sie viele Fragen: Worauf muss ich achten? Was kostet das überhaupt? Was ist alles dabei, was muss ich mitbringen? Wie fahre ich eigentlich mit so einem riesigen Wohnmobil?

Wir haben sehr viel mit "Wohnmobil Anfängern" zu tun und beantworten all diese und andere Fragen sehr gern. Lesen Sie hier unsere Tipps zum Wohnmobil mieten:

Weiterlesen
Wintercamping - Schnee zu Ostern

Wintercamping – Tipps für das Reisen im Winter

Wintercamping liegt im Trend, wie die Zahlen der Campingplatzbetreiber zeigen. Doch Camping bei Eis und Schnee ist eine ganz andere Sache als im Sommer. Lesen Sie unsere Tipps für das Reisen mit dem Wohnmobil im Winter.

Richtige Planung

Wintercamping mit dem Wohnmobil erfordert etwas mehr Planung und Vorbereitung als im Sommer.

Wählen Sie Ihren Campingplatz sorgfältig aus. Ein Platz fürs Wintercamping bietet zum Beispiel folgendes:

  • Gasflaschentausch
  • Beheizte Aufbewahrungs- und Trockenräume für die Skiausrüstung und andere nasse Kleidung
  • Beheizte Aufenthaltsräume
  • Sauna (kein Muss, aber sehr angenehm)
  • Campingshop – für Lebensmittel, aber auch für Ausrüstungsgegenstände

Hier noch einige Empfehlungen für Campingplätze (nicht von mir).

Richtig Heizen

Damit es in Ihrem Wohnmobil im Winter richtig schön mollig warm wird, sollten Sie vor allen Dingen gründlich Lüften. Im Fahrzeug sammelt sich Feuchtigkeit: jeder Mensch atmet über Nacht ungefähr einen halben Liter Wasser aus, beim Verbrennen von Propangas (zum Kochen und Heizen) entsteht Wasserdampf und die nasse Kleidung soll ja auch noch trocknen.

Und diese Feuchtigkeit muss raus da, es sonst im Wohnmobil ungemütlich wird und sich sogar Schimmel bilden kann. Kalte Luft ist relativ trocken und kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als warme: das Erwärmen kalter Luft trocknet also das Wohnmobil. Aber Vorsicht: kühlt diese Luft wieder ab, schlägt sich die Feuchtigkeit als Wasser nieder.

Am Besten ist zweimal am Tag gründliches Stoßlüften: morgens, um die Feuchtigkeit der Nacht herauszubekommen, und abends, damit sich über Nacht, wenn es kühler wird, keine Feuchtigkeit niederschlagen kann.

Schutz vor Kälte

Beim Wintercamping spielt der Schutz vor der Kälte natürlich eine wichtige Rolle. Camping im Winter soll ja schließlich gemütlich sein. Leider haben Wohnmobile etlich Kältebrücken, an denen die Wärme wieder verschwindet:

  • bei manchen Fahrzeugen weht kalte Luft durch die Lüftung des Fahrzeuges herein (einfach auf Umluftbetrieb stellen, die Lüftungsöffnungen sind dann zu)
  • gerade bei Teilintegrierten ist das ganze Cockpit schlechter isoliert als der Wohnbereich (hier hilft häufig eine Decke oder ein Vorhang, den Sie zwischen Wohnbereich und Fahrerhaus aufhängen)
  • manchmal schließt die Aufbautür nicht richtig, so dass dort immer ein kalter Luftstrom hereinkommt – auch hier hilft eine Decke manchmal Wunder
  • An den Fenstern geht viel Wärme verloren, da sie keine richtigen Doppelfenster sind. Schließen Sie die Verdunklungsrollos, entsteht ein Luftpolster und damit eine Isolation.
  • Besorgen Sie sich Winterabdeckungen für die Luftöffnungen des Kühlschranks. An diesen riesigen Öffnungen geht viel Wärme verloren

Aber Vorsicht: Decken Sie nicht die Zwangs Be- und Entlüftungen ab. Luftzirkulation und Austausch sind wichtig (siehe oben).

Strom, Wasser, Gas

Beim Wintercamping verbrauchen Sie mehr Strom als im Sommer: es ist die dunkle Jahreszeit – Sie machen also das Licht an. Die Heizung läuft länger und deren elektrische Gebläse verbraucht Strom. Auf der anderen Seite wird eine Solaranlage – sofern Sie eine haben – längst nicht den selben Ertrag liefern, wie im Sommer. Aus diesen Gründen ist das Freistehen im Winter eher problematisch.

Beim Wasser müssen Sie aufpassen, dass es nicht einfriert. Je nachdem, ob es sich um ein wintertaugliches oder winterfestes Wohnmobil handelt, ist der Frischwassertank eventuell nicht im beheizten Raum untergebracht. Beim Abwasser ist es nicht ganz so problematisch: stellen Sie einen Eimer unter den Auslass und öffnen Sie den Hahn. Das Schmutzwasser friert zwar trotzdem – aber eben nicht in Ihrem Fahrzeug. Besonders leicht bekommen Sie den Eisklotz aus einem Eimer in konischer Form wieder heraus.

Kontrollieren Sie vor der Reise das Frostschutzventil der Therme! Dieses öffnet bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und lässt alles Wasser hinauslaufen. Das Ventil schließt aber nicht automatisch. Mir ist es schon passiert, dass ich am Abend vor der Abreise Frischwasser aufgefüllt habe und dieses Ventil im Laufe der Nacht geöffnet hat. Am nächsten Morgen stand ich also vor einem großen Eissee.

Gas benötigen Sie vor allem zum Heizen. Sie sollten also unbedingt einen ausreichenden Vorrat mitnehmen. Bei mir reicht eine 11kg-Gasflasche für ungefähr drei Tage, wenn ich ständig heize, und gelegentlich das Wasser erwärme. Das hängt natürlich vom Wohnmobil und den Wetterbedingungen ab. Erkundigen Sie sich am besten bevor Sie losfahren, ob und wo Sie am Zielort Gasflaschen tauschen können!

Fahren im Winter

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Zum Wintercamping sollten Sie nur auf Winterreifen oder Ganzjahresreifen fahren! Wenn Sie in die Berge möchten, sollten Sie Schneeketten dabei haben, und auch wissen, wie Sie damit umgehen. Beides ist gerade bei Mietfahrzeugen nicht in jedem Fall gegeben.

Denken Sie daran: ein Wohnmobil ist schwer und der Schwerpunkt liegt sehr weit oben. Beides macht das Fahren im Winter, auf nassen oder gar glatten Straßen schwieriger als im Sommer oder mit einem PKW.

Schnee auf dem Fahrzeug

Schnee auf dem Wohnmobil mag malerisch aussehen und manch einer von Ihnen denkt vielleicht, dass die weiße Pracht eine zusätzliche Isolation ist. Aber sobald Sie anfangen zu heizen, taut der Schnee an. Sobald es wieder kalt wird, entsteht Eis. Schnee und vor allen Dingen dieses Eis wird zu einem gefährlichen Geschoss, sobald Sie wieder fahren und sollte deshalb regelmäßig entfernt werden

Spezielle Ausrüstung

Zum Wintercamping sollten Sie einige Dinge mitnehmen, die man im Sommer nicht unbedingt braucht:

  • Einen Besen, um den Schnee vom Fahrzeug zu fegen
  • einen Eimer, um das Schmutzwasser aufzufangen
  • Schneeketten für die sichere Fahrt
  • Einen Schneeschieber, um dem Wohnmobil den Weg freizuschaufeln, wenn es wieder nach Hause geht
  • Einen Eiskratzer, am Besten mit langem Griff
  • Eine zusätzliche Gasflasche für die Heizung

Wintercamping? Na klar! Und nicht nur für alte Hasen

Im Laufe der Zeit und mit wachsender Erfahrung werden Sie herausfinden, worauf Sie bei Ihrem Wohnmobil achten sollten, welche Ausrüstung Sie mitnehmen müssen damit das Wintercamping für Sie zum Erfolg wird. Denn jeder von uns lernt bei jeder Fahrt etwas dazu – egal ob Anfänger oder „alter Hase“.

Wie sind Ihre Erfahrungen beim Campen in Eis und Schnee? Welche Tipps haben Sie? Lassen Sie es uns wissen: unten, in den Kommentaren!

Wohnmobile im Winter

Wintertauglich oder Winterfest?

Häufig ließt oder hört man, dass ein Wohnmobil Wintertauglich oder Winterfest ist. Aber was bedeutet das eigentlich? Was ist der Unterschied? (Übrigens: Hier gibt es Tipps zum Wintercamping)

Für die Antwort gibt es tatsächlich eine Europäische Norm. In DIN EN1646-1 (Bewohnbare Freizeitfahrzeuge – Motorcaravans – Teil 1: Anforderungen an den Wohnbereich hinsichtlich Gesundheit und Sicherheit), Kapitel 2 (Heizung) wird genau beschrieben, was damit gemeint ist.

Wintertauglich oder Winterfest nach EN1646-1

Wintertauglich nach Stufe 2 ist ein Wohnmobil, wenn sich durch die serienmäßige Heizung der Innenraum auf 20 Grad erwärmen lässt. Und zwar bei einer Außentemperatur von 0 Grad und innerhalb von 2 Stunden. Dabei ist es übrigens egal, ob das Frischwasser frostfrei bleibt oder nicht.

Winterfest nach Stufe 3 ist ein Wohnmobil, wenn es in den gleichen 2 Stunden 20 Grad erreicht, und zwar bei einer Außentemperatur von -15 Grad. Zusätzlich muss jetzt auch die Wasseranlage frostfrei bleiben und einwandfrei funktionieren.

Um diese Anforderungen zu erfüllen – besonders für Stufe 3 – bauen die Hersteller Wohnmobile mit zahlreichen Besonderheiten.

Wintertaugliche Wohnmobile

Wohnmobile die nach der oben genannten Stufe 2 wintertauglich sind, haben eine ausreichende Isolierung und natürlich eine Heizung. Zum heizen wird Propangas verbrannt und die warme Luft mit einem Gebläse im Fahrzeug verteilt. Die Isolierung besteht häufig aus ca. 3 cm dickem Styropor, das – von beiden Seiten mit Sperrholz beklebt – die Außenwände bildet.

Die größten Probleme bei „nur“ wintertauglichen Wohnmobilen sind die häufig nur bedingt frostfeste Wasseranlage, ein fußkalter Wohnraum und das sie bei Temperaturen unter 0 Grad nicht mehr mollig warm werden und schnell wieder auskühlen.

Winterfeste Wohnmobile

Fahrzeuge, die die Anforderungen der Stufe 3 erfüllen sollen, sind entsprechend anders aufgebaut. Die Isolation der Wände ist besser und häufig gibt es einen beheizbaren Doppelboden. Dadurch ist es in diesen Wohnmobilen nicht fußkalt und der Komfort entspricht fast einem Haus oder eine Wohnung mit Fußbodenheizung. Statt warmer Luft zirkuliert warmes Wasser. Dadurch wird auch noch Energie gespart – eine Gasflasche hält etwas länger.

Der Frisch- und Abwassertank befindet sich im Doppelboden und wird damit im Warmen – das Wasser friert also nicht ein. Dieser Doppelboden bietet auch noch zusätzlichen Stauraum.

Problematisch ist das Gewicht. Wohnmobile mit Doppelboden sind fast nie in der 3,5t Klasse zu finden. Zum Fahren benötigen Sie also einen LKW-Führerschein.

Sehr große Menschen können hier auch ihre Probleme bekommen, da der Doppelboden die Stehhöhe im Inneren verringert.

Winterfeste Wohnmobile sind teilweise deutlich teurer als wintertaugliche Fahrzeuge – bieten aber auch einen Mehrwert.

Wintertauglich oder Winterfest – was brauche ich?

Welches Wohnmobil Sie brauchen, hängt vor allem von Ihren Reisegewohnheiten ab. Wenn Sie mehrer Tage zum Skifahren möchte, dann ist sicherlich ein winterfestes Wohnmobil für Sie das Richtige.

Reisen Sie allerdings nur von Frühling bis Herbst und wollen auch mal eine Nacht mit Bodenfrost überstehen, dann reicht ein wintertaugliches Fahrzeug.

Übrigens: Unsere Mietfahrzeuge sind wintertauglich. Winterfeste Fahrzeuge bieten wir nicht an, da nicht jeder Mieter eine entsprechende Fahrerlaubnis hat.

Egal ob Ihr Fahrzeug wintertauglich oder -fest ist, bestimmt finden Sie unsere Wintercamping-Tipps hilfreich.

Checkliste

Checkliste für den Wohnmobilurlaub

Shares

Bevor man in den Urlaub aufbrechen kann, gilt es an eine Menge zu denken. Im Internet gibt es viele „Urlaubschecklisten“ (Google zeigt fast eine halbe Million Ergebnisse) Eine ganz hervorragende Liste für Reisen allgemein ist die Urlaubs-Checkliste, die übrigens bereits seit 1994 im Internet ist. Auch die ultimative Wohnmobil Packliste von 14qm ist empfehlenswert, besonders wenn man sich der technischen Zuverlässigkeit seines Fahrzeuges unsicher ist. Wer also Angst hat zu vergessen, den Briefkastenschlüssel beim Nachbarn abzugeben oder die Kaffeemaschiene auszumachen, der kann es in diesen Checklisten abhaken. Hier soll es speziell um darum gehen, woran man alles denken muss, bevor man in den Wohnmobilurlaub aufbricht. Hier ist meine …

Checkliste für den Wohnmobilurlaub

Fahrzeug

Die folgenden Dinge empfiehlt es sich am Fahrzeug zu überprüfen. Das ist nichts anderes, als am PKW. Was man nicht selbst machen kann, wird in der Werkstatt erledigt. Für viele Eventualitäten unterwegs kann eine ADAC-Mitgliedschaft die Rettung sein.

  • TÜV gültig?
  • Grüne Umweltplakette vorhanden?
  • Verbandskasten vorhanden? Noch nicht abgelaufen?
  • Motorölstand korrekt?
  • Kühlerflüssigkeit korrekt?
  • Beleuchtung in Ordnung?
  • Reifendruck- und profil in Ordnung? Ersatzrad bzw. Notfall-Reparaturset vorhanden und einsatzbereit? Wagenheber an Bord?
  • Warndreieck und Warnwesten dabei?
  • Scheibenwischerblätter noch ok? Waschflüssigkeit aufgefüllt?
  • Starterbaterie ok?
  • Feuerlöscher an Bord und auch noch nicht abgelaufen?
  • Versicherung
  • Haben Sie ein Navi an Board? Achten Sie auf aktuelles Kartenmaterial!

Speziell Wohnmobil

Neben den allgemeinen Punkten gilt es auch noch einige zu beachten, die speziell ein Wohnmobil betreffen

  • Frischwassertank gereinigt und desinfiziert?
  • Frischwasser aufgefüllt ?(zu Hause nur so viel Wasser tanken, wie man während der Fahrt braucht, um Gewicht zu sparen)
  • Ablassventil des Tanks und Frostschutz der Heizung zu?
  • Toilettenkassette geleert und gereinigt?
  • Sanitärchemie dabei?
  • Schmutzwassertank entleert?
  • Gasflasche(n) voll?
  • Bordbatterie geladen? Säurestand ok?
  • Funktioniert die Heizung? Und der Warmwasserboiler?
  • Funktioniert der Kühlschrank? Bei vielen Kühlschränken kann man wählen, ob sie mit Gas, Strom von außen oder (während der Fahrt) Strom von Lichtmaschine laufen. Man sollte alle Modi überprüfen. Auch bei Kühlschränken mit automatischer Umschaltung.
  • Streichhöl zer oder Feuerzeug
  • Vergessen Sie nicht die CEE-Adapter und ein Verlängerungskabel!
  • Haben Sie eine Gießkanne oder ein Schlauch zum Nachfüllen des Frischwassertanks dabei?
  • Sind die Auffahrkeile im Fahrzeug?
  • Warntafel für Fahrradtransport. Es gibt sowohl für Italien als auch für Spanien eine ganz speziell vorgeschriebene Tafel.

Campingausstattung allgemein

Natürlich braucht man auch beim Reisen mit einem Wohnmobil einige Sachen, die man auch bei anderen Formen des Campens einpackt.

  • Wäschetrockner oder Leine? Wäscheklammern?
  • Sturmanker für die Markise?
  • Ein kleiner Werkzeugkoffer
  • Robustes Klebeband (Panzertape)
  • Campingtisch und -stühle
  • Spülmittel, Schüssel und Geschirrhandtücher
  • Grill und Zubehör
  • Kerzen, Taschenlampe
  • Anti-Mückenmittel
  • Sonnencreme
  • Strandmuschel
  • Schwimmschuhe
  • Bollerwagen klappbar
  • Küchenausstattung (also Teller, Töpfe, Gläser, Tassen, Besteck, etc.)
  • Reiseapotheke
  • Hygieneartikel, Kosmetik
  • Bekleidung entsprechend Reiseziel und Jahreszeit

Unterwegs mit Kleinkind?

Lesen Sie hier unsere Tipps für Wohnmobilurlaub mit Kleinkind.

Zelt-Klapp-Anhänger

Arten von Reisefahrzeugen

Shares

Wer sich zum ersten Mal mit Reisefahrzeugen beschäftigt, sieht sich einer Vielzahl von Bauarten und -formen gegenüber. Ich möchte versuchen, etwas Licht in das Dunkel zu bringen und beschreibe die verschiedenen Arten von Reisefahrzeugen, ihre Vor- und Nachteile und für wen sie geeignet sind.

Grundsätzlich lassen sich Reisefahrzeuge nach der Bauart unterscheiden. Fahrzeuge die einen eigenen Antrieb besitzen und selbst fahren können, und solche, die von einem anderen Fahrzeug gezogen werden.

Wohnwagen

Wohnwagen, auch Wohnanhänger oder Caravan, sind die ältere Variante des Reisefahrzeuges, es gibt sie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Anfangs wurden sie noch von Pferden gezogen, waren aber überraschend luxuriös eingerichtet. Arist Dethleffs (1908–1996) gilt als Erfinder des Wohnwagens, wie wir ihn heute kennen. Seinen ersten baute er 1931 als Hochzeitsgeschenk für seine Frau. Daraus entwickelte sich die bis heute in diesem Markt erfolgreiche Firma Dethleffs.

Wohnwagen gab und gibt es in verschiedenen Bauformen:

  • Zelt-Klapp Anhänger.
  • Klappbare Anhänger
  • Teardrop Anhänger
  • „klassische“ Wohnwagen

Zelt-Klapp Anhänger

Camperwerk Zelt-Klapp-Anhänger

Diese sind eigentlich ein Zelt (also mit Wänden und Dach aus Stoff), das fest in einen Anhänger verbaut ist. Im zusammengeklappten Zustand ist er meißt nicht größer als ein herkömlicher Lastenanhänger. Bewohnbar wird er, indem Teile des Hängers umgeklappt, Zeltstangen eingesetzt und die Zeltplanen mit Schnüren und Heringen abgespannt werden. Häufig ist auch in die Heckklappe eine recht komfortable Küche eingebaut.

Der Vorteil eines Zelt-Klapp Anhängers liegt vor allem im einfachen Fahren. Er ist recht niedrig, was den Luftwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch reduziert. Außerdem ist die Sicht des Fahrers in allen Spiegeln voll gegeben. Diese Bauform ist auch vergleichsweise leicht, was sie für Besitzer kleiner Autos interessant macht, die keine schweren Anhänger ziehen dürfen. Zelt-Klapp Anhänger bieten deutlich mehr Wohnfläche, als sie zusammengeklappt benötigen.

Der Nachteil eines Zelt-Klapp Anhängers ist die lange Aufbauzeit. 30 Minuten sind keine Seltenheit. Obendrein ist im Anhänger kaum Platz für Ausrüstung und Kleidung – das muß alles in den Kofferraum des Autos. Sie haben zwar einen festen Boden (jeder der im Zelt schon mal auf einer Wurzel schlief, weiß das zu schätzen), sind aber im Grunde Zelte mit all ihren Nachteilen.

Bekannte Zelt-Klapp Anhänger sind der Klappfix, Rhön Universal oder Cabanon Mercury.

Klappbare Anhänger

Klappbare Anhänger besitzen einen festen Boden, feste Wände und ein festes Dach. Die Seiten können jedoch umgeklappt werden so das der Anhänger fast genau so flach wie ein gewöhnlicher Lastenanhänger ist. Mit wenigen Handgriffen wird er auseinander geklappt und kann eingerichtet werden. Die Wohnfläche (also die Grundfläche) ist immer gleich groß, egal ob er auseinandergeklappt ist oder nicht.

Die Vorteile des klappbaren Anhängers zeigen sich auch hier vor allem während der Fahrt. Eine niedrige Bauform sorgt für ein für einen niedrigen Verbrauch und gute Übersicht in den Rückspiegeln. Im Vergleich zum Zelt-Klappanhänger ist er in ca. 5 Minuten schnell aufgebaut.

Die Nachteile sind auch hier wieder, das ein großer Teil der Ausrüstung im PKW transportiert werden muß, und damit zu den 5 Minuten Aufbau-Zeit noch einiges an Einräum-Zeit hinzukommt. Insgesamt gibt es in diesem Typ von Reisefahrzeug relativ wenig Stauraum, da Hänge- bzw. Oberschränke entfallen müssen.

Am bekanntesten dürften die Klappanhänger de Firma Estrel sein.

Teardrop Anhänger

Teardrop (engl. Träne) Anhänger fallen durch ihre ungwöhnliche Form auf. Von der Seite sehen sie wirklich aus wie ein Tropfen. Ursprünglich stammen sie aus den USA, wo sie in den 30er Jahren durch Anleitungen zum Selbstbau in Zeitschriften populär wurden. Bis in die 1960er Jahre war diese Art von Anhänger sehr verbreitet, verschwand dann aber aus dem Straßenbild. Der allgemeine Retro-Trend bringt diese wunderschöne Wohnwagenart wieder zurück. Sie bieten Schlafplatz für zwei Personen und etwas Stauraum für Kleidung. Manchmal ist im Heck sogar noch eine Außenküche untergebracht, zusammen mit einem klappbaren Tisch.

In Deutschland schuf der Konstrukteur Max Würdig im Jahr 1936 mit dem Würdig 301 ein ähnliches Gefährt, in dem man sogar stehen konnte. In den letzten Jahren tauchen vereinzelt immer wieder Teardrops auch namhafter Hersteller auf, wohl um sich im Einheitslook der Caravan Branche etwas abzuheben.

Die Vorteile der Teardrops liegen vor allem in den geringen Kosten und der Möglichkeit, sie selbst zu bauen. Außerdem sind sie sehr leicht (man hat sogar schon Teardrop-Anhänger  hinter Motorrädern gesehen), so dass sie nahezu jedes Auto ziehen kann.

Als Nachteil muss man die Größe nennen. Ein Wohnwagen, in dem man nicht mal stehen kann ist ganz klar ein Kompromiss.

Ein bekannter Vertreter dieser Bauart ist das „Dübener Ei“ – der Würdig 301.

Anhänger mit Hubdach

Wohnwagen mit Hubdach sind eigentlich ganz normale Caravans, bei denen man das Dach um einige Zentimeter nach oben verschieben kann. Deshalb haben sie wärend der Fahrt, wenn das Dach unten ist,  eine etwas windschnittigere Silouette. Im Stand gibt es mehr Platz nach oben hin.

Der  Vorteil dieser Bauform ist ein ganz kleine aerodynamischer Gewinne während der Fahrt gepaart mit einer angenehmen Stehhöhe.

Normale Wohnwagen

Die Mehrheit aller Wohnwagen, die man heute auf den Straßen und Campingplätzen sieht, gehören zu dieser Kategorie. Sie haben rundherum feste Wände, einen festen Boden und ein festes Dach. An ihnen ist nichts klapp- oder faltbar. Es gibt sie in allen erdenklichen Größen. Vom kleinen zwei-Personen Anhänger bis hin zu richtigen Monstern, die mehr Platz bieten als manche kleine Wohnung und die nur noch mit einem LKW zu ziehen sind. Im Normalfall kommen aber wohl doch Caravans von unter 10m Länge und unter 2t Gewicht vor. Die Hersteller bieten eine unglaubliche Vielzahl an Ausstattungsvarianten und Grundrissen an. Es gibt Wohnwagen für zwei Personen und es gibt welche für große Familien (sogar mit Doppelstoick-Betten). Noch flexibler werden Wohnwagen durch ein Vorzelt.

Vorteil: Wohnwagen sind genau so groß und geräumig, wie man möchte. Für jede Lebenssituation gibt es eine Größe und einen Grundriß. Sie sind bereits fertig aufgebaut, man kann vor Reiseantritt alle benötigten Dinge in Ruhe verstauen. Es passen auch relativ viele Dinge hinein. Am Zielort angekommen, kann man recht schnell einziehen, da nichts mehr auf oder umgebaut werden muß.

Nachteil: Die aufgeführten Vorteile haben ihren Preis. Wohnwagen sind vergleichsweise teuer.

Wohnmobil

Die zweite große Gruppe in meinem Vergleich der Arten von Reisefahrzeugen sollen die Wohnmobile (oder Motorwohnwagen, wie die Schweizer sagen) sein. Darunter verstehen wir Fahrzeuge mit eigenem Motor und einer zum Wohnen geeigneten Innenausstattung. Los ging es mit dieser Art des Reisemobils vermutlich in  den 50er Jahren mit dem Westfalia Umbau eines VW-T1 Transporters. Dieses Wohnmobil wird vermutlich jeder Campingbegeisterte vor Augen haben: ein Bulli mit aufgestelltem Dach. Die 60er Jahre waren die Zeit, in der Ingenieure und Konstrukteure die Frage nach Komfort  und solider Ausstattung zu beantworten lernten und in den 70er Jahren namen zahlreiche heute noch bekannte Unternehmen die Serienfertigung von Wohnmobilen auf. (Hymer 1971, Knaus 1970).

Im Laufe der Zeit hat sich eine Vielzahl von Bauformen entwickelt. Hier eine kleine Übersicht:

  • Wohnkabine
  • Kastenwagen
  • Alkoven
  • Teilintegriertes Wohnmobil
  • Vollintegriertes Wohnmobil
  • LKW-Wohnmobil
  • Bus-Wohnmobil

Wohnkabine

Dodge Ram 2500 Truck mit Lance Wohnkabine. Chucky Kretschmann [CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Wohnkabinen, auch Absetzkabinen genannt, sind Wohnräume, die auf die Ladefläche eines Pritschenwagens bzw. Pickups aufgesetzt werden. Sie sind in Form und Größe dem Basisfahrzeug angepasst und bieten im inneren alle Auststattungsmerkmale, die man heute erwartet: Kühlschrank, Frischwassertank, manchmal sogar Toilette und Dusche.

Vorteile: Der größte Vorteil ist in meinen Augen die Flexibilität. Im Alltag nutzt der Besitzer das Basisfahrzeug während die Kabine abgestellt ist. Zur Reisezeit wird sie auf das Fahrzeug gesetzt und die Urlaubsreise kann beginnen.

Nachteil: Nachteilich sind vor allem die beengte Platzverhältnisse. Häufig bietet diese Art des Wohnmobils nur Schlaf- und Sitzplätze für zwei Personen.

Kastenwagen

Kastenwagen sind die direkten Nachfolger der Westfalia-Campingbox. Sie sind nicht viel größer als der Kleintransporter, der als Grundlage dient, sind aber im Innenraum mit allem nur erdenklichen Komfort ausgestattet. Aus diesem Grunde, um Stehhöhe zu gewinnen, haben sie entweder ein festes Hochdach oder ein Aufstelldach.

Vorteil:  Der große Vorteil dieser Wohnmobile ist ihre geringe Größe. Sie sind klein genug, um Innenstädte besuchen zu können und dort auch Parkplätze zu finden. Auch das Fahrverhalten ist nicht viel anders als bei einem normalen Transporter. Ein weiterer Vorteil ist der vergleichsweise geringe Kraftstoffverbrauch.

Nachteil: Ein Nachteil der Kastenwagen ist die geringe Größe des Wohnraumes. Wenn auch ein kleines Fahrzeug leicht zu fahren ist, so kann klein schnell zum (Wohn) Problem werden. Zum Beispiel bei mehrtägigem Dauerregen und Reisen mit Kind. Ein weiterer Nachteil ist der Preis. Beim Kastenwagen zahlt man mehr für einen Quadratmeter Wohnfläche als bei allen anderen Reisemobilen. Das liegt wahrscheinlich an konstruktiven und technischen Schwierigkeiten beim Umbau der recht kleinen Basisfahrzeuge.

Alkoven

Denke ich an „Wohnmobil“, dann habe ich ein Alkovenfahrzeug vor den Augen. Diese Bauform ist vielleicht die typischste Form aller Wohnmobile (deshalb hat sie sogar Einzug in die StVo gehalten: als Verkehrszeichen „Nur Wohnmobile“ Nr. 1048-17). Ein Alkoven ist erst einmal nicht mehr als eine Bett- oder Schlafnische. Also ein winzig kleiner Raum, in dem sich nur ein Bett befindet. Im Wohnmobil ist dieser Raum über dem Fahrerhaus. Früher durfte man sich sogar noch während der Fahrt dort aufhalten und hinausschauen – ein Riesenspaß für die Kinder. Alkovenfahrzeuge nutzen den vorhandenen Platz im Wohnmobil am besten aus, und sind somit vor allem bei Familien sehr beliebt. Wenn man mit mehr als 4 Personen unterwegs ist, gibt es eigentlich kaum eine Alternative. Kaum eine andere Bauform des Wohnmobils bietet 6 Schlafplätze. Neben den vielen Betten sind Alkovenfahrzeuge mit allem ausgestattet, was das Camperherz begehrt: Kühlschrank, Toilette, Dusche, großer Kleiderschrank u.v.a.m.

Vorteil: Der Vorteil liegt ganz klar im riesigen Platzangebot im inneren. Für große Familien ein Muß, für kleinere kann es sehr angenehm sein, wen man sich nicht so sehr „auf der Pelle hockt“. Alkoven-Wohnmobile bieten viel Wohnraum fürs Geld – sie sind vergleichsweise günstig.

Nachteil: Die spezielle Bauform hat natürlich auch Nachteile. Durch den Alkoven ist die Sicht des Fahrers nach vorne-oben behindert. Das ist zum Beispiel sehr nachteilig wenn man an der Ampel steht. Gefährlich wird es, wenn Äste über die Straße hängen oder im Gebirge die Felswand neben der Straße sich über diese neigt. Außerdem sind Alkovenfahrzeuge höher als andere Wohnmobile. Man muß also die Durchfahrtshöhe von Tunneln und Brücken beachten. Durch die Höhe liegt auch der Schwerpunkt sehr viel höher. Das merkt man vor allem beim Fahrend durch Kurven oder bei starkem Seitenwind. Der Luftwiderstand eines Wohnmobils mit Alkoven ist sehr hoch. Der Fahrer wirds am Kraftstoffverbrauch merken.

Teilintegrierte

Teilintegrierte Wohnmobile nutzen das Fahrerhaus des Basisfahrzeuges mit zu Wohnzwecken. Das Serienmäßige Führerhaus bleibt aber weitestgehend erhalten. Das reduziert die Herstellungskosten und schlägt sich somit im Preis nieder.

Vorteil:  Der größte Vorteil ist der Preis. Ein weiterer Pluspunkt ist der Treibstoffverbrauch. Teilintegrierte haben eine keilförmige Silhouette, die den Luftwiderstand senkt.

Nachteil:  Der einzige Nachteil ist eigentlich die schlechte Isolierung des Fahrerhauses. Das ist aber für die meisten Camper kein wirkliches Problem, da sie selten oder gar nicht im Winter verreisen.

Vollintegrierte

Im Gegensatz zu den Teilintegrierten wird beim Vollintegrierten auf das Fahrerhaus des Chassis-Herstellers verzichtet. Statt dessen baut der Aufbauhersteller seine eigen Frontsektion. Das ermöglicht ihm, dem ganzen Fahrzeug ein einheitliches Design zu geben und auch das Fahrerhaus für den Anwendungszweck „Haus auf Rädern“ hin zu optimieren. Das kann zusätzliche Isolierung bedeuten, häufig gibt es auch keine nennenswerte Nase mehr vor der Frontscheibe. Die Gesamtlänge des Fahrzeuges wird ausgenutzt. Vollintegrierte nennt man manchmal auch die „Königsklasse“ der Wohnmobile.

Vorteile: Zu den Vorteilen ist das einheitliche Design des Fahrzeuges zu Zählen, und Nutzung des ganzen Fahrzeuges als Wohnraum – ohne Kompromisse.

Nachteil: Vollintegrierte sind deutlich teurer als vergleichbare Teilintegrierte. Das liegt an dem Extraaufwand, den der Hersteller für das Fahrerhaus treiben muß. Häufig überschreiten Vollintegrierte Wohnmobile auch die Gewichtsgrenze von 3,5t. Damit darf man sie nicht mehr mit einem normalen Führerschein für PKW fahren.

LKW- und Bus Wohnmobile

Diese Form der Wohnmobile ist entstanden aus dem Wunsch, noch größeren Wohnraum in ein Reisefahrzeug zu integrieren. Dabei werden als Basisfahrzeuge keine Kleintransporter mehr benutzt, sondern LKW bzw. Busse. Das entbindet die Hersteller in gewissen Maße von Gewichts- und Platzeinschränkungen und ermöglicht sehr große, luxuriöse Innenraumlösungen.

Ein anderer Grund dürfte der Wunsch gewesen sein, Reisefahrzeuge für Landschaften zu schaffen, die ein Kleintransporter nicht bewältigen kann. So sieht man gelegentlich Expeditionsfahrzeuge, die für Wüstendurchquerungen und ähnliche Unternehmungen konzipiert sind. Hier geht es weniger um Luxus und Komfort, sondern um Robustheit und Kraft.

Häufig handelt es sich bei solchen Fahrzeugen um Einzelanfertigungen, die speziell für einen bestimmten Zweck gefertigt wurden. Ein für und wieder kann ich deswegen nicht angeben.

Zusammenfassung

Es gibt viele verschiedene Arten von Reisemobilen – die gebräuchlichsten habe ich, glaube ich, kurz beschrieben. Bleibt die Frage für wen welches Fahrzeug geeignet ist. Dafür muß man sich selbst erst einmal die Frage beantworten, was man mit seinem Fahrzeug machen möchte.

Wohnwagen sind eher geeignet für Reisende, die längere Zeit an einem Ort, idealerweise auf einem Campingplatz verweilen wollen. In Verbindung mit einem Vorzelt sind sie ideal dafür geeignet. Sie bieten mehr Platz (ein Wohnwagen von acht Metern länge hat mehr Wohnfläche als ein gleichlanges Wohnmobil) und man hat einen ganz normalen PKW dabei, für kleinere Ausflüge in die Umgebung oder zum Einkaufen. Wohnwagen sind deutlich preiswerter als vergleichbare Wohnmobile. Allerdings benötigt man eine andere Fahrerlaubnis (Führerscheinklasse BE) zum ziehen eines Wohnwagens als zum Fahren eines Autos. Welche Bauform eines Anhängers jetzt für den einzelnen in Frage kommt lässt sich allgemein nicht sagen. Ich würde (wieder) einen normalen Wohnwagen nehmen. Es ist sicherlich immer der Preis, der gewünschte Komfort und das angestrebte Lebensgefühl abzuwägen.

Wohnmobile spielen ihre Vorteile beim Wohnmobilwandern aus. Wenn man also alle paar Tage zu einem anderen Stellplatz fahren möchte. Natürlich kann man auch zwei Wochen an einem Fleck damit bleiben. Aber ihre große Stärke ist die Flexibilität und Geschwindigkeit. Selbst mit zwei Kindern sind wir morgens in einer halben Stunde abfahrbereit und nachmittags angekommen. Kein Abspannen, aufbocken, Vorzelt aufbauen. Auch braucht ein Wohnmobil nicht immer einen Camping- oder Stellplatz. Es ist genug Wasser, Strom und Gas dabei um für ein bis zwei Wochen autark zu sein. Allerdings erkaufen wir uns das mit Rückenschmerzen für die Personen, die hinten sitzen. Wir müssen für Kleinstädte im Süden Italiens auf den Bus ausweichen und auf dem Weg zum Supermarkt muß das ganze Haus mit.

Wohnmobile sind etwa doppelt bis dreimal so teuer wie ein vergleichbarer Wohnwagen. Das ist ein wichtiger Punkt, wenn man sich entscheiden will. Das gilt übrigens auch für Mietpreise. Ansonsten spielen auch hier wieder viele individuelle Faktoren hinein: wie viele Personen mitfahren und schlafen sollen, das Reiseziel, und natürlich zu guter Letzt auch der ganz persönliche Geschmack.

Zu guter Letzt sollte man an seinen Führerschein denken. Das Ziehen eines Anhängers erfordert eine Führerscheinerweiterung (Klasse BE). Wohnmobile bis 3,5t gelten als PKW und dürfen mit einem normalen Führerschein gefahren werden. Größer und schwerer ist es dann ein LKW, was Klasse C bedeutet. Und einen LKW betreffen seine ganz eigenen Beschränkungen. Sonntagsfahrverbot, spezielle Tarife auf Fähren oder Maut, Gewichtseinschränkungen für manche Straßen, etc.

Dieb

Sicherheit im Wohnmobil

Urlaub – die schönste Zeit des Jahres. Sie träumen von fernen Ländern, netten Menschen, tollen Erlebnissen und von Ruhe und Entspannung. Die Vorfreude macht fast genau so viel Spaß, wie die Reise selbst. Wenn da nicht die Frage nach der Sicherheit im Wohnmobil wäre. Was ist, wenn eingebrochen wird? Wenn Ihre Sachen gestohlen werden? Wie können Sie sich davor schützen?

Sicherheit im Wohnmobil – worüber reden wir hier?

Für diesen Artikel möchte ich mich auf einen Aspekt konzentrieren: Fremde dringen in das Wohnmobil ein und entwenden persönliche Gegenstände.  Wie kann ich Einbrecher abschrecken, abhalten oder gar nicht erst anlocken. Hier soll es nicht um Fahrsicherheit, ESP oder Crashtest gehen. Das überlasse ich besser dem ADAC.

Verhaltensregeln

Den besten Schutz gegen Einbrecher bildet immer noch der eigene Kopf. Wenn Sie überlegen und sich entsprechend vorsichtig verhalten, reduzieren Sie das Risiko eines Einbruches oder Diebstahles deutlich.

Den Platz zur Übernachtung sorgfältig wählen

Vor allen Dingen an den großen Reisetagen, also zu Beginn und zum Ende des Urlaubes fährt man häufig zwei Tage oder länger. Zwischendurch übernachtet man, wo es sich gerade anbietet. Ist ja kein Problem mit einem Wohnmobil. Richtig?

Einfach auf einem Autobahnparkplatz zu übernachten gehört sicherlich zu den riskantesten Dingen, die Sie während  Ihrer Reise tun können. Ein solcher Rastplatz ist ein Tatort mit perfekter Verkehrsanbindung. Das zwielichtiges Gesindel fährt im Auto vor, begeht den Einbruch und verschwindet wieder. Niemandem fällt ihr Kommen und Gehen auf, da auf einem Parkplatz ständig etwas los ist – auch in der Nacht. Auf Horrorgeschichten von Gaseinleitung ins Fahrzeug, um die Insassen zu betäuben, will ich hier gar nicht eingehen.

Viel besser ist es, einfach von der Autobahn abzufahren, einen Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz anzusteuern oder zur Not in einer ruhigen Ortschaft einen Platz am Straßenrand zu finden. In einer fremden Gegend sollten Sie sich den Schlafplatz allerdings bei Tageslicht ansehen, um sich zu orientieren und und die Lage beurteilen zu können. Und wenn Ihnen irgend etwas Unbehagen verursacht – fahren Sie besser weiter.

Egal wo Sie unterwegs übernachten, Fenster und Türen sollten zu bleiben. Frischluft kommt durch das Dachfenster.

Im „Fluchtmodus“ schlafen

Wenn Sie unterwegs nicht auf einem Camping- oder Stellplatz übernachten, empfiehlt es sich, alles für einen überstürzten Aufbruch vorzubereiten. Das heißt die Sitze sind wieder in die Fahrtposition gedreht und mindestens der Fahrersitz ist frei. Im Bett hat man die Zündschlüssel und ein Telefon griffbereit. Campingtisch und Stühle sind wieder verräumt und im Innenraum ist alles so verstaut, das man wenigstens ein paar Kilometer fahren kann.

Wertgegenstände an unüblichen Stellen unterbringen

Egal ob Reisetag oder Urlaubstag, Wertgegenstände sollten Sie immer an Stellen unterbringen, an denen ein Langfinger sie nicht erwarten würde. Es gibt unzählige clevere Tipps im Internet, wo man eine Geldbörse verstecken kann. Ob in einer Keksdose im Küchenschrank, am Grunde einer Müslipackung, zwischen der Schmutzwäsche. Wichtig ist nur, daß die Sachen nicht offen herum liegen oder in den Schränke aufbewahrt werden, die am wahrscheinlichsten für solche Dinge sind. Ich persönlich habe immer eine ausrangierte Geldbörse mit einer abgelaufenen Kreditkarte, ein oder zwei anderen unwichtigen Karten (Bibliothekskarte oder Fitnesstudio) und Bargeld in irgendeiner Fremdwärung rumzuliegen. Einen solchen Köder schnappen sich Diebe und fangen nicht an zu suchen.

Kopien aller wichtigen Papiere

Alle wichtigen Papiere sollten Sie zu Hause schon einscannen und z.B. in Ihre Dropbox hochladen. So hat man im schlimmsten Fall auch im Ausland immer wenigstens eine Kopie seiner Papiere griffbereit. Sie sollten allerdings das Passwort wirklich auswendig wissen und nicht auf einem Zettel im Portmonnaie aufbewahren. Manche Zeitgenossen gehen sogar so weit, die Originale zu Hause zu lassen und nur mit Kopien zu reisen.

Einkaufen im Supermarkt

Auf Parkplätzen vor Supermärkten wird am helllichten Tage häufiger in Fahrzeuge eingebrochen als in der Nacht auf irgendeinem anderen Platz. Beim Einkaufen sollte also immer jemand im Fahrzeug bleiben.

Hilfsbereitschaft?

Eine der ältesten Maschen der Trickbetrüger funktioniert heute immer noch bestens. Sie werden aus dem Fahrzeug gelockt, indem man Ihre Hilfsbereitschaft ausnutzt. Sei es, das die Betrüger eine Panne an ihrem Fahrzeug vortäuschen, oder mit einer Landkarte wedeln und damit so tun, als wollten Sie nach dem Weg fragen. Und wenn Sie dann arglos Ihr Fahrzeug verlassen haben und sich ganz auf die „hilfsbedürftige“ Person konzentrieren, schleicht hinter Ihrem Rücken ein Komplize in Ihr Auto oder Wohnmobil. Also: immer abschließen, auch wenn man nur kurz aussteigt.

Mit dem Bus fahren

auch, wenn Sie einen VW-Transporter Ihr eigen nennen. Lassen Sie Ihr Wohnmobil lieber auf dem Campingplatz, unter Aufsicht der Nachbarn, mit denen Sie sich hoffentlich angefreundet haben. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel für Ihre Tagesausflüge.

Technische Maßnahmen

Es gibt eine Reihe mehr oder weniger Umbauten oder Erweiterungen, die die Sicherheit im Wohnmobil erhöhen sollen. Ich möchte Hier ganz bewußt kein Produkt empfehlen oder besonders hervorheben. Entscheiden Sie für sich selbst, ob diese Produkte Ihr Sicherheitsgefühl erhöhen. Denken Sie aber daran: Mit kaum einer anderen Emotion lassen sich bessere Geschäfte machen, als mit der Angst.

  • lassen Sie einen Safe einbauen. Es gibt im Zubehörhandel spezielle Tresore für Reisemobile. Darin lassen sich die Papiere, Bargeld und kleine Wertgegenstände hervorragend und vor allen Dingen sicher unterbringen.
  • Knackerschreck. Diese etwas eigentümlich anmutende Konstruktion soll das Öffnen der Türen verhindern und kann optional auch das Lenkrad blockieren.
  • Sicherheitsprofile für Aufbautüren und Fenster. Durch Einbau einiger kleiner Metallprofile soll das unbefugte Öffnen der Aufbaufenster von außen verhindert werden.
  • Alarmanlage. Bei allen großen Versandhäusern gibt es mobile Alarmanlagen zu kaufen. Diese basieren auf Bewegungsmeldern. Wenn also jemand in Ihrem Reisefahrzeug umherläuft, wird ein lautstarker Alarm ausgelöst.
  • Gaswarngeräte: Wer an Überfälle auf Camper mittels Narkosegas glaubt, dem werden sicherlich solche Warngeräte ein besseres Gefühl geben.
  • Zusatzschlösser: Es ist möglich, sowohl die Aufbautür als auch die Fahrzeugtüren mit zusätzlichen Schlössern zu sichern. Dies erschwert es Einbrechern deutlich. Man kann davon ausgehen, das sich böse Wichte bestens mit der Konstruktion der Türen eines Fiat Ducato auskennen. Mit zusätzlichen Schlössern eventuell nicht.
  • Hunde Imitator. Es gibt kleine elektrische Geräte, die die Geräusche von Hunden nachahmen. Wer keinen eigenen Hund mit auf Reisen nimmt, kann auf diese Art und Weise für etwas Abschreckung sorgen.

Schlußbemerkung

Absolute Sicherheit im Wohnmobil gibt es nicht. Das sollte jedem klar sein. Durch gesunden Menschenverstand und eventuell die eine oder andere technische Veränderung können Sie aber das Risiko deutlich reduzieren, Opfer eines Diebstahls zu werden.

 

Wohnmobil beladen

Wohnmobil beladen

Endlich ist es soweit. In ein paar Tagen geht es los. Mit dem Wohnmobil in den Urlaub. Aber vorher müssen Sie das Wohnmobil beladen. Alles, was man im Urlaub brauchen könnte, muß mit. Das Schlauchboot und die Wanderstiefel, ein ordentlicher Vorrat vom Lieblingsessen (wer weiß schon, ob es woanders so gut schmeckt?), genug Trinkwasser sowieso. Man weiß ja nie, was einen am Urlaubsort so erwartet. Gut, das so ein Wohnmobil reichlich Stauraum bieten: eine große Heckgarage, Hängeschränke oben ganz rum und dann noch die vielen Schränke in der Küche.

So geht es natürlich nicht. Auf diese Art riskiert man, gleich zwei Fehler zu machen: Erstens: das Fahrzeug zu überladen, also das zulässige Gesamtgewicht zu überschreiten. Das kann teure Folgen haben, wenn man in eine Polizeikontrolle gerät. In der Ferienzeit werden ganz zielgerichtet Wohnwagen und Wohnmobile kontrolliert. Und dabei gewogen. Zweitens: den Schwerpunkt des Campers zu sehr zu verschieben.

Das zulässige Gesamtgewicht

Leergewicht und zulässiges Gesamtgewicht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1

Das zulässige Gesamtgewicht, oder die zulässige Gesamtmasse bezeichnet die Summe aus Leergewicht und maximaler Zuladung eines Fahrzeuges. Um diesen Wert herauszufinden, genügt ein Blick in die Papiere. Im Feld F.2 steht es. Wird noch ein Anhänger mitgeführt, wird sein zulässiges Gesamtgewicht addiert. Lesen Sie hier für weitere Informationen über die zulässige Anhängelast. Das Leergewicht steht ebenfalls in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt G. Unter Leergewicht versteht man das Eigengewicht des Wohnmobils, eines Fahrers sowie Tanks (Wasser und Treibstoff zu 90 Prozent gefüllt). Bei meinem Wohnmobil sind das 3155 kg Leergewicht und 3500 kg zulässige Gesamtgewicht. Das bedeutet für mich, das ich noch 3500 – 3155 = 345 kg zuladen darf. Oder 345 kg anhängen. Überschreite ich diese Werte, spricht man von Überladung. Und das kann teuer werden: 20% Überladung kosten 95€ und einen Punkt in Flensburg. Im Ausland drohen teils empfindlich höhere Strafen – bis hin zum Fahrverbot.

Außerdem gilt es die Führerscheinklasse zu beachten. Mit einer Fahrerlaubnis Klasse B darf gar kein schwereres Fahrzeug bewegt werden. Ein größeres, schwereres Wohnmobil wäre ein LKW und erfordert einen Führerschein der Klasse C. Das bringt aber eine ganze Reihe weiterer Einschränkungen mit sich: Mautpflicht, Sonntagsfahrverbot, höhere Tarife auf Fähren usw.

Ein Wohnmobil beladen – aber richtig

Beim zweiten Problem, das bereits angedeutet wurde, geht es darum, wie man sein Wohnmobil beladen sollte. Macht man es falsch, hat das gravierende Folgen für die Verkehrssicherheit und das Fahrverhalten des Fahrzeuges. Denn im schlimmsten Fall überschreitet man Achslasten und beeinträchtigt die Traktion und das Bremsverhalten. All das ist schwerwiegender als bei einem normalen PKW (was nicht heißt, das es hier nicht auch problematisch ist), da der Camper locker noch mal eine Tonne mehr wiegt.

Wie macht man es nun richtig? Ziel soll es sein, das Fahrzeug gleichmäßig zu beladen – sowohl vorne/hinten als auch links/rechts.

  • Unten schwer, oben leicht. Auf diese Art bleibt der Schwerpunkt des Fahrzeuges tief. Das wird sich positiv auf das Fahrverhalten auswirken – besonders bei Kurvenfahrten – da das Wohnmobil nicht so sehr zum kippen neigt.
  • Richtig schwere Dinge gehören in Staukästen unter Sitzgruppen oder in Schränke in Bodennähe
  • Leichte Dinge, z.B. Kleidung kommt in die Hängeschränke
  • Große, sperrige Gegenstände finden Platz in der Heckgarage
  • In unmittelbare Nähe des Kühlschranks (ca. 30 kg) sollte nicht zuviel Gewicht eingeladen werden. Die Belastung des Bodens könnte sonst in der Küche etwas zu hoch werden.
  • Vorsicht bei Fahrradträgern. Diese sind gaaaaanz weit hinten. Hier wird das Hebelgesetz unser Feind. Beispiel: Der Der Fahrradträger befindet sich 2m hinter der Hinterachse. Der Radstand des Fahrzeuges ist 4m. Jetzt wollen wir Fahrräder für die ganze Familie aufladen. Sagen wir mal 50kg. Hier die Rechnung: 200 cm * 50 kg / 400 cm = 25 kg. Um diese 25 kg wird die Vorderachse ent- und die Hinterachse zusätzlich belastet. Bei einem Wohnmobil mit so langem Hecküberstand sollte man besser keine Motorroller oder ähnlich schwere Dinge mitnehmen.

Wohnmobil wiegen

Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie Ihr Wohnmobil wiegen. Am besten packen Sie die ganze Reiseausrüstung und die ganze Familie ein und fahren damit zu einer Fahrzeugwaage. Die gibt es beim TÜV; Baustoff- und Schrotthändler bzw. Recyclinghöfe haben häufig auch eine. Im Zweifel gibt sicherlich die Polizei Auskunft, wo eine Waage zu finden ist, deren Ergebnisse auch die Ordnungshüter akzeptieren. Vor Ort fahren Sie mit dem gesamte Fahrzeug auf die Waage, nur mit der Vorder- und nur mit der Hinterachse. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit der Zulassungsbescheinigung. Auch das maximale Gewicht, das auf den Achsen lasten darf, ist dort zu finden (Punkt 7).

Tipps zum Gewicht sparen

Jetzt haben Sie die Angaben der Waage. Höchstwahrscheinlich müssen Sie Ihrem Wohnmobil eine kleine Schlankheitskur verordnen. Viele Faktoren können Sie nicht mehr beeinflussen. Die liegen in den Händen des Herstellers. Aber einige einfache Dinge beim Wohnmobil beladen kann man schon beachten, um mit weniger Gewicht unterwegs zu sein:

  • Wasser sparen. Der Wassertank muß während der Fahrt nicht voll sein. Ganz im Gegenteil. Nehmen Sie nur so viel mit, wie Sie unterwegs brauchen. Die meiste Zeit fahren Sie ja. Und in den Pausen kocht man vielleicht einen Kaffee oder benutzt die Toilette. Dafür reicht eigentlich eine kleine Pfütze am Boden des Wassertanks. Am Zielort angekommen, wird dann vollgetankt. Das spart locker mal 70 kg.
  • Abwassertank entleeren. Machen Sie es sich zur Angewohnheit, immer vor Fahrtantritt den Wassertank zu entleeren. Schmutzwasser muß man nun wirklich nicht durch die Gegend fahren.
  • Getränke. Man muß nicht zu Hause schon Getränke für 14 Tage Urlaub einpacken. Vor Ort kann man genau so gut einkaufen, wie zu Hause. Wer weiß, vielleicht entdeckt man eine lokale Spezialität. Versuchen Sie, Glasflaschen zu vermeiden. Kunststofflaschen oder Tetrapacks sind viel leichter.
  • Lebensmittel. Auch hier gilt: Nehmen Sie nur so viel mit, wie während der Fahrt gebraucht wird. Achten Sie schon beim Einkauf mehr auf das Gewicht als auf den Geschmack. Ein Festessen aus Tütensuppen zu machen ist zwar schwer, dafür sind aber die Tüten leicht.
  • Gasflaschen: Eine herkömmliche Gasflasche aus Stahl (die roten oder grauen) wiegt ungefähr 10 kg. Es gibt aber auch Flaschen aus Aluminium. Die sind deutlich teurer, aber wiegen dafür auch nur ca. 5 kg. In beiden Fällen kommt natürlich noch das Gewicht des Gases hinzu – also meißt 11 kg. Überlegen Sie also, ob Sie nicht den Flaschentyp wechseln. Überlegen Sie weiterhin, ob Sie wirklich zwei große, volle Gasflaschen brauchen. Vor allen Dingen im Sommer, wenn nicht geheizt werden muß. Das ist Gas nur für die Warmwasserzubereitung und das Kochen nötig. Eventuell kommen Sie ja auch mit nur einer kleinen Flasche (5kg Füllmenge) aus.
  • Überlegen und dann Wohnmobil beladen. Machen Sie sich Gedanken, welche Dinge wirklich mitgenommen werden müssen, und welche nur dabei sind, damit man auf alle Eventualitäten vorbereitet ist. Möglicherweise hilft unsere Checkliste.
  • Fahrräder mieten, statt sie mitzunehmen. Ein normales Fahrrad wiegt ungefähr 15 kg, ein E-Bike mehr als 25 kg. Kinderräder etwas weniger. Da kommen schnell 50 kg zusammen. Außerdem sind die Räder sehr ungünstig platziert (siehe oben) und werden schnell mal zerkratzt oder beschädigt. Wie wäre es, die eigenen Fahrräder daheim zu lassen und statt dessen vor Ort welche zu mieten?

Richtig beladen und immer noch zu schwer?

Obwohl Sie Ihr Wohnmobil richtig beladen haben und alle unnötigen Gegenstände ausgeladen haben ist Ihr Wohnmobil immer noch zu schwer? Jetzt wird es kompliziert. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten. Sie können das Leergewicht reduzieren oder das zulässige Gesamtgewicht erhöhen. Beides erfordert bauliche Veränderungen am Wohnmobil, die nicht einfach mal so gemacht sind, sondern gut durchdacht werden sollte. Sie könnten die Klimaanlage entfernen lassen oder die Markise. Die zulässige Gesamtmasse kann durch Austausch einzelner Komponenten des Fahrwerks erhöht werden. Also z.B. Stoßdämpfer, Bremsen, Federung. Dies ist nur was für Spezialisten. Finden Sie eine Spezialwerkstatt, die sich mit dem Auflasten von Wohnmobilen wirklich auskennen und lassen Sie sich ausführlich beraten. Dort wird man Sie bestimmt auch darauf hinweisen, das dieses Wohnmobil dann nicht mehr mit einem Führerschein der Klasse B gefahren werden darf. Gut, wer noch eine alte Klasse 3 Fahrerlaubnis hat.

Zusammenfassung

Jetzt wissen Sie, richtiges Wohnmobil beladen ist keine Wissenschaft, wohl aber eine kleine Kunst. Die vielen Staumöglichkeiten im Wohnmobil verführen, viel mitzunehmen. Packen Sie mit Herz und Verstand. In diesem Sinne: Gute Fahrt und einen schönen Urlaub.

 

Kleinkind im Wohnmobil

Wohnmobilurlaub mit Kleinkind

Wohnmobilurlaub mit Kleinkind – geht das überhaupt?

Na klar! Hier einige Tipps für Sie und Ihren Zwerg.

Schränke gesichert lassen

Kinder wollen die Welt um sich herum entdecken. Ganz besonders, wenn es eine neue und unbekannte Welt ist. Wie zum Beispiel das rollende Heim. Doch wir Eltern müssen den Forscherdrang ein wenig lenken und kontrollieren. Sei es das Schubfach mit dem scharfen Messer oder der Schrank mit den Süßigkeit – mache Dinge sind (noch) Tabu für kleine Entdecker. Glücklicherweise ist es im Wohnmobil sogar einfacher als in der heimischen Küche.

Schranktüren und Schubkästen haben Griffe, die gleichzeitig auch Verschlüsse sind. Normalerweise sichert man sie während der Fahrt, damit der Inhalt drinnen bleibt, und entsichert sie, wenn man angekommen ist. Die meisten Kleinkinder können diese Sicherung nicht öffnen und somit bleibt der Schrank zu. Und außerdem gibt es ja auch noch die Oberschränke. Die sind noch für lange Zeit außerhalb der Reichweite.

Einen Schrank „opfern“

Sowohl unsere „Große“ damals, als auch unser Zwerg heute hatten bzw. haben leidenschaftlich gern ihre Finger in allen Küchenschränken. Nachdem wir ungefähr tausend mal aufgeräumt hatten, einige Scherben in den Müll warfen und unpraktische Schlösser wieder aufgaben, haben wir uns den Tatsachen gebeugt, und den Kindern eine Schrank überlassen. Einige wenige Töpfe, Plastikdosen, Kuchenförmchen aus Kunststoff und einen Holzlöffel zum Trommeln reichten aus, um die Kinder zu beschäftigen und sie von den übrigen Schränken fern zu halten. Und genau so machen wir es bis heute im Wohnmobil. Der Inhalt wird gelegentlich leicht geändert, damit es spannend bleibt. Und wir akzeptieren den einen oder anderen Legostein im Suppentopf.

Einen Wickeltisch improvisieren

Niemand muß einen Wickeltisch mit in den Urlaub schleppen. Eine wasserdichte Wickelunterlage, einige Waschlappen und eine Waschschüssel (Wenn der Platz knapp ist: es gibt sogar welche zum Zusammenklappen oder Aufpusten) reichen, um einen vollwertigen Ersatz auf dem Bett zu schaffen. Bei aktuellen Fahrzeugen haben diese sogar noch eine angenehme Arbeitshöhe. Unser Kleiner findet diesen Platz super, liegt er doch genau unter einem Dachfenster und gibt den Blick auf den Himmel frei. Es geht auch auf dem Tisch, wenn man z.B. eine Decke darunter legt.

Sicher und Entspannt schlafen

Zu Hause hat Ihr Kleinkind ein Gitterbettchen. Das kann man natürlich nicht mitnehmen. Manche Wohnanhänger und Wohnmobile haben schon ab Werk Kinderbetten mit einem Gitter davor. Wenn dies nicht der Fall ist, kann man Gitter unter die Matratze klemmen, um das Kind am herausfallen zu hindern.

Normale Betten sind viel zu groß für Kleinkinder. Sie rollen und rutschen die ganze Nacht hin und her, um eine gemütliche Lage zu finden. Sie suchen eine Wand, die ihnen Sicherheit und Orientierung gibt. Eigentlich sind Kleinkinder wie Vögel im Nest – sie lieben es eng und kuschelig. Also verkleinern wir das Bett unseres Sohnes mit einer Reisetasche mit Kleidung oder Polstern von Sitzgruppen, die zu Schlafgelegenheiten umgebaut werden. Und wir versuchen zu verhindern, daß er direkt an die Außenwand rollt. Denn dort ist es Nachts meist besonders kühl.

Auto-Kindersitz am Tisch

Einen Kindersitz für das Auto haben Sie ja sowieso dabei. Also kann man ihn auch gleich am Tisch benutzen, indem man ihn einfach auf einen Stuhl bzw. Sitzbank stellt. Dadurch sitzt das Kind auch höher und gelangt an den Tisch, wenn es schon selbst isst. Gut auch, daß diese Sitze leicht zu reinigen sind – einfach Bezug ab und in die Waschmaschine damit.

Fahrradanhänger statt Kinderwagen

Für Kleinkinder braucht man eigentlich immer einen Kinderwagen bzw. eine Sportkarre. Besonders empfehlenswert sind natürlich Modelle, die man besonders klein Zusammenklappen kann.

Wir nehmen immer einen Fahradanhänger mit. Den kann man schieben wie einen Kinderwagen, kann ihn ans Fahrrad hängen für längere Ausflüge und man kann ihn zum Einkaufen nutzen. Ohne Kind ist auch ein Kasten Bier kein Problem. Man kann ihn führ die Fahrt klein zusammenlegen, und Nachts schieben wir ihn einfach unter das Wohnmobil.

Wohnmobilurlaub mit Kleinkind? Kein Problem!

Sie sehen, auch mit einem Kleinkind kann man einfach und entspannt Wohnmobilurlaub genießen. Welche Tipps und Tricks haben Sie? Lassen Sie es uns wissen – in den Kommentaren.

 

Wohnmobile im Grünen

10 Gründe, warum wir Urlaub mit dem Wohnmobil lieben

Seit Jahren reisen meine Familie und ich mit einem Wohnanhänger oder einem Wohnmobil. Hier die Top 10 Gründe, warum wir Urlaub mit dem Wohnmobil lieben:

Spontan bei Reisezeit und Reiseziel sein

Für viele Menschen beginnt die Urlaubsreise auf dem Flughafen. Viele Wochen oder gar Monate vor Reisebeginn haben sie sich auf ein Reiseziel und einen Tag festgelegt. Und seien Sie mal ganz ehrlich: wer hat nicht schon in den Tagen vor Reisebeginn bang auf den Wetterbericht geschaut, in der Hoffnung, daß sich das Wetter bessert. Aber egal ob es am Urlaubsort regnet oder kalt ist: Irgendwann am (ganz) frühen Morgen muß man am Flughafen sein und einchecken. Eine ganz und gar nicht erholsame Prozedur. Und dann sitzt man ewig auf unbequemen Sitzen und kann sich kaum bewegen…

Beim Wohnmobilurlaub ist das etwas entspannter: Natürlich machen wir auch lange vor Reisebeginn Pläne, wo es hingehen soll. Aber wir haben schon häufiger am Abend vor Reisebeginn alles umgeschmissen und uns für ein völlig anderes Reiseziel entschieden – weil wir keine Lust auf Dauerregen und Kälte hatten.

Wir entscheiden selbst, ob es morgens oder abends losgeht. Dabei spielt natürlich die Verkehrsprognose eine Rolle und wie viele Stunden im Auto wir unseren Kindern zumuten wollen. Meist stehen wir mitten in der Nacht auf und trinken erst mal gemütlich einen Kaffee. Stress gibt es dann nicht mehr – es ist längst alles fertig eingepackt und vorbereitet. Dann die Kinder einladen und los gehts. Meist schlafen sie bald wieder ein, so daß wir viele Stunden in Ruhe fahren können. Und außerdem gibt es Nachts viel weniger Verkehr.

Unabhängigkeit

Häufig wird Unabhängigkeit als einer der wichtigsten Gründe für Wohnmobilurlaub genannt. Aber seien wir ehrlich, der Traum von der Unabhängigkeit und Freiheit so wie im Wilden Westen ist natürlich heutzutage mitten in Europa eine Illusion.

Für uns bedeutet Unabhängigkeit, daß wir uns nicht an den Zeitplan anderer Leute halten müssen. Es gilt kein Fahrplan zu beachten, keine Öffnungszeiten eines Restaurants.

Ungestörtheit

Kein Zimmermädchen, das früh am Morgen das Zimmer reinigen will, keine (lauten) anderen Gäste auf dem Flur – einfach herrlich, diese Ruhe beim Camping.

Natürlich ist es auf manchen Campingplätzen auch sehr laut. Die Wände eines Wohnmobils sind viel dünner als die Zimmerwände in einem Hotel. Deshalb hört man die Gespräche der Nachbarn viel deutlicher als im Hotel. Von großen, lautstarken Veranstaltungen mit viel Musik (Campingplatzparty, Kinderdisko, etc.) wollen wir hier erst gar nicht anfangen. Aber das schöne ist ja, das man nicht auf solche Campingplätze fahren muß. Es gibt ruhige Campingplätze, es gibt einfache Stellplätze für Wohnmobile und vor allen Dingen gibt es den einfachen Parkplatz an einem schönen Flecken Natur. Das ist Ungestörtheit in Reinform.

Der Natur nahe sein

Natürlich kann man mit seinem Wohnmobil auf einen Campingplatz fahren und dort seinen Urlaub verbringen. Daran ist nichts auszusetzen. Aber richtig reizvoll wird für uns erst, wenn wir einen Stellplatz finden, an dem wir die Schönheit der Natur genießen können. Mitten im Wald zum Beispiel schläft man zum Rauschen der Blätter ein und wacht zum Gezwitscher der Vögel auf. Einfach herrlich ist auch der Duft, der einem in die Nase steigt, wenn man morgens die Tür öffnet. Besonders nach einem leichten Regen in der Nacht.

Oder wenn man einen Platz an einem Fluss oder See gefunden hat, und beim Sonnenuntergang die Tiere beobachtet, wie sie sich zur Ruhe oder zur Futtersuche begeben.

Oder ein Stellplatz in den Bergen mit Blick in die Ferne, in ein weites Tal …

Und am nächsten Abend erlebt man an einem anderen Platz eine neue Seite von Mutter natur.

Menschen Kennenlernen

„Reisen bildet“. So sagt man schon seit langem. Das funktioniert aber auch nur, wenn man auf seiner Reise etwas Neues erlebt. Die großen Urlaubsziele am Mittelmeer bieten das aber nicht. Man lebt in einem Hotel, zusammen mit einigen hundert anderen Deutschen, man kann seine BILD kaufen und sein heimisches Bier. Überhaupt tun diese Hotels und Ferienanlagen alles, damit man sich wie zu Hause fühlt. Aber dafür muß ich nicht das viele Geld ausgeben. Da kann ich gleich zu Hause bleiben.

Beim „richtigen“ Reisen erlebt man aber die Menschen im Urlaubsland (statt der Urlauber aus dem Heimatland). Man erfährt ganz unmittelbar, zum Beispiel beim Einkaufen, beim Tanken oder beim abendlichen Bummel durch die Innenstadt, wie diese Menschen leben, was sie bewegt und was sie lieben. Auf diese Weise kommt man mit ihnen in Kontakt. Es kommt häufig vor, daß man beim Bäcker steht und keine Ahnung hat, was das für Leckereien sind, die dort angeboten werden. Man läßt sich einfach die Lieblingsstücke der Verkäuferin einpacken und kommt oft darüber ins Gespräch. Eine ganz besondere Erfahrung kann es auch sein, wenn man dort Essen geht, wo auch die Einheimischen hingehen. (Tipp am Rande: Wenn Sie Unterwegs auf der Landstraße zur Mittagszeit Rast machen wollen, suchen Sie sich eine Gaststätte, vor der viele einheimische LKW und Fahrzeuge von Handwerkern stehen. Dort gibt es meist gutes, kräftiges Essen für wenig Geld. Trucker wissen so etwas). Und probieren Sie unbedingt mal etwas unbekanntes von der Speisekarte.

Großes Abenteuer für Kinder

Sie erinnern sich eventuell noch an Ihre eigene Kindheit: Camping ist eines der größten Abenteuer für Kinder schlechthin. Lagerfeuer, Angeln oder Tiere in freier Wildbahn sehen ist mindestens genau so interessant, wie wie andere Kinder auf dem Campingplatz kennenzulernen oder die Freiheit zu genießen, mit seinen neuen Freunden den ganzen Platz unsicher zu machen. Beim Hotelurlaub wird ein gewisses Maß an „gutem Benehmen“ von den Kindern erwartet. Auf einem Campingplatz geht es häufig etwas zwangloser zu, so daß zumindest unsere Kinder ganz schnell heimisch werden. Es gibt ja auch so viel zu sehen und zu tun, was es zu Hause nicht gibt.

Camping festigt die Familienbande

Viele kleine und große Dinge erledigt man im Urlaub zusammen. Bei uns gehe immer ich Abwaschen – meist zusammen mit unserer Großen. Und dabei wird vorgeführt und nachgemacht, erzählt, kleine Sachen entdeckt („Mama, wir haben eine Blindschleiche gesehen.“). Gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen. Eine gemeinsame Radtour, ein Ausflug in einen Kletterpark… Davon erzählen alle noch lange.

Man hat mehr Zeit für die Familie, der Stress des Alltages rückt in den Hintergrund.

Die eigene Küche ist immer dabei

Und auch die eigene Vorratskammer. Und die ist gefüllt mit allen leckeren Sachen, die wir gerne mögen. Natürlich gehen wir im Urlaub gerne mal essen. Aber gerade mit Kindern kann es manchmal etwas anstrengend werden. („Mama, das Schnitzel schmeckt mir nicht !“ „Aber du magst doch sonst so gerne Schnitzel?!“ „Aber das hier schmeckt mir nicht!!!“). Manchmal war Essen in Fremde auch ein Abenteuer, auf das selbst wir Erwachsenen gern verzichtet hätten. Sei es, das man Zweifel an der Hygiene bekommt, an der Qualität der Zutaten oder der Begabung des Koches. Wie gut, das es Plan B gibt, und man am heimischen Herd etwas zaubern kann, das alle zufrieden stellt.

Etwas ganz besonderes sind auch öffentliche Grillplätze. Auf manchen Campingplätzen ist es nicht so gern gesehen, wenn jeder seinen eigenen Grill benutz. statt dessen stehen öffentliche Grillplätze zu Verfügung, die meist so groß sind, daß zwei Familien gleichzeitig ihr Essen zubereiten können. Man schaut sich diese Plätze an und entscheidet, ob man dort Kochen und Grillen möchte. Wenn man es tut, ist es vor allem für die Kinder wahnsinnig spannend („Papa, was macht die Frau da?“).

Keine bösen Überraschungen

Mit bösen Überraschungen muss man immer rechnen, wenn man in ein unbekanntes Hotel fährt oder fliegt. Die Zimmer sind zu klein, die Betten zu hart, die Baustelle vor dem Fenster war nicht im Prospekt abgebildet oder der Ausblick geht nicht aufs Meer sondern auf den Parkplatz. Man hört ja oft auch Berichte von Ungeziefer oder unsauberen Zimmern oder Schwimmbädern. Und man hohrt von langen Streiteren mit Reiseveranstaltern.

Wie schön ist doch da das Reisen mit einem Wohnmobil: Schon vor der Abreise weiß man genau, wie es darin aussieht – man hat es ja schließlich selbst eingerichtet. Die ganze Technik hat man überprüft und wenn es sein muß repariert (oder reparieren lassen). Mit dem Mobil sollte es also eigentlich keine Überraschungen geben. Und am Zielort auch nicht, denn der wird kurzerhand geändert, wenn es einem nicht gefällt.

Hier noch einige Tipps, wie man einen entspannten Urlaub mit Kleinkind erleben kann.

„Entschleunigen“

Der letzte Grund, warum wir Urlaub mit dem Wohnmobil lieben ist die fehlende Hektik. Im normalen Alltag muß man immer mehr erledigen: Einkaufen, reparieren, Garten Pflegen, die Kinder zum Reiten oder zum Arzt bringen usw. Im Urlaub können wir dieser Entwicklung bewusst entgegen steuern. Wir legen das Reisetempo fest, wir entscheiden wie weit wir an einem Tag fahren und was wir an einem Urlaubstag machen wollen. Meißt nehmen wir uns nicht viel vor. Zum Beispiel an den Strand zu gehen. Den Kindern erscheint es wie ganz viele tolle Dinge an einem Tag zu erleben: Baden, Muscheln sammeln, Sandburg bauen, Drachen steigen lassen… Uns erscheint es wie ein ganz gemütlicher Ausflug: man sitzt in der Sonne, schaut den Kindern zu und genießt es, nichts zu tun. Danach bummelt man gemütlich nach Hause, ißt auf dem Weg noch ein Eis…

So schön kann Urlaub sein!

Was sind Ihre Gründe, warum lieben Sie den Urlaub mit dem Wohnmobil?

 

>